Allgemein gilt: Wohneigentum ist eine gute Vorsorge für das Alter. Trotzdem ist es ratsam, sich frühzeitig zu überlegen, ob eventuelle Hypotheken auch in der Pension tragbar sind und ob das Eigenheim nicht zu teuer wird.

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Die NZZ hat 2014 in einen Artikel getitelt: „Im Alter droht die Tragbarkeitslücke.“ Gemeint ist damit die Tatsache, dass sich Immobilienbesitz mit der dazugehörenden Hypothekarschuld nach der Pension schnell mal zur Last statt zur Lust entwickeln kann. Denn mit der Pensionierung geht in der Regel ein Rückgang des Einkommens einher. Dies veranlasst die Banken, den Schuldner neu zu bewerten. Ist die Resthypothek zu hoch und das Einkommen in den Augen der Bank zu tief, wird es problematisch. Die NZZ kommt weiter zum Schluss, dass offenbar nicht alle Banken künftige Pensionäre frühzeitig auf eine mögliche Einkommenslücke aufmerksam machen. Bleibt die Bank hart, droht der Zwangsverkauf, auch wenn man jahrzehntelang Zinsen und Amortisation fristgerecht bedient hat.

Offenbar ist das Thema nach wie vor aktuell. Denn die NZZ am Sonntag doppelte in ihrer Ausgabe vom 25. September 2016 nach und kommt beim Thema Eigenheim als Altersvorsorge zum Schluss: „Die Rechnung geht nicht in jedem Fall auf.“ Die NZZ gibt deshalb Wohneigentümer konkrete Ratschläge, um das Eigenheim auch nach der Pensionierung finanziell tragen zu können:

  • Finanzielle Möglichkeiten im Alter möglichst frühzeitig abklären: Macht man dies vor dem 55. Lebensjahr, bleibt noch genügend Zeit, um auftretende Lücken zu schliessen, kommt die NZZ am Sonntag zum Schluss.
  • Hypotheken frühzeitig auf die Hälfte statt nur auf die allgemein empfohlenen zwei Drittel reduzieren: Das hilft, dass die Hypothek im Alter nicht zu hoch ist und die Bank zum Schluss kommt, dass das Einkommen nicht mehr reicht, um die Schulden zu bedienen.
  • Hypothek vor der Pensionierung nicht restlos abbezahlen, sondern nur soweit, dass sie mit dem Alterseinkommen gut bedienbar bleibt: Erstens steigen ohne Hypothekenschuld die Steuern, was laut NZZ am Sonntag je nach Grenzsteuersatz schnell 2’000 bis 3’000 Franken pro Jahr ausmachen kann. Zweitens ist es als Pensionär viel schwieriger, eine neue Hypothek (zum Beispiel für ein neues Dach oder den Ersatz der kaputten Heizung) aufzunehmen, als eine bestehende Hypothek aufzustocken.
  • Ein bis zwei Prozent des Liegenschaftswertes pro Jahr zum Unterhalt der Liegenschaft in die Rechnung miteinbeziehen: Laut NZZ am Sonntag kommen hier schnell 5‘000 bis 8‘000 Franken für Strom, Heizung, Reparaturen, Rücklagen oder Erneuerungsfonds zusammen.
  • Frühzeitig verkaufen, statt auf ein Wunder hoffen: Sollte die Rechnung zeigen, dass das Eigenheim mit dem voraussichtlichen Alterseinkommen nicht tragbar sein wird, bleibt nur eines: Verkaufen, bevor man von der Bank oder der eigenen finanziellen Situation dazu gezwungen wird. Nur so verhindert man, dass man die Immobilie unter Preis verschleudern muss.

Quellen:
- NZZ, 24.1.2014
- NZZ am Sonntag, 25.09.2016

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