2. Säule: BVG und berufliche Vorsorge

Die berufliche Vorsorge ist seit 1985 die 2. Säule des Schweizer Sozialsystems BVG. Als sogenannte Pensionskasse soll sie dazu beitragen, auch nach der Pensionierung den bisherigen Lebensstandard möglichst weitgehend aufrechtzuerhalten

Wieso ist eine berufliche Vorsorge wichtig?

Unter beruflicher Vorsorge versteht man betriebliche Pensionskassen. Das ist die 2. Säule des Sozialsystems in der Schweiz. Sie wird im Bundesgesetz über berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt. Obligatorisch Versicherte sind alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmer ab dem vollendeten 17. Altersjahr bis zum gesetzlichen Rentenalter. Freiwillig können sich auch Selbständige versichern. Die Leistungen der 2. Säule sollen zusammen mit der AHV bis zu 75 Prozent des letzten Lohnes absichern, allerdings nur bis zu einem Jahreslohn von aktuell 85'000 Franken. Die betriebliche Altersvorsorge wird laut BVG im Kapitaldeckungsverfahren finanziert, jeder spart und bezahlt direkt für seine eigene Leistung, wobei der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernimmt.

BVG – Was bietet mir Swiss Life im Rahmen einer beruflichen Vorsorge?

Es gibt eine Vielzahl von Pensionskassen, die das angesparte Kapital gewinnbringend anlegen müssen, um es zu einem gesetzlich festgelegten Umwandlungssatz in eine jährliche Altersrente oder in Invalidenvorsorge zu verwandeln. Da die BVG-Vorsorge obligatorisch ist, verfügen alle Schweizer Arbeitgeber über eine eigene Pensionskasse. Oder sind einer Branchen-Versicherung über eine Personalvorsorgestiftung angeschlossen, in die der Arbeitnehmer bei Eintritt in ein Angestelltenverhältnis aufgenommen wird. Der maximal versicherte Lohn beträgt, auch im Fall von Invalidität oder bei Tod, allerdings nach BVG rund 85'000 Franken im Jahr. Das entspricht etwa dem statistischen Durchschnittslohn in der Schweiz. Wer mehr verdient oder selbständig ist, sollte sich im Rahmen seiner betrieblichen Altersvorsorge darüber informieren, wie er sich zusätzlich oder vollständig selbst absichern kann. Zudem haben viele Pensionskassen im aktuellen Zinsumfeld, dem festgelegten Umwandlungssatz und angesichts der älter werdenden Bevölkerung Mühe, genügend Ertrag zu erwirtschaften. Aus all diesen Gründen ist es ratsam, sich über die Angebote der Swiss Life im Gespräch mit einem kompetenten Berater zu informieren.

Betriebliche Vorsorge – Was muss ich als Arbeitnehmer wissen?

Jeder AHV-pflichtige Arbeitnehmer in der Schweiz ist ab einem Jahreseinkommen von 21'500 Franken obligatorisch in der Pensionskasse seines Arbeitgebers versichert. Dabei bezahlt der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge. Das Freizügigkeitsgesetz garantiert seit 1995, dass die Versicherten bei einem Stellenwechsel und dem damit verbundenen Übertritt in andere Pensionskassen keinen Verlust erleidet. Unter Umständen ist das Vorsorgekapital bereits vor der Pensionierung verfügbar: Mit einem Vorbezug oder einer Verpfändung kann selbstgenutztes Wohneigentum mitfinanziert werden. Der Versicherte kann sich auch entscheiden, sich die Leistungen aus dem BVG-Obligatorium nicht als Rente, sondern als Kapital auszahlen zu lassen. Dafür muss er sich spätestens ein Jahr vor der Pensionierung für diese Option entscheiden. Eine frühzeitige Pensionierung reduziert grundsätzlich die Altersleistungen. Bei Arbeitslosigkeit sind während des Bezugs von Taggeldern die Risiken Invalidität und Tod weiter versichert, es können aber Deckungslücken in der Altersversorgung entstehen. Um das zu verhindern, können freiwillige BVG-Altersgutschriften in die Pensionskassen einbezahlt werden. Swiss Life berät Sie gerne.

