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Das Leben immer wieder neu ausmalen

Ruth Schaffhauser steht mit 63 Jahren kurz vor der Pensionierung. Ans Ausruhen denkt sie jedoch nicht. Sie hat nach dem Tod ihres Mannes mit Mitte 50 die Acryl-Malerei für sich entdeckt und zeigt, wie eine Passion nach einem Schicksalsschlag wieder ins Leben zurückhelfen kann.

Nach dem frühen Tod ihres Mannes war Ruth Schaffhauser erst einmal blockiert – dank der Malerei hat sie aber wieder ins Leben zurück gefunden. Ruth besuchte mit Mitte 50 schon die ersten Kurse in Acryl-Malerei. Obwohl sie immer schon kreativ war, hätte sie nicht erwartet, dass sie nach dem Tod ihres Mannes so eine Leidenschaft für die Malerei entwickeln würde. Im Malen konnte sie sich entspannen und schliesslich den Mut finden, nochmals etwas Neues mit ihrem Leben zu anzufangen.

Altersgerechtes Wohneigentum für ein selbstbestimmtes Leben

Ruth beschloss, die 4,5-Zimmer-Mietwohnung, in der sie 37 Jahre mit ihrem Mann gelebt hatte, zugunsten einer Familie mit Kindern aufzugeben. Sie hat sich entschieden, in eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung zu ziehen. Bei der Wahl der Wohnung spielte es für Ruth eine grosse Rolle, sich dort auch im Alter noch wohlzufühlen. Die Wohnung ist ebenerdig, hat einen Lift und eine Badewanne mit bequemen Ausstieg, die sie selbst entworfen hat. Als grosses Glück empfindet Ruth die Erreichbarkeit ihres Ateliers: In wenigen Minuten ist sie da, denn sie konnte es in der gleichen Überbauung beziehen. Der grosszügige, helle Raum bietet ihr perfekte Bedingungen, um ihre Bilder zu malen.

Vorsorge mit Blick in die Zukunft

Ruth ist in Luzern aufgewachsen und hat eine KV-Lehre als Verkäuferin absolviert. Heute arbeitet sie teilzeit im Migros Fitness National im Service. Dort mixt Ruth proteinreiche Shakes für Sportler und kann im Fitness selbst etwas für ihre Gesundheit tun. Dieser Arbeit möchte sie auch nach ihrer Pensionierung noch nachgehen, allerdings nur noch im Stundenlohn. Durch den Abschluss von Lebensversicherungen für ihre beiden Kinder, ihren Mann und sich selbst hat Ruth sich schon früh mit dem Thema Vorsorge beschäftigt. Im Jahr 2008 ist die Säule 3b dazu gekommen. So hat sie bis ins hohe Alter einen monatlichen Zustupf.
Ruth freut sich auf ihre Pensionierung im nächsten Jahr. Neben dem kleineren Pensum bei ihrem Arbeitgeber möchte sie die schönen Dinge im Leben dann noch mehr geniessen: Die Zeit mit den Enkelkindern, das Zusammensein mit ihrem Freund und natürlich die Malerei.

Der Traum, das Hobby zum Beruf zu machen, hat kein Alter

Mit der Malerei hat Ruth Pläne für die Zukunft. Ihr Traum ist es, eines Tages selber Malkurse zu geben. Zurzeit stellt Ruth ihre Bilder regelmässig in Cafés und in Altersheimen aus. Bei ihrer ersten Ausstellung hat sie auf Anhieb elf ihrer Bilder verkauft. Der Verkauf der Bilder gibt Ruth den Mut, auf dem richtigen Weg zu sein. Den Erlös investiert Ruth in Malferien, wo sie sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Mit ihren Enkelkindern, die einmal in der Woche zu besuch kommen, malt Ruth auch gerne. Sie sammelt die Werke der Kleinen und integriert sie in ihre eigenen Bilder. Wer weiss – vielleicht werden ihre Enkel ja ihre ersten Teilnehmer im Malkurs sein.

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