Wer sein Haus umbauen will, sollte dabei auch die Möglichkeit einer Einliegerwohnung in Betracht ziehen. Die Möglichkeiten und Vorteile sind beachtlich.

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«Als Einliegerwohnung wird eine zusätzliche Wohnung in einem Eigenheim bezeichnet, die gegenüber der Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist.» So beschreibt das Gesetzbuch den Begriff der Einliegerwohnung. In den 60ern bis in die 90er Jahre erlebte diese Form des zusätzlichen Wohnraums eine erste Blüte und scheint zurzeit eine Art «Revival» zu erleben. Die Einliegerwohnung entsteht durch Abtrennung vom bestehenden Wohnraum oder durch Umbau des Dach-, Erd- oder Kellergeschosses in eine solche Wohnung. Die Einliegerwohnung muss einen separaten Zugang, eigene sanitäre Anlagen und mindestens eine Teeküche haben.

Haus umbauen: fast wie Hotel Mama

Sei es, dass eine eigene Wohnung zu teuer ist oder dass man sich nur ungern von den Annehmlichkeiten unter den Fittichen der eigenen Eltern lösen will: Viele 20-29jährige leben noch zuhause und der Anteil steigt laut Bundesamt für Statistik stetig. In diesem Fall drängt sich eine Einliegerwohnung geradezu auf. Denn auf der einen Seite kann sich der Nachwuchs ein gewisses Mass an Unabhängigkeit und Privatsphäre aufbauen. Auf der anderen Seite können Eltern den Kindern klarmachen, dass das «Gratisleben» zuhause vorbei ist.

Alterswohnung oder Raum für Gäste?

Einliegerwohnungen bringen aber noch viel mehr Vorteile mit sich. Finanziell ist diese interessant, weil sie dem Hausbesitzer erlaubt, Mieteinnahmen zu generieren. Zudem können die Kosten für Umbau und Unterhalt von den Steuern abgesetzt werden und die Einliegerwohnung verringert den zu versteuernden Eigenmietwert.

Auch als Alterswohnung ist diese Art der Wohnaufteilung bestens geeignet und übernimmt damit quasi in der Stadt die Funktion des bäuerlichen «Stöcklis». In diesem Fall ist darauf zu achten, dass schon beim Umbau auf Barrierefreiheit geachtet wird, damit nicht später Zusatzkosten auftreten. Soll die Pflege im Alter im eigenen Haus erfolgen, bietet die Einliegerwohnung Platz für Pflegepersonal oder für Sohn oder Tochter, die die Pflege zuhause übernehmen wollen. Als Gästewohnung für Bekannte und Verwandte oder als Unterkunft im boomenden AirB&B Bereich kann die zusätzliche, eigenständige Wohnfläche ebenfalls dienen.

Ausnahme bei Zweitwohnungsinitiative

Eine neue Bedeutung bekommen Einliegerwohnungen im Berggebiet. Denn dort macht es eine Ausnahmeregelung der Zweitwohnungsinitiative möglich, solche Wohnungen nachträglich einzubauen. «Voraussetzung ist, dass die Wohnungen dauerhaft und ausschliesslich zur kurzzeitigen Nutzung durch Gäste zu marktüblichen Bedingungen angeboten werden», steht im Gesetz. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nicht zusätzliche «kalte Betten» geschaffen werden.

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