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Zeig mir, wie Du wohnst und ich sag Dir, wer Du bist!

Im Rahmen des Designers' Saturday konzipierte der Designer Benjamin Moser zum Thema «Ageing Society 2.0» eine einzigartige Ausstellung: Er gestaltete vier Wohnzimmer der verschiedenen Alterstypen, welche zu Beginn dieses Jahres von Swiss Life in Zusammenarbeit mit dem Gottlieb Duttweiler Institut in der Studie «Digital Ageing» definiert wurden.

Ins Leben gerufen hat die Ausstellung der Design Preis Schweiz, dessen Kurator Michel Hueter mit vor Ort im alten Industriegebäude in Langenthal war. “Es ist der umfassendste Wettbewerb des Landes”, so Hueter, “wir setzen uns für eine sinnvolle und bewusste Produktkultur ein.” Dass im Designdenken noch viel Gestaltungsfreiraum besteht, realisiert der Besucher beim näheren Betrachten: Neben den Wohnzimmern der vier verschiedenen Alterstypen finden sich Produkte für Menschen, denen nicht mehr alles so leicht von der Hand geht. Eine Salatschleuder etwa, die mit einem Hebel funktioniert oder eine Pfeffermühle, deren Drehbewegung ebenfalls durch einen leichter zu bedienenden Hebel ersetzt wurde. Diese Produkte sind in den Geschäften noch selten anzutreffen. “Wir möchten Barrierefreiheit für ältere Leute in der Gesellschaft schaffen und gleichzeitig Produkte gestalten, die toll aussehen und man gerne benutzt”, so Benjamin Moser im Interview. Zusammen mit Debora Biffi verfolgt er in der Senior Design Factory das Ziel, alte und junge Menschen als gleichwertige Partner zusammen zu bringen und durch kreative Projekte den Austausch zwischen den Generationen zu fördern. Die Ausstellungin Langenthal soll dabei sensibilisieren, aber nicht ohne Augenzwinkern: Zu gewinnen gab es beim Dreh am “Zukunftsrad” – eine Spielerei, wo der Alterstyp des Besuchers per Zufallsprinzip evaluiert wird – einen Rollator.

Umdenken für die Gesellschaft
Egal ob wir es planen oder uns mit Händen und Füssen dagegen wehren und unserer Jugendlichkeit treu bleiben: Älter werden tun wir alle. Doch welche Bedeutung hat es für unsere Gesellschaft, dass wir immer länger leben? In seinem Vortrag erklärte Gastredner Prof. Dr. Höpflinger: “Wir haben heute viele hyperaktive Rentner mit Sepp Blatter Syndrom. Sie sind ständig unterwegs, haben Ansprüche und können sich nicht vorstellen, den Alltag nur noch ruhig anzugehen”. Das ist eine ganz neue Herausforderung für unsere Gesellschaft und erfordert ein Umdenken.

Weiterentwicklung und Unabhängigkeit im Alter gewinnen an Bedeutung
Die Studie «Digital Ageing» von Swiss Life zeigt weiter deutlich: Die meisten Menschen setzen sich wenig mit dem Älterwerden auseinander. Ab einem gewissen Alter haben die Schweizer aber dann doch eine ziemlich traditionelle Vorstellung, was sie sich später einmal wünschen: Gesundheit, Zufriedenheit und finanzielle Unabhängigkeit stehen dabei ganz oben. Das Gute ist, unser Zeitalter eröffnet den Menschen durch den Fortschritt in Medizin und Technologie die Chancen zu mehr Selbstverantwortung und mentaler Flexibilität.

Swiss Life steht seit 150 Jahren für umfassende Vorsorge und sieht sich in der Verantwortung, eine breite Diskussion zur steigenden Lebenserwartung zu lancieren. Im gesellschaftlichen Wandel bieten wir Lösungen für ein selbstbestimmtes, langes Leben der Schweizer Bevölkerung und unterstützen Menschen mit Beratung und einer Auswahl an individuellen Vorsorgemöglichkeiten.