Was etablierte Firmen und Start-ups voneinander lernen können

09.03.2017

Transformation, Disruption, Coworking – Diese Begriffe bringt man oft mit erfolgreichen Start-ups in Verbindung. Wir zeigen Ihnen, wie etablierte Firmen und Start-ups gleichermassen voneinander profitieren können.

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Start-ups überraschen immer wieder mit neuen, innovativen Geschäftsideen und gelten als Treiber der modernen Wirtschaft. Sie schaffen Bedürfnisse, wo vorher keine waren: Konnten Sie sich je vorstellen, Ihre Ferien in einer fremden Wohnung zu verbringen? Oder sich mit der halben Welt zu vernetzen? Die Start-ups AirBnB und Facebook machten dies möglich. Was aber macht die Start-ups so innovativ? Es sind vor allem ihre Kultur und die Arbeitsweise, die sich durch Engagement, Zusammenarbeit und Flexibilität auszeichnen.

Was können Unternehmen von Start-ups lernen?

Start-ups sind cool, locker, lässig. Ihre Produkte sind unterhaltsam und können einem den Alltag leichter machen. Doch Spass beiseite: Es ist vor allem die den Start-ups eigene Kultur im Umgang mit Fehlern, die etablierte Unternehmen sich von ihnen abschauen sollten. So wird in Start-ups oft die Trial and Error Methode angewandt: Scheitern ist erlaubt und wird nicht mit einer Niederlage gleichgesetzt. Das klingt merkwürdig? Ist es aber nicht, denn im Scheitern liegen Potenziale und Chancen: Wer scheitert, wird angespornt, eine bessere Lösung zu finden. Schliesslich weiss man erst nach dem Scheitern, was nicht funktioniert hat. Looping ist eine weitere Arbeitsmethode, auf die viele Start-ups setzen. Die Lösung im Team zu finden wird als Chance angesehen: Man tauscht sich aus, bringt Ideen zusammen und optimiert das Produkt so immer weiter.

Für dieses Mindset muss sich aber auch die Art des Denkens verändern. Start-ups suchen nicht konkret nach Ideen, sondern orientieren sich an den Problemen des Konsumenten. Sind diese gefunden, geht es darum, die Probleme zu priorisieren und nach Relevanz zu ordnen. Erst im zweiten Schritt geht es darum, Lösungen zu finden.

Wenn ein Unternehmen Innovation betreiben will, sollte es sich von alten, langen, verfahrenen Prozessen loslösen und üben, Scheitern als Potenzial zu sehen. Dass dies nicht gleich gelingt ist klar, deshalb macht es Sinn, dies zuerst in kleinen Pilotgruppen zu testen. Es braucht Energie, aber am Ende lohnt es sich, neue Wege auszuprobieren.

Was lernen Start-ups von Unternehmen?

Was klassische Wirtschaftsfaktoren betrifft, sind etablierte Unternehmen Start-ups gegenüber oftmals im Vorteil. Das Wissen und die Erfahrung in Bereichen wie Personalentwicklung oder Strategie liegt bei etablierten Firmen, die schon lange im Geschäft sind. Hier können sich Start-ups Hilfe holen zu Fragestellungen wie: Wie kann man sich langfristig im Markt behaupten? Wie stellt man sich strategisch sinnvoll auf? Wie wachse ich als Unternehmen in einem gesundem Masse?

Eine Symbiose – alle profitieren

Start-ups brauchen Unternehmen als Mentoren, Partner, Kunden oder Investoren. Und umgekehrt brauchen Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung eine gewisse Agilität und Innovationsfähigkeit, denn nur so können sie sich erfolgreich weiterentwickeln. Eine partnerschaftliche Beziehung mit permanentem Wissenstransfer kommt am Ende allen zugute – den etablierten Unternehmen, den Start-ups, der Gesamtwirtschaft und schliesslich auch dem Endkonsumenten. Aus diesem Grund arbeitet Swiss Life mit verschiedenen Initiativen und Start-ups zusammen. Hier einige Beispiele:

Impact Hub            
Eine gute Begenungsstätte für Start-ups und Unternehmen

IFJ Lab                
Inkubator, besonders spannend für Unternehmer

digitalswitzerland
Initiative für eine digitalisierte Schweiz

Swiss Fintech Innovations    
Initiative für digitale Innovationen im Finanzbereich

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