Vorsorge – einfach erklärt

Verstehen Sie die Vorsorge noch besser. Was immer Sie zu wichtigen Stichworten wissen wollen, unsere Videos, Texte und Grafiken erklären Ihnen alles.

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Ihr Vorsorgeausweis ist online

Swiss Life ist bestrebt, die persönliche Vorsorge zugänglicher zu machen. Die Vorsorgedaten der beruflichen Vorsorge stellen wir den Versicherten deshalb nicht mehr in Papierform zu, sondern machen die Daten über das Finanz- und Vorsorgeportal Swiss Life myWorld verfügbar.

Auf dem Finanz- und Vorsorgeportal myWorld erhalten Sie nicht nur den Überblick über Ihre finanzielle Zukunft, sondern können diese dank zahlreicher Rechner, Tools und Funktionen jederzeit überprüfen und optimieren.
Swiss Life myWorld ist kostenlos und kann von Kunden und Nichtkunden genützt werden.

Alle Vorteile von Swiss Life myWorld auf einen Blick:

Der Vorsorgeausweis gibt detaillierte Auskunft über die persönliche Vorsorgesituation. Damit ist der Ausweis Ausgangslage für praktisch alle Entscheidungen in der Vorsorge.

Sie können hier einen Muster-Vorsorgeausweis von Swiss Life herunterladen. Die nummerierte Themenübersicht weiter unten auf dieser Seite bezieht sich auf die Abschnitte im Muster. Damit wird der Ausweis Punkt für Punkt erklärt. Dieselben Erklärungen finden Sie auch im Merkblatt, das Sie hier herunterladen können.

1. Allgemeine Angaben

Hier sind die Angaben über den Vertrag und Ihre Person aufgeführt. Der gemeldete Jahreslohn entspricht in der Regel dem AHV-Jahreslohn (Bruttolohn).

Der Jahreslohn abzüglich Koordinationsabzug ergibt den versicherten Lohn. Der Koordinationsabzug dient der Abstimmung mit der ersten Säule (Eidgenössische Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV).

 

2. Altersguthaben

Ihr vorhandenes Altersguthaben wird taggenau berechnet und ist auf das Ausstelldatum gültig. Enthalten sind die jährlichen Sparbeiträge, an uns übertragene Freizügigkeitsleistungen, Zinsen sowie Einkäufe von Beitragsjahren und allfällige weitere Zuwendungen (z.B. Überschüsse).

Beenden Sie Ihr Arbeitsverhältnis, steht Ihnen dieser Freizügigkeitsanspruch zu. Der Betrag wird der Vorsorgeeinrichtung Ihres neuen Arbeitgebers weitergeleitet. Die Möglichkeiten für den Fall, dass Sie keine neue Arbeitsstelle antreten, finden Sie auf dem Informationsblatt «Austritt» unter dem Link auf Ihrem Vorsorgeausweis. (Siehe Nr. 10)

Die meisten Arbeitstätigen verfügen über ein Potenzial für Einkäufe in die zweite Säule. Einkäufe von fehlenden Beitragsjahren erhöhen das vorhandene Altersguthaben und die Freizügigkeitsleistung. Sie erreichen damit höhere oder gar die maximalen Vorsorgeleistungen. Die Überweisungen (aus dem privaten Vermögen) können Sie im Kalenderjahr vom steuerbaren Einkommen abziehen. Der Einkauf ist jederzeit möglich, spätestens jedoch einen Monat vor Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen.

Für die Verzinsung Ihres Vorsorgegeldes gelten die auf Ihrem Vorsorgeausweis aufgeführten Zinssätze. Die Zinssätze für das Obligatorium werden jährlich durch den Bundesrat festgelegt, die Verzinsung des überobligatorischen Guthabens wird je nach Stiftung vom Stiftungsrat, der Verwaltungskommission bzw. von Swiss Life bestimmt.

 

3. Leistungen im Alter

Bei Ihrer Pensionierung haben Sie in der Regel die Wahl zwischen einer lebenslänglichen Altersrente und einer einmaligen Kapitalauszahlung.

In der Übersicht sehen Sie das voraussichtliche Alterskapital bzw. die voraussichtliche Rente zum Zeitpunkt der ordentlichen und frühzeitigen Pensionierung. Das voraussichtliche Kapital ist mit den uns heute bekannten Angaben (vorhandenes Altersguthaben, versicherter Lohn, jährliche Altersgutschriften, Versicherungsdauer bis zur Pensionierung und Projektionszins) hochgerechnet. Der für die Hochrechnung verwendete Projektionszins orientiert sich an der effektiven Verzinsung des Vorsorgeguthabens in den letzten Jahren und ist ebenfalls auf dem Ausweis vermerkt. Das Guthaben (Kapital) bildet die Basis für die Umrechnung in die Altersrente.

Die Altersrente erhalten Sie nach der Pensionierung lebenslänglich. Massgebend für die Höhe der Rente
ist der Umwandlungssatz. Aus der Multiplikation von Umwandlungssatz und Kapital ergibt sich die Rente. Bei einer vorzeitigen Aufgabe der Erwerbstätigkeit reduziert sich der Umwandlungssatz und damit die Rente.

