Der Traum vom Haus - so kommen Sie an Eigenkapital

Welche junge Familie träumt nicht vom Eigenheim? Ein eigenes Zimmer für jedes Kind und endlich einen Garten für gemütliche Wochenenden. Beim Hauskauf gibt es für Familien und junge Paare jedoch eine grosse Hürde zu überwinden: die 20 Prozent Eigenkapital.

Für die Finanzierung Ihrer Traumimmobilie müssen Sie mindestens 20 Prozent Eigenkapital einplanen, nur 80 Prozent des Kaufpreises können über eine Hypothek finanziert werden. Bei einem Kaufpreis von CHF 1 Million sind das bereits CHF 200 000, die Sie als Eigenkapital beisteuern müssen. Gerade für junge Familien und Paare ist das eine grosse Hürde, die es erst mal zu überwinden gilt.

Das Eigenkapital kann zum Beispiel Bankguthaben sein oder Geld aus dem Verkauf von Wertschriften. Meist reicht dies für den Kauf einer Immobilie jedoch nicht aus. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, an Eigenkapital zu kommen: die Verwendung von Guthaben der zweiten und der dritten Säule oder ein Erbvorbezug.

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Pensionskasse und private Vorsorge

Wenn Sie für das Eigenkapital auf die Pensionskasse zugreifen, gibt es zwei Möglichkeiten: Vorbezug oder Verpfändung. Auch Geld der Säule 3a kann für den Erwerb von Immobilien verwendet werden. Hier gelten in etwa dieselben Regeln wie bei der zweiten Säule.

  • Vorbezug: Wie hoch die Summe ist, die Sie vorbeziehen können, sehen Sie im Pensionskassenausweis. Ein Nachteil ist, dass sich Ihr Alterskapital verkleinert. Zudem kürzen die Kassen in der Regel die Leistungen bei Tod und Invalidität. Dies können Sie mit einer privaten Risikoabsicherung vermeiden. Seit 2012 verlangen Banken und Versicherungen zudem 10 Prozent „echtes“ Eigenkapital, das nicht aus der beruflichen Altersvorsorge stammt.
  • Verpfändung: Wenn Sie Ihr Pensionskassenguthaben oder Ihre Vorsorgegelder der Säule 3a verpfänden, bleiben Versicherungsschutz und Alterskapital erhalten und Sie können dies als Pfandsicherheit für eine höhere Hypothek einsetzen. Allerdings haben Sie auch eine höhere Zinsbelastung.

Tipp: Mit der Verpfändung fahren Sie besser, da Sie im Alter weiterhin gut versorgt sind. Ein Vorbezug kann hingegen Ihre Altersvorsorge gefährden, etwa wenn Sie nach einem Stellenverlust die Immobilie unter dem Kaufpreis verkaufen müssen. Zudem reichen im Alter die reduzierten Leistungen der Pensionskasse oft nicht aus, um das Haus zu halten.

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Erbvorbezug und Privatdarlehen

Eine weitere Möglichkeit, um an Eigenkapital zu kommen, ist der Erbvorbezug, bei dem Ihre Eltern Ihnen schon zu Lebzeiten einen gewissen Betrag überlassen. Diesen müssen Sie sich laut Gesetz bei der späteren Erbteilung anrechnen lassen (Ausgleichspflicht).

Folgende Punkte gibt es zu beachten:

  • Die Eltern sollten schriftlich festhalten, ob und in welchem Umfang Sie sich den  Erbvorbezug anrechnen lassen müssen.
  • Der Pflichtteil der anderen Erben darf nicht beeinträchtigt werden.
  • Informieren Sie Ihre Geschwister über den Erbvorbezug, um Streit vorzubeugen.

Statt eines Erbvorbezugs können die Eltern oder jemand aus dem Bekanntenkreis Ihnen auch ein Darlehen gewähren. Dieses Geld wird in der Regel von Finanzinstituten als Eigenkapital akzeptiert. Für das Darlehen sollte auf jeden Fall ein Vertrag aufgesetzt werden, der Laufzeit, Zinsen, Kündigungsfrist und Fälligkeit der Zinsen festlegt. Lassen Sie diesen noch von einem Notar oder Anwalt prüfen.

Aufgrund der Komplexität des Themas empfehlen wir Ihnen, sich beraten zu lassen. Ein Berater von Swiss Life kann mit Ihnen Ihre finanzielle Situation analysieren und Ihnen Tipps rund um das Thema Eigenheimfinanzierung geben. Vereinbaren Sie gleich heute einen Termin.

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