Projekte

Eine Auswahl der Projekte, die durch die Stiftung Perspektiven unterstützt werden.

Psychische Krankheiten wie Depressionen, Schizophrenie, Phobien oder die Folgen von Suchtkrankheiten drängen Menschen oft an den Rand der Gesellschaft. Für jene, denen ihre Erkrankung eine berufliche und gesellschaftliche Integration verunmöglicht, ist das Angebot der „Villa Vita“ geschaffen. Die „Villa Vita“ ist eine ambulante Sozialpsychiatrie, die Menschen am Ende der Behandlungskette aufnimmt. Über eine gut eingestellte Medikation kann ein stabiler Zustand bei den Patienten erreicht werden, der zwar ein Leben zuhause ermöglicht, nicht aber eine Eingliederung ins Berufsleben. Die „Villa Vita“ richtet ihr Angebot an chronisch psychisch-kranke Menschen ab 40 Jahren. Das therapeutische Angebot ist breit angelegt: Schreibwerkstatt, Malgruppe, Lesen und Diskutieren, Kochen. Das Leben erhält eine Struktur, und die Lebensqualität wird verbessert, weil die Klienten der „Villa Vita“ soziale Kontakte knüpfen und so ihre Isolation überwinden können.

Viele junge Menschen haben Mühe, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Ihnen fehlen eine Perspektive und deshalb auch die Motivation, sich in die Arbeitswelt einzugliedern. Der Verein Fürzüg will Jugendlichen mit psychischen Schwierigkeiten, mit leichter Beeinträchtigung, mit schulischen Defiziten oder mit Migrationshintergrund eine solche Perspektive bieten. Teenager mit Startschwierigkeiten erhalten eine Chance. Es wird ihnen etwas Handfestes, etwas Kreatives angeboten – etwas, das ihnen aber auch eigenen Spielraum lässt. Der Verein Fürzüg bot ab Sommer 2014 Ausbildungen in verschiedenen keramischen Berufen an. Diese Idee entstand durch den Keramikmeister René Fuchs, welcher jahrelang das Keramikatelier der Stiftung Märtplatz in Rorbas leitete. René Fuchs erlebte in seiner Tätigkeit stetig, wie junge Menschen von ihren Keramik-Ausbildungen profitierten und wie sie sich während der Lehrzeit persönlich weiterentwickelten. Diese Erfahrungen führten zur Idee des Projektes Fürzüg. Die Lernenden sollen eine solide Berufslehre absolvieren können. Nach einer Grundausbildung erhalten sie die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen zu spezialisieren. Falls eine Grundausbildung mit der Berufsmatur abgeschlossen wird, besteht die Möglichkeit für ein Studium an der Fachhochschule in den Fachrichtungen Kunst und Design. Die Keramik als Kunsthandwerk und Schweizer Kulturgut wieder aufleben zu lassen, ist ein sekundäres Ziel des Vereins.

„Unmögliches möglich machen“ – Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammenbringen und dadurch nachhaltige gesellschaftliche Veränderungsprozesse anstossen – dies ist das Ziel der Projekte von Blindspot, einer Nationalen Förderorganisation für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Blindspot verfügt über 10 Jahre Praxis-Erfahrung in der inklusiven Arbeit. Diese Erfahrung und die daraus entstandenen Theorien werden an Kongressen, an Hochschulen und Fachgremien geteilt.
Cooltour ist ein inklusives Sommerferiencamp für ca. 80 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 10 und 19 Jahren. Die Teilnehmenden stellen ihr trendiges Programm modulartig zusammen, besuchen tagsüber die Kurse und übernachten gemeinsam auf einem Zeltplatz in Bern. Innerhalb einer Woche entstehen Freundschaften, soziale Kompetenzen werden erweitert, die Selbstbestimmung und das Selbstbewusstsein gefördert, Hemmschwellen und Vorurteile abgebaut. Weitere Informationen unter www.blindspot.ch und www.cooltour.ch.

Der Verein Visoparents Schweiz ist ein aus der Selbsthilfe von Eltern entstandener Verein, welcher für Eltern und Fachpersonen in der Schweiz erste Anlaufstelle zum Thema „Kind mit Seh- und Mehrfachbehinderung“ ist. Der Verein bietet innovative, qualitativ hohe, persönliche sowie pädagogisch und wirtschaftlich nachhaltige Angebote für Kinder, Eltern und Fachpersonen an und arbeitet hierfür in einem Netzwerk mit anderen Organisationen zusammen. Er setzt sich für die umfassende Förderung von blinden und sehbehinderten Kindern ein, die oft eine Mehrfachbehinderung aufweisen. Es wird eine grösst mögliche Selbständigkeit, eine sinnvolle Integration und die Gleichstellung in der Gesellschaft der behinderten Kinder angestrebt, damit diese eine hohe Lebensqualität haben. Eltern und Bezugspersonen profitieren vom Netzwerk des Vereins, das ihnen einen wertvollen Erfahrungsaustauch ermöglicht. Der Verein führt das Kinderhaus Imago für Kinder mit und ohne Behinderung, die sonderpädagogische Beratungsstelle mit heilpädagogischer Früherziehung sowie die Tagesschule für blinde, seh- und mehrfachbehinderte Kinder.

Das Davos Festival ist über die Landesgrenze hinaus bekannt als Plattform für begabte junge Musiker und Musikerinnen der klassischen Musik. Es wurde im Jahre 1986 von Michael Haefliger gegründet. Seither verwandelt es Davos während zwei Wochen im August in ein Mekka der Kammermusik. Der Geist und die Aussagekraft der jungen Künstler locken Musikliebhaber aus der ganzen Schweiz ins Landwassertal. Es werden viele verschiedene Aktivitäten angeboten wie z.B. die Projekte „Singen für alle“, „Junge Reporter“, „Hörgang“. Es wird bewusst eine Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen angestrebt. Das Davos Festival bietet während der Festivalzeit für Jung und Alt, Davoser und Nicht-Davoser, Sänger und Nicht-Sänger in Zusammenarbeit mit dem eigenen Kammerchor ein „Singen für alle“ an. Im Projekt „Junge Reporter“ können Jugendliche ausprobieren, wie man für eine Zeitung schreibt oder vor der Kamera ein Konzert ankündigt. Der Davos Festival „Hörgang“ führt Kinder ab 6 Jahren mit spannenden Waldspaziergängen in die aufregende Welt der Sinne. Begreifen, schmecken, sehen, fühlen, riechen und vor allem hören stehen in Mittelpunkt der ungezwungenen Spurensuche, die von jungen Musikern und ausgewiesenen Künstlern begleitet wird.