Wie viel Wohnraum steht einer Person in einer Schweizer Stadt durchschnittlich zur Verfügung? Gibt es auch in der Schweiz «überfüllte» Wohnungen? Der Immopulse Blog hat die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS für Sie angeschaut.

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Viele Faktoren sind zu beachten, wenn es um die Beurteilung der Lebensqualität in einer Stadt geht. Einer davon ist die Wohnsituation. Anders gesagt: Je mehr Wohnraum pro Person in einer Stadt zur Verfügung steht, desto besser wirkt sich dies auf die Lebensqualität einer Stadt aus. In einem neuen Vergleich liefert das Bundesamt für Statistik dafür die Zahlen von 49 Schweizer Städten, bei denen wir aus auf acht der neu grössten (Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Lugano) konzentrieren.

Lugano top

Allgemein gilt der wenig überraschende Grundsatz: Bewohnern der Kernstädte steht weniger Platz zur Verfügung (im Durchschnitt 42 m2) als den Menschen in Agglomerationen (46 m2), die diese Städte umgeben. Hauptgrund ist die Tatsache, dass der Anteil der Einfamilienhäuser in den Schweizer Städten im Schnitt nur sechs Prozent beträgt. Einzig Lugano schert bei den grösseren Städten aus diesem Grundsatz aus. Dank der Fusion mit mehreren ländlich geprägten Gemeinden wie Valcolla, Bogno, Cimadera und Valcolla bringt es Lugano auf einen Einfamilienhausanteil von 15 Prozent. Das hat zur Folge, dass in Lugano über 45 m2 Wohnfläche pro Person zur Verfügung stehen. Ebenfalls auf ähnlich hohe Werte kommen zum Beispiel Luzern und St. Gallen.

Genf flop

Das andere Extrem bildet Genf, das mit 12'434 Bewohnern pro Quadratkilometer Fläche die achtfache Bevölkerungsdichte im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt und gar die 15-fache Dichte im Vergleich zu Lugano aufweist. Hier stehen pro Person nur gerade 35 m2 Wohnfläche zur Verfügung. Unter dem Durchschnitt liegen in Sachen Wohnraum neben Genf in absteigender Reihe auch die Städte Basel, Bern, Zürich und Lausanne.

Überfüllte Wohnungen

Je grösser der Wohnraum pro Person in einer Stadt ausfällt, desto weniger sind die Haushalte mit Personen überfüllt. Das gilt dann, wenn mehr in Bewohner einer Wohnung leben, als Zimmer vorhanden sind. Das zeigen die Zahlen des BfS deutlich. So sind in Genf 18 Prozent aller Wohnungen überbelegt, weit mehr als in den anderen Städten. In St. Gallen und Luzern liegt der Anteil überfüllter Wohnungen bei nicht einmal 5 Prozent.

Zudem weisen Städte mit mehr Raum pro Person auch einen höheren Anteil an leerstehenden Wohnungen auf. Laut dem Bundesamt für Statistik hat dies einen positiven Effekt auf die Wohnsituation. Denn eine hohe Leerwohnungsziffer erleichtert die Wohnungssuche und wirkt sich tendenziell dämpfend auf die Wohnungspreise aus.

Zusammengefasst schliessen Lugano, St. Gallen und Luzern die im Vergleich kleinsten Städte am besten ab. Sie haben die höchste durchschnittliche Wohnfläche pro Person, am wenigsten überbelegte Wohnungen, und den höchsten Leerwohnungsbestand.

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