Heimat: Ist das der Ort, wo man geboren wird, wo man am meisten Zeit verbringt oder wo man sich einfach wohl fühlt?

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„Mein Zuhause ist dort, wo mein Bett steht, wo meine Eltern und Geschwister sind, wo ich gern lebe.“ So beschreiben immer wieder Kinder ihre Idee von Heimat. In dieser Kinderwahrheit steckt vermutlich mehr drin, als die reine Umschreibung von „Zuhause“. Vielmehr fasst es den Raum in Worte, in dem wir uns eine gewisse Zeit als Mensch geborgen fühlen. „Gewisse Zeit“ heisst, dass dieser Raum, je nach Mensch, von kurzer Dauer bis zum gesamten Leben als Mittelpunkt dienen kann. Die Einen sind für immer mit Elternhaus, Geburtsort und Herkunftsregion verbunden. Andere wohnen, wo sich ihr Leben gerade abspielt.

Vielfalt ist in jungen Jahren gefragt

So unterschiedlich wie der Heimatbegriff ist auch die Art des Wohnens. Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mietwohnung, Wohngemeinschaft, Seniorenwohnheim, Hotelzimmer und sogar der Campingplatz können ein Stück Heimat sein. Zugegeben, der Campingplatz als fester Wohnsitz ist wohl eher die Ausnahme. Die Regel ist ein festes Gebäude. Lebt man auf dem Land, ist der Traum meist das Ein- und Zweifamilienhaus. Rund um die Städte wechseln sich freistehende Einfamilienhäuser mit Reihenhäusern ab. Im Stadtzentrum sind es Eigentumswohnungen, Mietwohnungen und Wohngemeinschaften, die den Lebensstil bestimmen. Kurzum: Vielfalt ist in! Diese Vielfalt spiegelt sich nicht nur in der Form der Gebäude. Je nach Lebenssituation durchleben Menschen völlig unterschiedliche Wohnsituationen.

Der Wandel bleibt die Regel

Kinder leben in der Regel in der elterlichen Wohnung, sei es im Eigenheim oder in der Mietwohnung. Loslösung von den Eltern, Studium, Berufsausbildung, erste Arbeitsstelle oder eine Kombination davon sind die häufigsten Gründe, das angestammte Zuhause zu verlassen. Es folgt die Wohngemeinschaft, vielleicht die erste kleine Mietwohnung. Manche bleiben auch im Hotel Mama. Liebe, Kinderglück oder der berufliche Aufstieg führen dazu, dass der Bedarf an Wohnraum zunimmt. Aus Mietern werden oft Eigentümer. Je stärker das Bedürfnis nach Eigentum wird, desto fester fühlen sich Menschen auch in ihrer selbst gewählten Heimat verwurzelt. Doch selbst das Wohnen in den eigenen vier Wänden ist heute kein dauerhafter Zustand mehr. Eigenheime wechseln ihre Besitzer, aus Eigentümern werden Mieter. Selbst der Schritt in die Wohngemeinschaft erscheint gerade vielen älteren Menschen zunehmend erstrebenswert. Je nach Lebenssituation rückt das Wohnen auf Zeit im Hotel, in einer Pension oder gar auf dem Campingplatz wieder in den Vordergrund. Beruflicher Werdegang, Beziehungen, finanzielle Lage oder die Gesundheit sind mögliche Einflüsse bei der mehr oder weniger freien Wahl der Wohnsituation.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich früher viele Generationen einer Familie den gleichen Ort, ja das gleiche Haus als Heimat teilten. Dieser Ort galt als sicher und verlässlich. Heute wird „Heimat“ viel weiter gefasst. Die Welt ist vermeintlich kleiner geworden und das Verlassen der angestammten Heimat wird oft mit dem Finden eines neuen Zuhauses gleichgesetzt. Es gilt heute mehr denn je der Satz von Georg Baron von Örtzen „Wir sichern uns die Heimat nicht durch den Ort, wo, sondern durch die Art, wie wir leben.“

Es gilt: Heute kann man überall zu Hause sein und dort auch seine Heimat finden.

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