Das intelligente Zuhause, «smart home» ist in aller Munde. Doch moderne Technologien machen noch viel mehr möglich. Der Immopulse Blog wagt den Blick in die Stadt der Zukunft, die «Smart City».

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Dem «smart home» hat sich der Immopulse Blog schon verschiedentlich gewidmet: intelligente Möbel das Haus aus dem Drucker oder das erste schlaue Mehrfamilienhaus der Welt sind Beispiele dafür. Dies sind aber nur Einzellösungen. Erst wenn solche Technologien untereinander zu einem System verbunden werden, wenn aus «smart homes» eben «smart cities» werden, wird das Potenzial neuer Technologien ausgeschöpft werden können.

Smart City als Energiesparer

Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung in Städten. 31 Städte weltweit weisen mehr als 10 Millionen Einwohner auf, bis 2030 sollen es sogar 41 sein. Städte verbrauchen zwei Drittel der Energie und sind laut UNO für 70 bis 80 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Was liegt näher, also genau hier anzusetzen und durch den Einsatz intelligenter Technologien den Energie- und Ressourcenverbrauch einzuschränken. Es gibt Städte wie Barcelona, die solche Technologien bereits erfolgreich einsetzen. Abfallentsorgung und Beleuchtung werden dank schlauen Sensoren laufend optimiert, die Steuerung des öffentlichen Verkehrs überdacht um Kosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und die Lebensqualität der Bewohner zu steigern. Es geht aber noch viel radikaler.

Sangdo: die erste Smart City

In der Nähe von Seoul entstand dort mit Sangdo auf der grünen Wiese die Planstadt der Moderne. Sensoren zeichnen jeden Schritt der Bevölkerung auf: Wie viel Strom wird gerade verbraucht, wie viel Licht benötigt jemand gerade jetzt auf der Strasse oder zuhause, wo hält er sich auf, damit die Heizungen entsprechend eingestellt werden können. Der Verkehr wird so gelenkt, dass der Energieverbrauch optimiert wird. Der Effekt: Sangdo spart alleine durch diese Optimierungen 30 Prozent Energie im Vergleich zu anderen Städten. Der Preis dafür: Totale Überwachung mit mehr als 50'000 Kameras und unzähligen Sensoren.

Smart City in der Schweiz?

In der Schweiz würde diese Überwachung auf Widerstand stossen. Mit «Smart City Schweiz» (www.smartcity-schweiz.ch) gibt es aber hierzulande eine Plattform, die sich darum bemüht, Gemeinden und Städten aufzuzeigen, «welche Chancen bei der Planung und Realisierung von städtischen Projekten bestehen, wenn vernetzt und spartenübergreifend gehandelt wird», wie der Website zu entnehmen ist.

Viele gute Beispiele

Die Politik der kleinen Schritte scheint Früchte zu tragen. Rund 250 Projekte sind unter der «Smart City Schweiz»-Plattform von Kommunen und Unternehmen registriert. In Bellinzona wird mithilfe intelligenter Strassenlaternen die Hälfte der Energie eingespart. Sind keine Fussgänger oder Fahrzeuge unterwegs, wird das Licht automatisch gedimmt oder gar ausgeschaltet. In St. Gallen überwachen Sensoren den Füllstand der Altglascontainer. Sie werden erst geleert, wenn sie voll sind. Das spart Zeit und Energie. In Zermatt sind alle Abfallcontainer mit einem solchen System ausgestattet. Ist ein Container voll, wird dies in der Zentrale angezeigt und er wird entsorgt. Auch Postauto Schweiz ist mit selbstfahrenden Postautos in Sion mit von der Partie.
Auch wenn diese Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt: Sie schreitet mit immer grösseren und schnelleren Schritten voran. Die Smart City rückt auch bei uns jeden Tag einen Schritt näher.

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