Will man eine Immobilie richtig besichtigen, ist das Bauchgefühl vorerst zweitrangig. Denn sollen böse Überraschungen nach dem Kauf ausbleiben, sind Fakten und kühler Kopf gefragt. Der Immopulse Blog hilft weiter!

besichtigung

Eins zum Voraus: Ein Hauskauf ist nichts, das Laien im stillen Kämmerchen für sich erledigen sollten. In der Regel handelt es sich dabei um die grösste Investition, die man im Laufe seines Lebens tätigt. Die Beratung durch eine unabhängige Fachperson ist daher eine reine Frage der Vernunft. Trotzdem kann man sich auch als Laie auf den Hauskauf vorbereiten, indem man ein paar wichtige Regeln befolgt.

Regel 1: Recherche und Dokumentation

Schon vor der eigentlichen Besichtigung sollten Recherchen getätigt und wichtige Dokumente beschafft werden. Das Wichtigste: der aktuelle Grundbuchauszug. Dieser gibt Auskunft über Bestand, Lage, Eigentumsverhältnisse, Rechte und Lasten, die mit der Immobilie verbunden sind. Dazu gehört auch ein Auszug aus der amtlichen Vermessung. Dieser zeigt die genauen Grundstücksgrenzen. Unverzichtbar sind die Angaben der Gebäudeversicherung. Daraus gehen die wichtigsten Informationen bezüglich Gebäudevolumen, Teilflächen, das Baujahr, Versicherungswert und Zeitpunkt der letzten Schätzung hervor.
Ebenfalls wichtig: Die Baupläne, die Bau- und Rennovationskosten und die Information des Steueramtes bezüglich Eigenmietwert- und Vermögensbesteuerung. Wird eine Immobilie ganz oder teilweise privat vermietet, sind auch die diesbezüglichen Informationen (Mieteinnahmen usw.) wertvoll.
Beim Stockwerkeigentum (Eigentumswohnungen) sind Begründungsakt, Aufteilungspläne, Reglement, eventuell geplante Erneuerungen und die Protokolle mit den Jahresrechnungen der letzten Zeit wichtig. Unter www.geomatik.ch sind viele Informationen über Grundstücke online abrufbar. Das gilt online oft auch für die örtlichen Bauvorschriften, falls man mit der Immobilie Um- oder Ausbaupläne hat.

Regel 2: Von unten nach oben

Hat eine Immobilie «Probleme» sind diese am ehesten im Kellergeschoss ersichtlich. Deshalb sollte man die Besichtigung «von unten nach oben» bevorzugen. Erstens ist man zu Beginn der Besichtigung noch aufnahmefähig und aufmerksam. Zweitens lässt man sich nicht von den schönen Details der Wohnfläche einschläfern. Das Untergeschoss gibt Aufschluss über Bauweise und Haustechnik wie z.B. Heizung. «Teuren» Bauteilen wie Heizung, Wärmedämmung, Fassaden, Dach, Fenster, Nassbereiche und Küche muss bei der Besichtigung ein besonderes Augenmerk gelten. Wichtig ist auch, dass man die Immobilie zu verschiedenen Tageszeiten anschaut, um Sonnenstand oder auch Immissionen bezüglich Lärm und anderem mehr einschätzen zu können. Dies erlaubt im Hausinneren auch die Beurteilung der einzelnen Räume hinsichtlich Besonnung, Aussicht, Lärm oder auch Privatsphäre.
Abstellplätze und Garagen sind ebenfalls prüfenswert, weil hier hohe Kosten entstehen, wenn zusätzlicher Raum nötig sein sollte. Die Umgebung eines Einfamilienhauses ist wichtig, weil diese Rückschlüsse auf Unterhaltsaufwand und Ausbaumöglichkeiten des Wohnraums zulassen.

Regel 3: Der Blick über den Gartenzaun

Grenzvorrichtungen wie hohe Zäune und Hecken könne Aufschluss darüber geben wie das Verhältnis zu den Nachbarn ist. Hat man Bekannte oder Freunde in der Nähe, kann ein Nachfragen bezüglich «Nachbarschaftsstimmung» nützlich sein. Ein kritischer Blick gilt auch der Erschliessung des Grundstücks. Denn geplante Erneuerungen von Zufahrtswegen oder Kanalisation werden von den Eigentümern in der Regel mitfinanziert.
Nicht zu vergessen: Die Verkehrserschliessung mit ÖV, Einkaufsmöglichkeiten und die Entfernung zu Schulen und Kindergärten sind wichtige Faktoren, die auch vor Ort zu prüfen sind. Die Bevölkerungszusammensetzung ist auch oft aufschlussreich, um sich ein Bild darüber zu machen, ob man sich in einem Quartier wohlfühlen wird oder eher nicht.

Regel 4: Einen Profi des Vertrauens suchen

Alle Vorbereitung ändert aber nichts an der Tatsache, dass nur ein Profi alle Gefahren und Fallstricke kennt und auch erkennen kann, die bei einem Immobilienkauf drohen. Damit zurück zum Anfang: Ohne vertrauenswürdigen Profi sollte man die vermutlich grösste Investition seines Lebens nicht tätigen.

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