Zusätzlich zur Altersrente erhalten Sie nach Ihrer Pensionierung für jedes Kind mindestens bis zum 18. Altersjahr (bei Ausbildung bis zum 25. Altersjahr) die Pensionierten­Kinderrente, sofern diese Leistung im Vorsorgeplan vorgesehen ist. Ausserdem sind Hinterlassenenleistungen für Ehegatten/Lebenspartner und Kinder vorgesehen.

 

4. Finanzierung vorzeitige Pensionierung

Falls Sie sich für eine vorzeitige Pensionierung entscheiden, sehen Sie hier die maximale Einkaufssumme für eine vorzeitige Pensionierung. Durch die Einlage dieses Betrags können Sie sicherstellen, dass Sie auch bei einer vorzeitigen Pensionierung die volle Rente erhalten. Bitte beachten Sie, dass diese Informationen erst erscheinen, wenn Sie Ihr übriges Einkaufspotenzial in die zweite Säule bereits voll ausgeschöpft haben. (siehe Punkt 2)

 

5. Leistungen bei Invalidität

Die volle jährliche Invalidenrente erhalten Sie, wenn Sie gemäss der eidgenössischen Invalidenversicherung mindestens zu 70% invalid sind und die Wartefrist abgelaufen ist.

Bei Teilinvalidität wird die Höhe der Invaliditätsleistungen unter Berücksichtigung des Invaliditätsgrads gemäss Vorsorgereglement ausgerichtet. Swiss Life erbringt bei Erwerbsunfähigkeit Leistungen bereits ab einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25%.

Für jedes Kind erhalten Sie mindestens bis zum
18. Altersjahr (bei Ausbildung bis zum 25. Altersjahr) eine Invaliden­Kinderrente, sofern diese Leistung im Vorsorgeplan vorgesehen ist.

Die Beitragsbefreiung bedeutet, dass Sie und Ihr Arbeitgeber bei voller Invalidität und nach Ablauf der Wartefrist keine Beiträge mehr zahlen müssen. Ihre versicherten Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen bestehen weiterhin in gleicher Höhe.

 

6. Leistungen bei Tod vor der Pensionierung

Anstelle der Ehegatten­ bzw. Partnerrente kann Ihr Ehepartner, Lebenspartner bzw. eingetragener Partner die Auszahlung eines einmaligen Kapitalbetrags verlangen.

Bei Swiss Life erhalten Konkubinatspartner und gleichgeschlechtliche Lebenspartner im Todesfall eine Partnerrente. Dies zu gleichen Bedingungen wie verheiratete Paare, sofern die Lebensgemeinschaft mindestens die letzten fünf Jahre vor dem Tod der versicherten Person bestanden hat oder wenn gemeinsame Kinder zu versorgen sind. Für die Partnerrente sind die Bestimmungen des zum Zeitpunkt des Todes gültigen Vorsorgereglements massgebend.

Jedes anspruchsberechtigte Kind erhält mindestens bis zum 18. Altersjahr (bei Ausbildung bis zum 25. Altersjahr) eine Waisenrente, sofern diese Leistung im Vorsorgeplan vorgesehen ist.

 

7. Finanzierung

Der Beitragsanteil für die Altersleistungen (Sparbeitrag) wirkt sich direkt auf das Altersguthaben aus. Die Beiträge für die Risikoleistungen werden zur Deckung der Todesfall- und Invaliditätsleistungen eingesetzt.

Mit dem Jahresbeitrag finanzieren Sie zusammen mit Ihrem Arbeitgeber die versicherten Leistungen. Von Ihrem Bruttolohn zieht Ihr Arbeitgeber den monatlichen Personalbeitrag ab. Die Differenz zum Total des monatlichen Beitrags übernimmt Ihr Arbeitgeber.

 

8. Allgemeine Informationen

Der maximal mögliche Vorbezug für Wohneigentum entspricht bis zum Alter 50 dem jeweiligen Freizügigkeitsanspruch. Danach kann entweder die Hälfte des aktuellen Freizügigkeitsanspruchs oder der Freizügigkeitsanspruch im Alter 50 bezogen werden, je nachdem welcher Betrag höher ist.

Vor einem Einkauf fehlender Beitragsjahre oder der Finanzierung der vorzeitigen Pensionierung müssen die Vorbezüge für Wohneigentum vollständig zurückbezahlt sein. Die übertragene Freizügigkeitsleistung aus einer Scheidung oder Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft kann ohne Einschränkung jederzeit wieder in die Pensionskasse eingebracht werden.

 

9. Verwaltungskommission

Die Mitglieder der Verwaltungskommission übernehmen die Durchführung der Personalvorsorge, die Umsetzung des Vorsorgereglements und informieren Sie entsprechend den Bestimmungen des Vorsorgereglements. Wenn keine Verwaltungskommission bestimmt ist, werden alle Arbeitnehmenden als Arbeitnehmervertretende betrachtet.

 

10. Bemerkungen

Weitere Informationen, insbesondere das Vorsorgereglement und die aktuell gültigen Konditionen, finden Sie unter dem angegebenen Link. Ihre Fragen zur Vorsorge können Sie auch direkt mit Ihrem Kundenbetreuer besprechen, er wird Sie gerne beraten.