Ist der Dachstock ausgebaut, ein Anbau nicht möglich und die Aufstockung nicht erlaubt, kann man den Keller ausbauen. Denn wird der Wohnraum knapp, sollte man den Bereich unter den Füssen nicht vergessen.

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Raum für Büro oder Atelier? Separate Zimmer für die Kinder? Braucht es Platz für die Betreuung der Eltern? Oder soll es gar eine Einliegerwohnung für die Vermietung sein? Dann kann die Lösung des Problems im Kellergeschoss liegen. Doch oft lassen Bauherren und Architekten diese Möglichkeit ungenutzt.

Kellergeschoss gezielt aufwerten

Dabei bietet ein fachgerechter Ausbau des Kellers eine hohe Wohnraumqualität. Ausreichend Frischluft und Tageslicht können mithilfe von Oberlichtern und Lichtschächten zugeführt werden. Die Aufwertung des Kellergeschosses fängt durch gezielte Gestaltung, den Einsatz von Kunstgegenständen und das Verdecken von offenliegenden Leitungen schon beim Zugang zum Kellergeschoss an. Durch das teilweise Absenken des Gartens und den Einbau einer grossflächigen Fensterfront holt man sich den Garten quasi in den Innenraum.

Keller ausbauen: Profis helfen weiter

Befindet sich das Haus in einer Hanglage oder ist das Kellergeschoss ebenerdig gebaut, sind die technischen Anforderungen etwas kleiner. Liegen aber grosse Teile des Kellers unter dem Boden, wird es schwierig. Denn vor allem dem Thema Feuchtigkeit sind Laien und Heimwerker kaum gewachsen. Bei älteren Gebäuden sind die Kellerwände aussen oft nur ungenügend abgedichtet. Isoliert man diese Wände ohne fachmännisches Wissen von innen, können sich Staunässe und Schimmel bilden. Daher braucht es Profis, die sich dieser Problematik annehmen, wenn man keine unangenehmen Überraschungen erleben will. Dasselbe gilt, wenn im Kellergeschoss statische Veränderungen wie Wände wegreissen oder verschieben nötig sind.

Genau abklären und gut planen

Wie bei allen Umbauten gilt auch beim Keller ausbauen: Alles fängt mit den Abklärungen an, was das Baureglement zulässt. Denn wird zum Beispiel die Ausnützungsziffer mit dem bestehenden Wohnraum bereits erreicht, ist ein Ausbau des Kellers nicht möglich. Zudem gilt: Auch ein Kellergeschoss muss nach energetischen Grundsätzen gedämmt werden. Die Zufuhr von genügend Frischluft und Tageslicht ist ebenfalls zwingend nötig. Als Regel gilt: Die Fensterflächen sollten mindestens zehn Prozent der zusätzlichen Wohnfläche betragen. Die Räume sollten mindestens 240 Zentimeter hoch sein. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ein solcher Umbau natürlich eine Baubewilligung mit entsprechenden professionellen Plänen benötigt. Auch der frühzeitige Einbezug der Nachbarn kann helfen, Probleme aus dem Weg zu schaffen bevor sie entstehen. Und vor allem: Je besser die Vorbereitung, desto genauer können die Kosten abgeschätzt werden. So geht man unangenehmen Erlebnissen von Anfang an erfolgreich aus dem Weg.

Quelle:  NZZ Libro, Beobachter, diverse Websites zum Thema Bauberatung

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