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«Ein Unternehmen braucht Menschen verschiedenen Alters»

30.08.2017

Unsere Gesellschaft predigt lebenslanges Lernen. Grosses Potenzial liegt dabei im Austausch zwischen den Generationen. Warum das so ist, erläutern uns Autorin Maja Peter und Swiss Life Mitarbeiter Ueli Wandeler im Gespräch.

Im Alltag lernen wir vieles beiläufig, gelegentlich spielend und lustvoll, ohne dass wir uns bewusst darum kümmern müssen. Anderes aber erfordert grosse Anstrengung oder gar Überwindung. Insbesondere das Leben im Job fordert die stetige Weiterentwicklung. Wie viel wir dabei von Kollegen einer anderen Generation lernen können, ist uns oftmals gar nicht bewusst.

Vom Jungsein und Älterwerden

Mit den Bedürfnissen verschiedener Generationen setzt sich die Autorin Maja Peter in ihrem Buch «Nochmal tanzen» auseinander. Sie erzählt von deren Zusammenspannen, vom Jungsein und Älterwerden, von Verlassenheit und Sehnsucht.

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SL: Maja Peter, Was können verschiedene Generationen aus Ihrer Sicht voneinander lernen?

MP: Mit zunehmender Lebenserfahrung kann man einzelne Erlebnisse besser einordnen und damit auch relativieren. Bespricht also ein junger Mensch mit einem älteren ein Problem, kann ihm der ältere helfen, das Problem nicht als Ende, sondern als Teil eines Prozesses zu sehen. Ein junger Mensch ist dafür weniger abgebrüht und voreingenommen und er vertritt unter Umständen andere Werte, nämlich Intensität, Offenheit. Doch ich bin vorsichtig mit Verallgemeinerungen. Letztlich kommt es in allen Generationen aufs Individuum an

SL: Erachten Sie den Austausch zwischen Generationen als wichtig und wenn ja, warum?

MP: Bei der Arbeit ist der Austausch sehr wichtig, weil sich Erfahrungen und Bildungsstände ergänzen. Ein Unternehmen braucht Menschen verschiedenen Alters, um erfolgreich zu sein. Privat hängt es von den Persönlichkeiten und von den Themen ab, ob man sich etwas zu sagen hat.

SL: Was hat Sie dazu bewegt, «nochmal tanzen» zu schreiben?

MP: Ich wollte herausfinden, wie es ist, am Ende des Lebens zu stehen und wie dieses Lebensalter zur Jugend steht. Beim Schreiben habe ich mich oft gefragt, was aus meinen Vorsätzen und Träumen als Jugendliche geworden ist. Da wurde mir bewusst, dass ich damals die Samen gesetzt habe für meine Entwicklung, für mein heutiges Leben.

SL: Welche Gedanken haben Sie sich als junge Frau über Vorsorge gemacht und wie hat sich das über die verschiedenen Lebensabschnitte verändert?

MP: Ich wollte damals Tänzerin werden und machte mich aufgrund der Warnungen meiner Eltern darauf gefasst, nicht viel zu verdienen und spätestens mit Vierzig am Ende der Karriere zu stehen. Das machte mir keine Angst damals. Vom Lohn, den ich bei Auftritten im Ballett des Opernhauses verdiente, bezahlte ich AHV. Darauf war ich stolz. Erst mit ca. 40 Jahren habe ich angefangen, mir Gedanken um meine Pension zu machen, da ich als  Teilzeitangestellte mit einem künstlerischen Beruf die finanziellen Ressourcen in meine Selbstständigkeit investierte. Seither versuche ich, jedes Jahr einen Beitrag in die dritte Säule einzuzahlen.

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Von der Diversität profitieren

Die Erfahrungswelt, die die unterschiedlichen Generationen prägen, sind verschieden und haben zu neuem Verhalten und Lebensweisen geführt.  Im Zeichen der Konsumgesellschaft und zunehmender Digitalisierung ist sich die jüngere Generation eine allumfassende Verfügbarkeit per Mausklick gewohnt. Angefangen bei der Internetverbindung über Gratis-Apps bis hin zu Waren und Produkten, die via E-Commerce 24/7 beordert werden können. Ältere Generationen hingegen sind geduldiger und schrecken nicht davor zurück, auch mal dranbleiben zu müssen, wenn es langsam voran geht. Alles nur Klischees oder doch Fakt? Als Mitarbeiter im Digital Experience Team bei der Swiss Life erlebt Ueli Wandeler tagtäglich Unterschiede – aber er erachtet diese Diversität als grossen Vorteil.


SL: Ueli Wandeler, in welchen Bereichen können Sie die Jüngeren in Ihrem Team unterstützen?

UW: Meine Erfahrung hilft, Ruhe und Stabilität ins Team zu bringen. Die Jungen sind manchmal etwas nervös und es fällt ihnen schwer, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten. Sie verstecken sich gerne hinter der modernen Technik, schreiben lieber E-Mails und Whats App Nachrichten, anstatt ein persönliches Gespräch zu führen. Konflikte lassen sich aber schlecht über die schriftliche Kommunikation lösen, denn diese bieten immer Raum für Interpretation. So gehe ich im Betrieb oft bei anderen vorbei, um etwas zu besprechen und empfehle auch anderen, dies so zu tun. Meine Generation hat aus meiner Sicht mehr Durchhaltewillen und gerät nicht immer wegen jeder Kleinigkeit ins lamentieren. Ich bin es mir gewohnt dranzubleiben, um ein Ziel zu erreichen.

SL: Wo können Sie von den jüngeren Arbeitskollegen lernen?


UW: Ich kann viel von ihnen profitieren was den Umgang mit neuen Medien und Technologien angeht. Immer wieder bin ich erstaunt, für wie viele Dinge es eine App gibt, die den Alltag erleichtern. Zudem lerne ich, wie die Jungen ticken, was sie beschäftigt. Sie helfen mir, diese Generation zu verstehen. Das erweitert meinen Horizont! 

SL: Was ist für Sie der grösste Vorteil eines gemischten Teams?

UW: Es funktioniert wie in einer Fussballmannschaft: auch dort braucht es erfahrene, wie auch Nachwuchsspieler. Diese Mischung sorgt für Erfolg!

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