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WG-Leben: ja oder nein?

Wir geben Tipps für ein harmonisches Zusammenleben.

Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist beliebt, besonders bei jungen Leuten und Studenten. Aber auch Senioren-WGs sind auf dem Vormarsch. Manch Einer hat sich das  Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft aber schöner vorgestellt, als es im Alltag wirklich ist – denn es bietet auch Konfliktpotential. Wie man diesem aus dem Weg gehen kann, erfahren Sie im Folgenden.

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Was sind die Vorteile?

  • Die Finanzen: Ein WG-Zimmer ist oft günstiger als eine eigene Wohnung. Zudem lassen sich Kosten für Internet, Telefon, Strom etc. durch die Anzahl der WG-Mitglieder teilen.
  • Soziale Kontakte: In einer Wohngemeinschaft ist man selten allein, es ist jemand da, mit dem man diskutieren, essen oder etwas unternehmen kann. Vor allem in einer fremden Stadt ist es von Vorteil, in einer WG zu leben.
  • Effizienz: Man kann zusammen kochen oder sich mit den Mitbewohnern zusammenschliessen. Lebensmittel können in Familienpackungen gekauft und so Geld gespart werden. Auch fürs regelmässige Putzen findet sich eine Aufteilung.


Was sind die Nachteile?

  • Unruhe: Das Leben in einer WG kann echt stressig sein, wenn viele Leute ein und ausgehen oder sich nicht alle an die Regeln halten.
  • Sauberkeit: Das Putzen kann gleichzeitig auch ein Nachteil sein, weil es da grosses Konfliktpotential gibt. Jeder hat seine eigene Vorstellung von Sauberkeit.
  • Privatsphäre: Auch hier gilt: Der Vorteil kann zum Nachteil werden. In einer Wohngemeinschaft ist man selten allein, die Privatsphäre beschränkt sich also auf das eigene Zimmer.


Hier einige Tipps, die das Zusammenleben erleichtern:

1. Mietvertrag unterschreiben

Für WGs gibt es zwei Varianten, einen Mietvertrag abzuschliessen: Entweder unterschreiben alle Mieter gleichberechtigt und haften somit auch solidarisch oder jemand unterschreibt den Mietvertrag als Hauptmieter und alle anderen Bewohner sind Untermieter. Letzteres eignet sich vor allem für Wohngemeinschaften, in denen die Mitbewohner öfters wechseln. Mehr zu Untermietverträgen finden Sie hier.

2. Regeln definieren

In jeder WG braucht es Regeln. Es ist wichtig, einen Putzplan zu erstellen und Aufgaben klar zu verteilen. Apps wie Flatastic können dabei helfen, den Alltag zu planen. Wer keine Diskussionen zum Thema Putzen führen will, stellt eine Putzfrau für alle allgemeinen Räume an, für die privaten Gemächer ist jeder selber zuständig. Nicht vergessen: Dann benötigt die Putzhilfe sowohl AHV-Beiträge wie auch eine Berufsunfallversicherung.

3. Rücksicht nehmen

Grundsätzlich gilt: Aufeinander Rücksicht nehmen. Wenn etwas nicht passt oder stört, direkt ansprechen und nicht warten, bis der Konflikt eskaliert. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch, bei dem alle WG-Bewohner zusammensitzen und eine Lösung suchen.

4. Zeit zusammen verbringen

In einer WG sollte man auch Zeit miteinander verbringen. Schätzen Sie es, gemeinsam zu kochen, gute Gespräche zu führen oder auch mal etwas zu unternehmen. Wenn es Ihnen zu viel wird, können Sie sich jederzeit in Ihr Zimmer zurückziehen.

5. WG auflösen

Sie finden trotz viele Gesprächen und Tipps von aussen keine Lösung?  Wenn es nicht geht, dann geht es nicht – manchmal sollte man abwägen, ob es nicht besser ist, auszuziehen.