Sie betreiben auch ein Hotel Mama? Dann sind Sie nicht alleine. Eine Studie des Internetvergleichsdienstes Comparis bringt es an den Tag: Immer mehr junge Menschen bleiben länger zuhause wohnhaft. Neben Kostengründen spielt auch die Bequemlichkeit eine grosse Rolle, sein Dasein als «Nesthocker» zu fristen.

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Für junge Leute in Ausbildung wird der Schweizer Immobilienmarkt immer weniger erschwinglich. Das Resultat: 27 Prozent der 20-29jährigen Schweizerinnen und Schweizer leben noch bei ihren Eltern, Tendenz steigend. Dabei sind die Gründe des Entscheids für «Hotel Mama» vielschichtig, wie eine im Mai 2017 erschienene Studie von Comparis zeigt. Befragt wurden 1‘067 Personen im Alter von 18 bis 40 Jahren, die noch zuhause wohnen.

Bequem und günstig

Mit 21 Jahren ziehen junge Schweizerinnen und Schweizer im Durchschnitt von zuhause aus, um auf eigenen Beinen zu stehen (45 Prozent) oder mit Partner oder Partnerin zusammenzuziehen (32 Prozent). Die 27 Prozent, die bis 30 nicht aus dem Hotel Mama auschecken, machen dies vor allem aus Bequemlichkeit oder aus Kostengründen. 45 Prozent der befragten Nesthocker beteiligen sich zuhause nicht an den Kosten für Unterkunft und Haushalt. 19 Prozent steuern 100 bis 300 Franken pro Monat bei, 14 Prozent liegen unter 100 Franken pro Monat. Aber offenbar stört das die Eltern nicht. Denn 67 Prozent der Mütter und Väter geben an, dass sie nichts gegen dieses Vorgehen haben.

22 Prozent der «Nesthocker» geben an, dass sie Zuhause wohnen, weil sie nicht putzen und kochen möchten. Dabei bestehen grosse Unterscheide zwischen Männern (28 Prozent) und Frauen (16 Prozent).

Eigene Wohnung zu teuer

Als häufigsten Grund für den Aufenthalt im Hotel Mama nennen die befragten Nesthocker, sich keine eigene Wohnung leisten zu können (68 Prozent). Dies ist in allen Altersklassen der Hauptgrund: Bei den 18-19-jährigen sind es 78 Prozent, bei den 20 bis 24-Jährigen 69 Prozent und bei den 25 bis 29-Jährigen noch 49 Prozent. Hohe Preise und Wohnungsknappheit gerade in Universitätsnähe tragen dazu bei, dass Studenten das günstige Elternhaus vorziehen. Nur rund 16 Prozent der 20 bis 29-Jährigen wohnen in einer klassischen WG, während mit 27 Prozent deutlich mehr Personen in dieser Altersgruppe das Elternhaus bevorzugen.

Gründe von Ausbildung bis Luxus

Das Geld für eine eigene Wohnung ist hauptsächlich aufgrund einer Ausbildung oder eines Studiums (55 Prozent der Nesthocker) nicht vorhanden. Weitere Gründe sind ein zu geringes Einkommen (26 Prozent) und Arbeitslosigkeit (6 Prozent). Interessant: Ebenfalls 6 Prozent der befragten Nesthocker geben an, sich keine eigene Wohnung leisten zu können, weil sie auf einen gewissen Luxus wie teure Kleider, Ferien, Ausgang etc. nicht verzichten möchten.

Quelle:

  • Pressemitteilung Studie Comparis, April/Mai 2017

Eine Studie von Comparis vom März 2017 zeigt: 27 Prozent der 20-29jährigen in der Schweiz leben noch zuhause und profitieren von den Annehmlichkeiten des Hotels Mama. Denn immerhin 45 Prozent der zuhause lebenden 20-29jährigen beteiligen sich nicht an den Haushalts- und Wohnkosten.

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