Stockwerkeigentum liegt im Trend. Von 1,34 Millionen Wohnungen in der Schweiz fallen gemäss Bundesamt für Statistik 410'000 Wohnungen in den Bereich Stockwerkeigentum, Tendenz steigend. Vor allem in städtischen Gebieten bildet es oft die einzige Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. Doch was ist beim Kauf zu beachten? Ein Überblick?

boeckten

Gerade in städtischen Gebieten ist heute der Neubau von freistehenden Häusern mangels Landreserven kaum noch möglich. Als Alternative bietet sich das Stockwerkeigentum an. Neben Neubauten gewinnt auch die Umnutzung älterer Wohnhäuser in Wohnungen im Stockwerkeigentum an Bedeutung.

Drum prüfe, wer sich bindet

Vor dem Kauf gilt es sich laut Schweizer Stockwerkeigentümerverband mit ein paar wesentlichen Details auseinanderzusetzen. Vor allem sollte man den Wert der Wohnung durch einen unabhängigen Experten schätzen lassen. Geprüft werden muss aber auch, ob die künftige Nachbarschaft zu einem passt, wie es um das Stockwerkeigentumsreglement steht, wie die Verwaltung geregelt ist, ob das Gebäude und die Wohnung im versprochenen Zustand sind und wie hoch der Erneuerungsfonds ist.

Der liebe Nachbar

In erster Linie heisst Stockwerkeigentum, dass man sich mit dem Gebäude auch sehr stark an die Nachbarn bindet. Mit kleinen Kindern in ein Gebäude mit vornehmlich Pensionierten zu ziehen oder umgekehrt ist eher konfliktbehaftet. Am besten wird das Gespräch mit den direkten Nachbarn gesucht, um herauszufinden, ob Altersgefüge, Interessen und auch Lebensweise zueinander passen.

Stockwerkeigentum braucht ein klares Reglement

Soll das Zusammenleben im Haus möglichst einvernehmlich sein, setzt dies neben einer gewissen Toleranz auch ein schriftliches Reglement mit klaren Spielregeln voraus. Art der Mehrheitsentscheide, Kostenverteilung, Rechte und Pflichten der Bewohner, Nutzungsrechte und anderes mehr sind darin geregelt. Wichtig: Das Reglement vor dem Kauf genau studieren. Denn Änderungen des Reglements können lange dauern und in gewissen Bereichen gar nicht möglich sein, ohne dass es zu Konflikten kommt.

Erneuerungsfonds und Nebenkosten können ins Geld gehen

Unter Nebenkosten sind diejenigen Kosten zu verstehen, die der Käufer in der eigenen Wohnung vollumfänglich selber zu tragen hat. Dies können Reparaturen und Renovationsarbeiten in der eigenen Wohnung sein. Als Richtgrösse sollte jeder Eigentümer laut Schweizer Stockwerkeigentümerverband rund 0,75 bis 1 Prozent des Kaufpreises für Nebenkosten in sein Budget aufnehmen.

Über den Erneuerungsfonds werden Aufwände und Unterhaltskosten abgedeckt, die im Zusammenhang mit den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten und Bereichen entstehen. Dazu gehören Dach, Fassade, Heizung, tragende Wände, Leitungen von Geschoss zu Geschoss oder auch Garten und Zugangswege. Wichtig ist festzustellen, ob der Erneuerungsfonds regelmässig gespeist wird oder ob Ausstände bestehen. Hauswart, Lift und Verwaltungsaufwand werden ebenfalls von der Gemeinschaft finanziert. Diese Kosten werden laut Gesetz im Stockwerkeigentum im Verhältnis der Wertquoten verteilt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man sich vor dem Kauf die Abrechnungen der Kosten des Stockwerkeigentums der letzten zwei bis drei Jahre vorlegen lässt, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Professionelle Verwaltung bevorzugt

Die Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer wählt die Verwaltung. Sie kümmert sich um den Unterhalt gemeinschaftlicher Gebäudeteile, Versicherungen, Finanzen, Reparaturkosten und anderes mehr. Finanziert wird dieser Aufwand in der Regel mit einem speziellen Verwaltungsfonds, der rund 1 bis 1,5 Prozent des Gebäudeversicherungswertes betragen sollte. Sind diese Bereiche alle zur Zufriedenheit des Käufers geklärt, steht dem Stockwerkeigentum nichts mehr im Weg und man kann beginnen, sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen – mit Rücksicht auf die andern.

Ihr Immobilienthema.
Unsere ganzheitliche Lösung. 

Telefon: 043 284 49 99
E-Mail: immopulse@swisslife.ch

Swiss Life AG
Immpulse
General-Guisan-Quai 40
Postfach
CH-8022 Zürich