Projekte

Eine Auswahl der Projekte, die durch die Stiftung Perspektiven unterstützt werden.

Die wohltätige Stiftung hat es sich seit 1998 zur Aufgabe gemacht, Ferien für Kinder aus Familien mit knappem Budget, Kinderheimen, Pflegefamilien sowie für Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom zu ermöglichen. Auch sehbehinderte und blinde Kinder und Jugendliche werden berücksichtigt. Ziel ist es, den Mädchen und Buben zwischen 8 und 16 Jahren positive Werte wie Freundschaft, Selbständigkeit, gegenseitige Hilfe, Verantwortung und Toleranz zu vermitteln. Für das Jahr 2014 werden wiederum verschiedene Ferienlager, Weekends und Tagesprojekte angeboten.

Psychische Krankheiten wie Depressionen, Schizophrenie, Phobien oder die Folgen von Suchtkrankheiten drängen Menschen oft an den Rand der Gesellschaft. Für jene, denen ihre Erkrankung eine berufliche und gesellschaftliche Integration verunmöglicht, ist das Angebot der „Villa Vita“ geschaffen. Die „Villa Vita“ ist eine ambulante Sozialpsychiatrie, die Menschen am Ende der Behandlungskette aufnimmt. Über eine gut eingestellte Medikation kann ein stabiler Zustand bei den Patienten erreicht werden, der zwar ein Leben zuhause ermöglicht, nicht aber eine Eingliederung ins Berufsleben. Die „Villa Vita“ richtet ihr Angebot an chronisch psychisch-kranke Menschen ab 40 Jahren. Das therapeutische Angebot ist breit angelegt: Schreibwerkstatt, Malgruppe, Lesen und Diskutieren, Kochen. Das Leben erhält eine Struktur, und die Lebensqualität wird verbessert, weil die Klienten der „Villa Vita“ soziale Kontakte knüpfen und so ihre Isolation überwinden können.

Viele junge Menschen haben Mühe, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Ihnen fehlen eine Perspektive und deshalb auch die Motivation, sich in die Arbeitswelt einzugliedern. Der Verein Fürzüg will Jugendlichen mit psychischen Schwierigkeiten, mit leichter Beeinträchtigung, mit schulischen Defiziten oder mit Migrationshintergrund eine solche Perspektive bieten. Teenager mit Startschwierigkeiten erhalten eine Chance. Es wird ihnen etwas Handfestes, etwas Kreatives angeboten – etwas, das ihnen aber auch eigenen Spielraum lässt. Der Verein Fürzüg bot ab Sommer 2014 Ausbildungen in verschiedenen keramischen Berufen an. Diese Idee entstand durch den Keramikmeister René Fuchs, welcher jahrelang das Keramikatelier der Stiftung Märtplatz in Rorbas leitete. René Fuchs erlebte in seiner Tätigkeit stetig, wie junge Menschen von ihren Keramik-Ausbildungen profitierten und wie sie sich während der Lehrzeit persönlich weiterentwickelten. Diese Erfahrungen führten zur Idee des Projektes Fürzüg. Die Lernenden sollen eine solide Berufslehre absolvieren können. Nach einer Grundausbildung erhalten sie die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen zu spezialisieren. Falls eine Grundausbildung mit der Berufsmatur abgeschlossen wird, besteht die Möglichkeit für ein Studium an der Fachhochschule in den Fachrichtungen Kunst und Design. Die Keramik als Kunsthandwerk und Schweizer Kulturgut wieder aufleben zu lassen, ist ein sekundäres Ziel des Vereins.

Hilfe ich bin schwanger! Nicht jede Schwangerschaft ist geprägt von Glück und Freude über die kommende Mutterschaft. Eine Schwangerschaft kann eine Frau in eine tiefe Krise stürzen. Die Gründe sind verschieden: das junge Alter, Schwangerschaftskonflikte, Angst vor der Verantwortung, Entscheid zur Abtreibung, Verheimlichung der Schwangerschaft. In einer solchen Situation sind die jungen Frauen auf Hilfe angewiesen, besonders dann, wenn sie keinen Gesprächspartner, kein Netzwerk und kein Geld haben. Dann kann das HelpPhone ein Rettungsanker sein, der weiterhilft. Für das HelpPhone steht die Unterstützung der Schwangeren im Vordergrund; es werden jedoch auch Partner oder Eltern von jungen Schwangeren beraten. Das Nottelefon bietet eine anonyme, neutrale und unabhängige Beratung. Die Trägerschaft dieser telefonischen Beratung ist der bekannte, seit über hundert Jahren im Sozialbereich tätige Verein Inselhof Triemli. Der Verein wurde im Jahr 1908 in Zürich für Mutter- und Säuglingsschutz gegründet, welcher sich der damals vollkommen rechtlosen unverheirateten Mütter annahm. Das Zentrum wurde jahrzehntelang als private Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe geführt, als Maternité Inselhof; seit dem Jahr 2005 ist die Maternité in der Obhut der Stadt Zürich als städtische Frauenklinik des Triemli Spitals. Das Kinderheim entwickelte sich zu einem vielseitigen Sozialzentrum, dem heutigen Zentrum Inselhof. Es umfasst die Abteilungen Kinderhaus, Kindertagesstätte, Mutter&Kind-Wohngruppe und Eltern&Kind-Begleitung.

„Unmögliches möglich machen“ – Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammenbringen und dadurch nachhaltige gesellschaftliche Veränderungsprozesse anstossen – dies ist das Ziel der Projekte von Blindspot, einer Nationalen Förderorganisation für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Blindspot verfügt über 10 Jahre Praxis-Erfahrung in der inklusiven Arbeit. Diese Erfahrung und die daraus entstandenen Theorien werden an Kongressen, an Hochschulen und Fachgremien geteilt.
Cooltour ist ein inklusives Sommerferiencamp für ca. 80 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 10 und 19 Jahren. Die Teilnehmenden stellen ihr trendiges Programm modulartig zusammen, besuchen tagsüber die Kurse und übernachten gemeinsam auf einem Zeltplatz in Bern. Innerhalb einer Woche entstehen Freundschaften, soziale Kompetenzen werden erweitert, die Selbstbestimmung und das Selbstbewusstsein gefördert, Hemmschwellen und Vorurteile abgebaut. Weitere Informationen unter www.blindspot.ch und www.cooltour.ch.