Zusammenfassung:

  • Jeder AHV-pflichtige Arbeitnehmer ist ab einem Mindesteinkommen obligatorisch in der Pensionskasse versichert
  • Der Arbeitgeber zahlt mindestens die Hälfte der Beiträge
  • Es herrscht Freizügigkeit, bei Stellenwechsel entstehen keine Verluste
  • Frühzeitige Pensionierung und Kapitalauszahlung sind möglich
  • Invalidität ist ebenfalls versichert

 

Betriebliche Vorsorge – Was muss ich als Arbeitgeber wissen?

Arbeitgeber sind obligatorisch den Sozialversicherungen angeschlossen. Dazu gehören AHV/ALV/IV/EO, Familienausgleichskasse (FAK), die obligatorische Berufsunfallversicherung (UVG) und die Pensionskasse (BVG). Der Arbeitgeber kann, im Gegensatz zu seinen Angestellten, die Versicherung frei wählen und auch wechseln, mit der er die betriebliche Vorsorge sicherstellt. Da der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung leisten muss, ist es in seinem ureigenen Interesse, eine möglichst gute, stabile und konstante Erträge erwirtschaftende Pensionskasse zu wählen, um die Vorsorge sicherzustellen. Synergien lassen sich auch durch die Bündelung von weiteren Versicherungen wie Betriebshaftpflicht, Sachversicherungen oder freiwilligen Versicherungen wie Krankentaggeld (KTG) schaffen. Zudem ist der Arbeitgeber verantwortlich für das Funktionieren seiner Vorsorgestiftung, die Gewähr für die korrekte Abwicklung aller Ansprüche im Rahmen der Sozialversicherung bieten muss. Oftmals wird aus Gewohnheit an einer existierenden Pensionskasse festgehalten, selbst wenn deren Leistungen Fragen aufwerfen. Dabei sind die Zahlungen für Beiträge, Altersgutschriften und die administrative Verwaltung einer betrieblichen Vorsorge bedeutend. Hier kann ein klärendes Gespräch mit einem kompetenten Berater der Swiss Life nicht nur Qualitätsverbesserungen bewirken, sondern auch deutliche Einsparungen über alle Versicherungsdienstleistungen hinweg.

Zusammenfassung:                                            

  • Arbeitgeber sind obligatorisch der AHV/ALV/EO, der Familienausgleichskasse, der Berufsunfallversicherung und der Pensionskasse angeschlossen.
  • Arbeitgeber können die Pensionskasse frei wählen
  • Dabei können sie verschiedene Versicherungen bündeln
  • Die entstehenden administrativen Kosten sind bedeutend; Beratung hilft bei Einsparungen

 

Leistungen der 2. Säule

Die berufliche Vorsorge BVG versichert Risiken im Alter, bei Invalidität und im Todesfall.

Ereignis

Art der Leistung

Voraussetzung

Pensionierung (Alter)

100% Altersrente

6,8% des verzinsten Altersguthabens per ordentlichem Pensionierungsalter (Männer mit 65, Frauen mit 64).

 

20% Pensionierten-Kinderrente

Für jedes Kind eines Rentners (bis 18 Jahre; oder bis 25 Jahre, falls in Ausbildung oder zu mindestens zwei Dritteln invalid)

Invalidität

100% Invalidenrente

6,8% des BVG-Altersguthaben, das die versicherte Person bis zum Beginn des Anspruchs samt Zinsen erworben hat. Plus die Summe der BVG-Altersgutschriften für die bis zum Pensionierungsalter fehlenden Jahre, ohne Zins.

 

20% Invaliden-Kinderrente

Für jedes Kind (bis 18 Jahre; oder bis 25 Jahre, falls in Ausbildung oder zu mindestens zwei Dritteln invalid)

Todesfall

60% Witwen-/Witwerrente

60% der vollen Invaliden-/Altersrente. Anspruch besteht, wenn Witwe oder Witwer für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss oder das 45. Altersjahr zurückgelegt ist und die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat. Andernfalls erfolgt eine einmalige Abfindung in einer Höhe von 3 Jahresrenten. Die geschiedene Person ist der Witwe/dem Witwer gleichgestellt, wenn die verstorbene Person zu Unterhaltsbeiträgen verpflichtet war und die Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat.

 

20% Waisenrente

20% der vollen Invaliden-/Altersrente für jedes Kind der verstorbenen Person (bis 18 Jahre; oder bis 25 Jahre, falls in Ausbildung oder zu mindestens zwei Dritteln invalid)