Pensionierung

Spätestens ab 50 ist der richtige Zeitpunkt, sich vertieft mit Ihrer Pensionierung zu befassen. Denn in den nächsten rund 15 Jahren können Sie noch viel bewirken, um Ihr späteres Leben wunschgemäss zu geniessen.

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Der Zeitpunkt – zwischen früher und später

Ab wann leisten Sie sich den Ruhestand? Die ordentliche Pensionierung liegt heute bei 65 für Männer und 64 für Frauen. Planen Sie den Schritt frühzeitig.

Vorbezug der AHV-Rente

Sie können Ihre AHV-Rente bis zu zwei Jahre früher beziehen und bis zu fünf Jahren aufschieben. Ein früherer Bezug der AHV-Rente führt zu lebenslangen Kürzungen, ein Aufschub der Pensionierung zu einer lebenslangen Erhöhung der Rente. Die AHV-Beitragspflicht bleibt übrigens während der ganzen Aufschubzeit bestehen.


Vorbezug der Pensionskassengelder

Die Altersleistungen aus der 2. Säule (Pensionskasse) erhalten Sie frühestens mit 58 und spätestens bis 70. Bei einer vorzeitigen Pensionierung fällt die Rente deutlich geringer aus, weil Beitragsjahre fehlen und der Umwandlungssatz aufgrund der längeren Bezugsdauer tiefer ist.

Bei der vorzeitigen Pensionierung entsteht dadurch eine Einkommenslücke.

Vorsorgelücke schliessen – und Steuern sparen

Vielleicht können Sie mit den reduzierten Leistungen den gewünschten Lebensstandard im Alter nicht aufrechterhalten. Dann müssen Sie geeignete Massnahmen zur Deckung der Finanzierungslücke planen. Je früher, desto besser.

In Ihrem Vorsorgeausweis sehen Sie, ob Sie das maximal mögliche Altersguthaben bereits erreicht haben. Wenn nicht, können Sie freiwillig Beiträge in die 2. Säule einzahlen. Steuertechnisch ist dies sinnvoll, da Sie Einkäufe in die 2. Säule vom steuerbaren Einkommen abziehen können. So lässt sich auch eine Erbschaft oder Bonuszahlung steuergünstig anlegen.

Neben der 2. Säule können Sie mit der 3. Säule Vorsorgelücken schliessen. Mehr dazu im Aufklapp-Thema „Sparen mit 3. Säule“.

Checklist: So gehen Sie vor

  • Frühestmöglichen Zeitpunkt im Pensionskassenreglement nachsehen.
  • Leistungskürzungen bei der 1. und 2. Säule berechnen lassen.
  • Überbrückungsmöglichkeiten abklären.
  • Zusätzlichen Sparbedarf berechnen, um fixe und variable Kosten zu decken.
  • Bei der Pensionskasse abklären, bis wann Sie die vorzeitige Pensionierung und die Option Kapitalbezug (statt Rente) anmelden müssen (teils Jahre im Voraus). Für die Anmeldung verwenden Sie das Formular «Austrittsmeldung». Das Formular erhalten Sie bei Ihrer Pensionskasse oder Personalabteilung (auch als Download).

Ab 58 Jahren ist die Pensionierung auch in Teilschritten möglich. Die meisten Pensionskassen unterstützen das und bieten flexible Pensionierungsmodelle an. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihren Beschäftigungsumfang massgeblich reduzieren. Arbeiten Sie zum Beispiel nur noch 50%, beziehen Sie 50% der Altersleistungen. Bei den meisten Pensionskassen können Sie mit jedem Reduktionsschritt zwischen Kapital oder Rente wählen.

Checklist: Darauf sollten Sie achten

  • Setzen Sie sich für die Teilpensionierung mit Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Pensionskasse in Verbindung.
  • Aus steuerlichen Gründen sollten Sie Ihr Arbeitspensum nicht mehr als zweimal reduzieren.

Männer werden mit 65 und Frauen mit 64 ordentlich pensioniert. Die berufliche Vorsorge bzw. die 2. Säule garantiert Ihnen eine sichere Rente im Alter. Hinzu kommt der Schutz im Fall von Invalidität und Tod. Aber: Die 1. und 2. Säule sichern Ihnen nur ein Einkommen von rund 60% Ihres letzten Lohns. Je nach Lebenssituation kann es damit schwierig sein, den gewohnten Lebensstandard in angemessener Weise weiterführen zu können.

Checklist: Darauf sollten Sie achten

  • Beim Bezug der Altersleistungen wählen Sie zwischen einer einmaligen Kapitalauszahlung und einer regelmässigen, lebenslangen Rente. Es ist auch eine Kombination von beidem möglich.
  • Vor Ihrer Pensionierung können Sie mit freiwilligen Einzahlungen in die 2. und 3. Säule allfällige Finanzierungslücken schliessen – und dabei Steuern sparen.

Immer mehr arbeiten nach dem ordentlichen Rentenalter von 65 bzw. 64 weiter. In diesem Fall können Sie den Bezug Ihrer Altersleistungen aufschieben (sofern das Ihre Pensionskasse anbietet). Die Altersleistung wird damit erst am Ende des Arbeitsverhältnisses fällig, spätestens jedoch mit 70. Je länger dieser Aufschub dauert, desto höher sind danach die Renten der 1. und 2. Säule. Bei der Auszahlung wird das Pensionskassenguthaben mit einem höheren Umwandlungssatz multipliziert.

Checklist: Darauf sollten Sie achten

  • Setzen Sie sich für die aufgeschobene Pensionierung mit Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Pensionskasse in Verbindung.
  • Wer über das ordentliche Rentenalter hinaus erwerbstätig ist, bleibt ebenfalls beitragspflichtig.
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