Wir leben immer länger: Warum Altersarmut weiblich ist

29.03.2017

Es ist kein Geheimnis: Die Armut im Alter nimmt zu. Die Gründe dafür sind vielfältig, es hat aber vor allem damit zu tun, dass wir immer länger leben – insbesondere die Frauen. Sie trifft es finanziell im Alter härter als die Männer. Gerade die Generation, die heute im Rentenalter ist, hatte mit schlechten Löhnen für Frauen und unbezahlter häuslicher Arbeit zu kämpfen.

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In jungen Jahren macht es keinen Spass, an die Altersvorsorge zu denken. Man zahlt ja regelmässig in AHV und PK ein, also braucht man sich keine Sorgen zu machen! Das Leben nimmt seinen Lauf, man findet einen Partner und ist bald nicht mehr zu zweit. In vielen Familien ist es normal, dass sich die Mutter um die Kinder kümmert und somit nicht mehr oder nur noch Teilzeit arbeitet. Doch gerade dies kann für Frauen zum Problem werden: Durch die reduzierte Arbeitstätigkeit entsteht eine Lücke in der Altersvorsorge. Das Risiko verschärft sich zudem im Konkubinat: Die AHV und die Unfallversicherung kennen gar keine Leistungen für die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner, bei der Pensionskasse kommt es auf das Reglement an. Private Vorsorge ist für Konkubinatspaare deshalb umso wichtiger. Zur Regelung der Altersvorsorge hilft Ihnen der Vorsorge-Ratgeber der Swiss Life.

Weshalb ist also das vierte und somit das betreuungsbedürftige Lebensalter mehrheitlich weiblich? Die Frauen schliessen im Altersversicherungssystem schlechter ab als die Männer, da sie immer noch weniger verdienen als Männer und zudem viel unbezahlte Arbeit leisten, die nicht versichert ist.

Die Statistiken verdeutlichen diese Fakten: 41% der Frauen und 31% der Männer erwarten gemäss einer Umfrage von Swiss Life, dass sie im Alter ohne ihren Partner deutliche Abstriche machen müssen. Rund 40% der Befragten gehen davon aus, dass ihr Lebensstandard im Alter sinkt.

Heidi Witzig, Historikerin und Mitglied der Plattform «GrosmütterRevolution», weiss: «Altersarmut wirkt sich auch auf das Lebensgefühl und die Lebensqualität aus. Ich kenne Frauen, die sich kaum das Bahnbillett leisten können, um ihre Enkel hüten zu gehen.» (Auszug aus dem Interview mit Heidi Witzig im SRF Club

Um dem entgegenzuwirken, ist das Netzwerk «GrossmütterRevolution» entstanden. Es versteht sich als Plattform für die Anliegen älterer Frauen, das sich für die Generation einsetzt, die heute im Rentenalter ist: für ein Alter in Selbstbestimmtheit und Würde. Die finanzielle Absicherung ist nur eines der Anliegen, aber ein wichtiges.

Überprüfen Sie Ihre Vorsorge digital – mit Swiss Life myWorld

Das Drei-Säulen-Modell der Schweiz lohnt sich also für uns alle. Zögern Sie also nicht und kümmern Sie sich schon jetzt um ein sorgenfreies Leben im Alter. Mit Swiss Life myWorld können Sie sogar digital vorsorgen: Auf einen Blick können Sie Ihre Vorsorgedaten und Dokumente in einem Portal verwalten – egal von welchem Anbieter. Tools und Rechner zu verschiedenen Lebenssituationen helfen Ihnen, bei der Planung durchzublicken und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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