Tragbarkeitsrechnung – können Sie sich ein Eigenheim leisten?

Viele junge Familien träumen vom Eigenheim. Endlich ein eigenes Büro, ein eigenes Zimmer für jedes Kind und ein Garten, in dem man grillieren kann. Doch spätestens, wenn man die Immobilienanzeigen durchgeht, kommt die Frage auf, ob man sich ein Eigenheim überhaupt leisten kann.

Eine Immobilie zu besichtigen, die man sich nicht leisten kann, ist weder sinnvoll noch motivierend. Daher sollte man sich schon vorher Gedanken über die Finanzierung machen. Überlegen Sie sich zunächst, wie Ihr Traumhaus genau aussehen sollte, und machen Sie sich Gedanken über den Standort. Sobald alle Fragen geklärt sind, können Sie eine grobe Rechnung aufstellen. Dabei sollten Sie mindestens 20 Prozent Eigenkapital einplanen, da üblicherweise ein Objekt nur bis zu 80 Prozent über einen Hypothekarkredit finanziert werden kann.

Das Eigenkapital kann sich zum Beispiel aus Bankguthaben, Geld aus dem Verkauf von Wertschriften, Guthaben aus der zweiten und dritten Säule oder einem Erbvorbezug zusammensetzen. (Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel „Der Traum vom Haus – so kommen Sie an Eigenkapital). Sobald Sie das Eigenkapital geklärt haben, sollten Sie sich Gedanken über die Hypothek machen und berechnen, ob die mit dem Wohneigentum anfallenden Kosten für Ihre Familie finanzierbar („tragbar“) sind.

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Mit dem Tragbarkeitsrechner von Swiss Life können Sie ermitteln, welchen Kreditbetrag Sie aufnehmen und ob Sie diesen finanzieren können.

Amortisation und Unterhalt

Viele Familien unterschätzen beim Immobilienkauf die laufenden Kosten. Diese setzen sich aus drei Teilen zusammen: Zinskosten, Amortisation sowie Unterhalts- und Nebenkosten.

Folgenden Kosten sollten Sie einplanen:

  • kalkulatorischer Zinssatz von 5 Prozent auf der gesamten Hypothekarschuld
  • 1 Prozent der gesamten Hypothekarschuld für die Amortisation der zweiten Hypothek
  • 1 Prozent des Kaufpreises für die Unterhalts- und Nebenkosten

Als Faustregel gilt, dass diese Kosten einen Drittel des jährlichen Bruttoeinkommens nicht übersteigen dürfen. Zum Bruttoeinkommen zählen das Erwerbseinkommen der Ehe- oder Lebenspartner sowie weitere regelmässige Einkünfte. Unregelmässige Einkünfte wie auch Bonuszahlungen oder Prämien werden hingegen nicht oder nicht vollständig berücksichtigt.

Hypothekenmodelle

Bei der Wahl der Hypothek lässt sich viel Geld sparen, denn schon ein Zinsunterschied von 0,25 Prozent kann CHF 1'000.- oder mehr im Jahr ausmachen. Nehmen Sie sich also Zeit für die Recherche und vergleichen Sie die einzelnen Modelle und Angebote.

  • Variable Hypothek: Hier sind Sie am flexibelsten, allerdings besteht immer das Risiko eines Zinsanstiegs.
  • Festhypothek: Bei der Festhypothek bleibt der Zinssatz während der gesamten Laufzeit (1 bis 25 Jahre) fest. Ein vorzeitiger Ausstieg ist allerdings nicht ohne weiteres möglich und allenfalls mit hohen Kosten verbunden.
  • Libor-Hypothek: Hier profitieren Sie, solange die Zinsen niedrig sind. Allerdings schlagen auch Zinserhöhungen rasch durch. Achten Sie auf eine möglichst kurze Laufzeit, damit Sie ohne Probleme in ein anderes Modell wechseln können.
  • Kombi-Hypothek: Bei dieser Variante kombinieren Sie unterschiedliche Hypotheken (zum Beispiel Libor- und Festhypothek) und können das Zinsrisiko gut kalkulieren.

> Fünf Schritte zur richtigen Hypothek

Aufgrund der Komplexität des Themas empfehlen wir Ihnen, sich beraten zu lassen. Eine Beraterin oder ein Berater von Swiss Life kann mit Ihnen Ihre finanzielle Situation analysieren und Ihnen wertvolle Tipps rund um das Thema Eigenheimfinanzierung geben. Vereinbaren Sie gleich heute einen Termin. 

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