Internationale Steuerthemen – FATCA / AIA

Für schweizerische Finanzinstitute sind zwei internationale Regelwerke in Kraft, welche beide die Verhinderung von Steuerhinterziehung sowie die Schaffung von länderübergreifender, steuerrechtlicher Transparenz zum Ziel haben.

Es sind dies:

  • der Foreign Account Tax Compliance Act („FATCA”),
  • sowie der Standard für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten („AIA“).

Während das FATCA-Abkommen die Identifikation von US-Personen, welche sogenannte Konten bei schweizerischen Finanzinstituten halten bezweckt, hat der AIA zum Ziel Personen zu identifizieren, welche Konten bei schweizerischen Finanzinstituten halten, jedoch ihren steuerlichen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz haben.

Als „Konten“ erfasst werden dabei unter anderem auch rückkaufsfähige Kapitalversicherungen oder Rentenversicherungsverträge, während beispielsweise reine Todesfallrisikoversicherungen nicht als Konten zu behandeln sind.

Die Swiss Life AG („Swiss Life“) setzt diese Regelwerke im Rahmen der dafür vorgesehenen schweizerischen Gesetzgebung um.

Die Grundsätze des AIA wurden in einem Standard der OECD festgelegt. Mehr als 100 Staaten, darunter fast alle wichtigen Finanzzentren der Welt, haben sich zur Übernahme und Einführung dieses Standards verpflichtet. Das Schweizer AIA-Gesetz ist per 1.1.2017 in Kraft getreten.

Aufgrund der Teilnahme der Schweiz am AIA sind schweizerische Finanzinstitute verpflichtet, Informationen zu Konten derjenigen Kunden, welche eine steuerliche Ansässigkeit in einem Partnerstaat der Schweiz haben, jährlich an die Eidgenössische Steuerverwaltung („ESTV“) zu übermitteln. Partnerstaaten der Schweiz sind diejenigen Staaten, mit denen die Schweiz eine Vereinbarung zur Einführung des automatischen Informationsaustauschs unterzeichnet hat. Eine aktuelle Übersicht über die Partnerstaaten der Schweiz finden Sie unter https://www.sif.admin.ch/sif/de/home/themen/internationale-steuerpolitik/automatischer-informationsaustausch.html. Die Liste der Partnerstaaten der Schweiz umfasst derzeit rund 60 Länder, darunter auch sämtliche Mitgliedstaaten der EU.

Swiss Life ist ein meldendes Finanzinstitut im Sinne des AIA. Daten werden erstmals ab Mitte 2018 durch Swiss Life an die ESTV gemeldet werden. Die Meldung Mitte 2018 bezieht sich auf Daten des Jahres 2017.

Ausgetauscht werden beispielsweise Informationen zu Kunden wie Name, Adresse, Geburtsdatum und die ausländische Steueridentifikationsnummer. Zudem werden insbesondere auch Informationen zu Kundenguthaben oder während der Rapportierungsperiode erfolgten Auszahlungen an die ESTV übermittelt.

Die ESTV leitet diese Daten daraufhin an die jeweiligen Partnerstaaten weiter, in welchen der Kunde seinen steuerlichen Wohnsitz hat. Mit Staaten, welche keine Partnerstaaten der Schweiz sind, werden keine Daten ausgetauscht.

Bei Personen, die ihren steuerlichen Wohnsitz ausschliesslich in der Schweiz haben, erfolgt durch Swiss Life keine AIA-basierte Weiterleitung von Informationen an die ESTV.

Weiterführende Informationen zum automatischen Informationsaustausch finden sich auf der Webpage des Staatssekretariats für Internationale Finanzfragen („SIF“) unter https://www.sif.admin.ch

Bereits länger in Kraft ist das FATCA-Abkommen. Dieses Abkommen verpflichtet Finanzinstitute ausserhalb der USA, den US-Steuerbehörden Informationen über Konten von in den USA steuerpflichtigen Personen, sogenannten US-Personen, weiterzugeben.

Swiss Life ist ein teilnehmendes Finanzinstitut im Sinne von FATCA. Die Swiss Life AG ist unter der GIIN YFGBH8.00000.LE.756 bei der US Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) registriert.

Aufgrund eines Staatsvertrags zwischen der Schweiz und den USA ist Swiss Life verpflichtet, vertragsbezogene Informationen zu US-Personen an die US Steuerbehörde IRS zu übermitteln, auch wenn diese Personen ausschliesslich in der Schweiz wohnhaft sind.

Weitere Informationen zu FATCA finden sich auf der Webpage des Staatssekretariats für Internationale Finanzfragen („SIF“) unter https://www.sif.admin.ch.

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