Ihre Pensionierung – und wie Sie diese planen

50 und kein bisschen müde? So oder so ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich vertieft mit Ihrer Pensionierung auseinanderzusetzen. Denn in den nächsten 10 bis 15 Jahren können Sie viel bewirken, um Ihr späteres Leben geniessen zu können.

Um Ihre Pensionierung vorzubereiten, stellen sich frühzeitig die beiden zentralen Fragen:  

  • Wann wollen Sie sich pensionieren lassen?
  • Beziehen Sie Ihr Altersguthaben als Rente oder Kapital?
     

Zu beiden Fragen finden Sie hier wichtige Informationen.

Sie wollen nicht bis 65 auf die grosse Freiheit warten? Dann lohnt es sich erst recht, den Rückzug aus dem Berufsleben so früh wie möglich zu planen und das nötige Geld dafür anzusparen. Denn eine vorzeitige Pensionierung, frühestens mit 58, ist mit tieferen Altersleistungen (Rente oder Kapital) verbunden. Diese Lücken können Sie teilweise oder ganz schliessen, eine frühzeitige Planung ist daher unumgänglich.

Darauf sollten Sie achten:

Bei Swiss Life können Sie sich in die entstehende Vorsorgelücke einkaufen. Informationen dazu erhalten Sie im Kundenservice.

Für die ordentliche Pensionierung gilt zur Zeit Alter 65 für Männer und 64 für Frauen. Die berufliche Vorsorge bzw. die 2. Säule garantiert Ihnen eine sichere Rente im Alter. Hinzu kommt der finanzielle Schutz im Fall von Invalidität und Tod.

Die 1. und 2. Säule sichern Ihnen ein Einkommen von rund 60% Ihres letzten Lohns. Je nach Lebenssituation ist es damit schwierig, Ihren gewohnten Lebensstandard weiterzuführen.

Darauf sollten Sie achten:

Vor Ihrer Pensionierung können Sie mit freiwilligen Einzahlungen in die 2. und 3. Säule allfällige Finanzierungslücken schliessen – und dabei Steuern sparen. Am besten lassen Sie sich dazu beraten.

Sie können nach dem gesetzlichen Rentenalter (Männer 65/Frauen 64) weiterarbeiten. So schieben Sie den Bezug Ihrer Altersleistungen auf, falls das Ihr Budget zulässt.

Ihre Rente oder Ihr Kapital erhalten Sie damit erst, wenn Sie definitiv in Pension gehen, spätestens jedoch mit 70. Ihr Vorteil: Je länger Ihr Aufschub dauert, desto höher sind danach Ihre Altersleistungen aus der 1. und 2. Säule.

Darauf sollten Sie achten:

  • Setzen Sie sich für die aufgeschobene Pensionierung mit Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Pensionskasse in Verbindung.
  • Wer über das ordentliche Rentenalter hinaus erwerbstätig ist, bleibt ebenfalls beitragspflichtig.

Ab 58 bis spätestens 70 ist eine Pensionierung auch in Teilschritten möglich. Die meisten Vorsorgepläne beinhalten eine flexible Pensionierung.

Bei Swiss Life gilt: Für eine Teilpensionierung müssen Sie Ihren Beschäftigungsumfang massgeblich reduzieren. Arbeiten Sie zum Beispiel nur noch 50%, beziehen Sie 50% der Altersleistungen. Sie können dabei wählen, wie viel bei jedem Schritt als Kapital oder Rente ausbezahlt wird.  

Darauf sollten Sie achten:

  • Setzen Sie sich für die Teilpensionierung mit Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Pensionskasse in Verbindung.
  • Wir empfehlen aus steuerlichen Gründen, das Arbeitspensum nicht mehr als zweimal zu reduzieren.

Heute entscheiden sich immer mehr Pensionierte für eine Kombination aus Rente und Kapital. Sie beziehen zum Beispiel den gesetzlichen Viertel Ihres Guthabens mit einer einmaligen Kapitalauszahlung und das weitere Guthaben in Rentenform. Damit decken Sie Ihre Grundbedürfnisse mit einem regelmässigen Einkommen. Zusätzlich verfügen Sie über eine grössere Summe, die Sie nach Wunsch verwenden können. Etwa, um die Hypothek auf Ihrem Eigenheim abzuzahlen, für eine besondere Reise oder einfach als Reserve.

Vergleich Renten- oder Kapitalbezug

 

Rentenbezug

Kapitalbezug

Vorteile

  • Regelmässige Leistungen bis ans Lebensende
  • Sicherheit
  • Hinterlassenenrente
  • Flexibilität
  • Anlagemöglichkeiten mit Chance auf höhere Rendite
  • Schulden können abgebaut werden (z. B. Hypotheken)

Nachteile

  • Im Todesfall kommt das vorhandene Alterskapital nicht den Hinterlassenen zugute
  • Keine Möglichkeit, von Kapitalgewinnen zu profitieren
  • Keine Flexibilität für ausserordentliche Ausgaben
  • Kapital muss bis ans Lebensende selbst verwaltet werden
  • Sicherheit ist nicht gewährleistet (keine Garantien)
  • Gefahr, sich von boomenden Börsen blenden zu lassen
  • Bei sinkenden Börsenkursen schrumpft das Alterskapital schnell, und es muss mit Einschränkungen im Lebensstandard gerechnet werden

Steuern

  • Einkommenssteuer aus der Rente
  • Das Kapital wird gesondert vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz versteuert.

So gehen Sie vor:

  • Erstellen Sie ein Budget für Ihren Ruhestand. So können Sie die Frage Rente oder Kapital besser beantworten.
  • Rente oder Kapitalbezug – die einmal gefällte Entscheidung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Sie muss deshalb gut abgewogen sein. Auch eine Kombination als Mittelweg ist möglich.
  • Entscheiden Sie sich für einen Kapitalbezug, müssen Sie das Ihrer Pensionskasse bis spätestens einen Monat vor der Pensionierung mitteilen.
  • Bei der Auszahlung von Kapital aus den Säulen 2 und 3a zahlen Sie Steuern auf diese Bezüge (zu einem reduzierten Satz). Es lohnt sich daher, das Kapital über mehrere Jahre gestaffelt zu beziehen.
  • Am besten lassen Sie sich durch einen Experten beraten.
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