Kinder finanziell absichern: Das müssen Eltern wissen

Sind Kinder geplant oder bereits da, überlegen sich viele Eltern, wie sie für ihren Nachwuchs vorsorgen und ihn finanziell absichern können. Dafür haben sie zahlreiche Möglichkeiten. Es empfiehlt sich, genau zu klären, was wichtig und was wirklich nötig ist.

«Welche Zukunft liegt vor meinem Kind? Wie finanzieren wir die Zeit während dem Studium oder einem Auslandaufenthalt? Und was ist, wenn es schwer verunfallt, dauerhaft erkrankt oder an einem Gebrechen leidet?» Diese und weitere Fragen beschäftigen Eltern zu Recht, denn sie betreffen ihre Kinder langfristig und grundsätzlich.

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Invalidität kann alle treffen, auch Kinder und Jugendliche

In der Schweiz ist die Krankenkasse für Kleinkinder ab drei Monaten obligatorisch. Idealerweise sollten werdende Eltern ihre Kinder noch vor der Geburt gegen Krankheit und Unfall versichern, um zu vermeiden, dass die Zusatzversicherung z.B. im Fall einer angeborenen Krankheit abgelehnt wird. Kinder sind weder vor schweren Erkrankungen noch vor gravierenden Unfällen und bleibenden Gesundheitsschäden gefeit. Viel grösser jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche aufgrund eines Geburtsgebrechens invalid werden – zum Beispiel bei angeborenem Herzfehler oder zerebraler Lähmung. Das Perfide daran: Oft diagnostiziert man diese Störungen erst im Schulalter oder noch später. In neun von zehn Fällen werden junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren aufgrund von Krankheiten oder Geburtsgebrechen zu Invaliden, Unfälle sind hingegen eher selten die Ursache.

Wer übernimmt welche Kosten?

Macht ein Geburtsgebrechen eine Heilbehandlung nötig, deckt normalerweise die Invalidenversicherung (IV) die Kosten. Am besten meldet man darum Kinder schon früh dort an. Die Sozialversicherung verlangt zwar keinen Selbstbehalt, aber mit einer IV-Rente sind behinderte Jugendliche finanziell nicht gut abgedeckt – vor allem wenn sie in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind und nicht voll erwerbstätig sein können.

Dennoch können Eltern vorsorgen:

  • Invalidität: Sie können für Ihr Kind ein Invaliditätskapital versichern. Das ist sowohl über eine Zusatzversicherung der Krankenkasse möglich wie auch in Form einer Risikopolice bei einem Versicherer. Das Geld finanziert Ihnen und Ihrem Kind manche Erleichterung, zum Beispiel einen Umbau der Wohnung, den die IV nicht bezahlt. 
  • Erwerbsunfähigkeit: Auch für Kinder kann man eine Erwerbsunfähigkeitspolice abschliessen. Sollte Ihr Sohn, Ihre Tochter später nicht oder nur teilweise erwerbsfähig sein, wird eine Rente ausgezahlt.

Tipp: Bei jeder Risikoversicherung sollte neben Krankheit immer auch Unfall mit eingeschlossen sein.

Wer klug rechnet, spart für die Ausbildung

Mit einer guten Ausbildung öffnen sich viele Türen. Aber es kann lange dauern und viel kosten, bis der Abschluss geschafft und der Einstieg ins Berufsleben gelungen ist. Vor allem, wenn sich der Nachwuchs für ein Studium entschliesst. Wohnen zu Hause kommt oft nicht mehr infrage, vielleicht ist auch ein Auslandaufenthalt erforderlich.

Darum ist es sehr sinnvoll, für eine künftige Ausbildung möglichst früh Geld auf die Seite zu legen. Dafür eignen sich verschiedene Strategien:

  • Man eröffnet ein spezielles Jugendsparkonto. Die Sparbeiträge können flexibel eingezahlt werden, entweder regelmässig oder punktuell. Zudem ist das Konto jederzeit kündbar. Aufgrund der aktuellen niedrigen Zinsen, ist der Spareffekt jedoch gering.
  • Ebenfalls empfehlenswert ist ein Fondssparplan. Mit ihm lässt sich Geld für die Ausbildung langfristig anlegen. Die Renditechancen sind höher als bei einem Sparkonto, dafür besteht aber auch ein gewisses Anlagerisiko.
    Wichtig: Bei beiden Spararten darf das Kind ab 18 Jahren selber darauf zugreifen, wenn das Konto oder der Fonds auf seinen Namen ausgestellt ist.
  • Ein finanzielles Polster anlegen lässt sich auch mit einer Kinderpolice, die dem Kind bei Volljährigkeit das angesparte Geld auszahlt. Dies ist auch eine sichere Lösung, wenn die Eltern bzw. Prämienzahler selbst erwerbsunfähig werden oder sterben sollten: Die Prämien werden dank der Prämienbefreiung weiter eingezahlt.

Gute Beratung ist eine sichere Basis
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