Die Sonnenenergie ist Segen und Fluch gleichermassen. Während die einen die Hitze abhalten wollen, fangen die anderen die Sonnenstrahlen ein, um sie nutzbar zu machen. Die Architektur kennt verschiedene Ansätze, wie beide Seiten vereint werden können.

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Die Sonne ist nicht nur der Motor des Lebens auf der Erde. Sie nimmt auch Einfluss auf die Architektur. Im Süden gilt es, die Sonne abzuhalten. In unseren Breitengraden hingegen will man deren Energie mithilfe der Architektur einfangen und gar für die kältere Nacht speichern.

Tageslicht als Wohlfühlfaktor

Neben der Nutzung als Energiequelle sorgt das Sonnenlicht im wahrsten Sinn des Wortes für Freude. In Büros mit Tageslichtnutzung ist die Produktivität höher. In gut ausgeleuchteten Wohnräumen halten sich Menschen gerne auf. Hohe Fenster sorgen dabei für eine bessere Durchflutung des Raums mit Tageslicht. Schmale oder abgeschrägte Laibungen verteilen das Licht seitlich besser im Raum. Balkone sind zwar schöne Aufenthaltsorte, verringern aber auch den Lichteinfall in die Räume. Sie sollten daher nicht zu tief sein.

Die Kraft der Sonnenenergie

Dank der Isolierverglasung ist es heute möglich, ganze Hausfronten ohne grossen Wärmeverlust zu verglasen. Diese grossflächigen Verglasungen haben sich bei Neubauten durchgesetzt. Allerdings sind diese Fenster so beschichtet, dass sie die Wärme der Sonne hindern, zu stark in die Gebäude einzudringen. Damit geht nicht nur wertvolles Tageslicht verloren, auch die nutzbare Wärme wird dadurch kleiner. Gerade bei Minergie-Bauten und bei Passivhäusern spielt diese Wärme eine wichtige Rolle. Die über die Fensterflächen gewonnene Energie wird soweit als möglich in den Böden und massiven Innenwänden eingelagert und in den kälteren Nächten abgegeben.

Damit die Sonnenkraft trotz architektonischer Grenzen wie beschichtete Fensterfronten oder Überhitzung genutzt werden kann, setzt man seit Jahren auf die Photovoltaik. Das Sonnenlicht wird dabei in Elektrizität umgewandelt, direkt vor Ort genutzt oder ins Netzwerk eingespiesen. Die Preise für solche Anlagen sind in den letzten Jahren geradezu eingebrochen und grossflächige Installationen, sofern von den Baugesetzten erlaubt, sind für alle erschwinglich geworden.

Wenn es zu heiss wird

Auch auf die Gefahren der Überhitzung der Innenräume durch grosse Fensterflächen hält die Architektur Antworten bereit. Im Wohnbau wird dies meist mit einer äusseren Verschattung wie Rafflamellenstoren, Stoffmarkisen oder fest installierten Verschattungselementen erreicht. Dabei sorgt die enorme technische Entwicklung im Bereich der Home-Automationssysteme dafür, dass die Technik den sommerlichen Wärmeschutz vollständig übernehmen kann. Zu starker Wärmeeinfall und Blendung durch die Sonne werden so im Sommer vermieden.

Im Winter hingegen will man bloss die Blendwirkung vermeiden, nicht aber die Wärmeeinstrahlung. Verschiedene Studien zeigen, dass die äussere Verschattung dieses Problem nicht restlos lösen kann. Daher sollte man im Winter vermehrt auf Vorhänge oder feine Storen setzen, die im Raum angebracht werden. So kann die Sonne bis in den Raum eindringen – ohne zu blenden.

Quelle:

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