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Arbeitswelt im Fokus: Persönlichkeitsstörungen und Burnout

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Mit den sich rasant verändernden Arbeitsbedingungen steigen die Anforderungen sowohl an Mitarbeitende als auch an Arbeitgebende stetig. Durch diese Entwicklung ist auch die Psyche des Menschen stark gefordert.
Wie finden sich Menschen mit Persönlichkeitsstörungen in diesem Arbeitsumfeld zurecht? Führen erhöhte Arbeitsbelastungen und Stress zwangsläufig zu einem Burnout? Werden psychische Erkrankungen frühzeitig erkannt, adäquat behandelt und vollständig geheilt? Wie erfülle ich als Arbeitgeber die Pflicht, die Gesundheit meiner Mitarbeitenden zu erhalten?
Diesen und weiteren Fragen gingen Exponenten aus Medizin und Wirtschaft und direkt Betroffene in ihren Referaten und anlässlich einer spannenden Podiumsdiskussion gemeinsam auf den Grund.

In der Bildstrecke sehen Sie einige Eindrücke des Tages.

«Da luegt me no zu de Lüt»

Simone Eisner ist Head of Case Management bei Swisscom. Am Claims Day hat sie darüber gesprochen, wie Swisscom mit langzeitarbeitsunfähigen Mitarbeitenden umgeht.  Sie erzählt im Interview, warum sich dieses Engagement lohnt und was sie daran besonders stolz macht.

Der diesjährige Claims Day, die Fachtagung für Erwerbsunfähigkeit, thematisierte Persönlichkeitsstörungen und Burnout. Simone Eisner, Head of Case Management bei Swisscom, hat am Anlass über ihre tägliche Arbeit im Umgang mit langzeitarbeitsunfähigen Mitarbeitenden erzählt. Nach dem Anlass trafen wir sie zum Interview.

Simone, ab welchem Zeitpunkt wird das Case Management von Swisscom bei einer Arbeitsunfähigkeit aktiv?
Wir schalten uns in der Regel ab einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Tagen ein. Eine längere Abwesenheit kann viele Ursachen haben. Unser Job als Case Manager ist es, für alle Beteiligten grösstmögliche Stabilität, Sicherheit und Klarheit herzustellen. Im Dreieck zwischen Vorgesetzten, Mitarbeitenden und uns Case Managern machen wir eine erste Einschätzung der Gesundheits- und Arbeitssituation und prüfen, ob die Bereitschaft für eine interne Wiedereingliederung grundsätzlich vorhanden ist. Die erkrankten Mitarbeitenden sollen genesen können, insbesondere im Moment einer schrittweisen Rückkehr in den Arbeitsprozess. Gleichzeitig sollen auch die Vorgesetzten mit ihren Teams ihre Business-Aufgaben erfüllen können. Das ist häufig eine belastende Situation für alle. Als Case Manager unterstützen wir genau in dieser Situation. 

Ihr vermittelt euren arbeitsunfähigen Mitarbeitenden die Botschaft «ihr seid krank, aber wir halten an euch fest». Inwiefern lohnt sich das für Swisscom?
Das Case Management kann immer wieder aufzeigen, dass wir einen Nutzen bringen: aus betriebswirtschaftlicher Sicht, aber auch aus der sozialen Verantwortung heraus. Als Swisscom sind wir überzeugt: «Wir haben gute, wertvolle und engagierte Mitarbeitende. Das bleiben sie auch dann, wenn sie einmal länger abwesend sind.» Das fördert eine Kultur des Vertrauens. Wir geben Kolleginnen und Kollegen das Signal, dass wir sie auch in persönlichen Krisen oder bei einer längeren Krankheit unterstützen. Dieses Bewusstsein fördert die ohnehin hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit Swisscom. Diese Identifikation trägt zur Motivation und Leistungsbereitschaft bei. Zudem kann es je nach Jobprofil sehr aufwändig sein, jemand Neuen zu finden oder einzuarbeiten.

«Wir haben gute, wertvolle und engagierte Mitarbeitende. Das bleiben sie auch dann, wenn sie einmal länger abwesend sind.»

original Simone Eisner, Head of Case Management Swisscom

 

Eure Tätigkeit hilft also auch dem Ansehen von Swisscom als Arbeitgeberin?
Ja, das spüren wir bei unserer täglichen Arbeit stark. Kollegen von erkrankten Mitarbeiten-den kommen auf uns zu und sagen uns, wie toll sie es finden, dass wir erkrankte Personen unterstützen und nicht einfach «rausschmeissen». Es macht die Mitarbeitenden stolz, bei einem solchen Unternehmen zu arbeiten. Es fördert ihre Loyalität und die Verbundenheit mit der Arbeitgeberin. Die Mitarbeitenden denken sich «da luegt me – trotz allem – no zu de Lüt» und diese Botschaft tragen sie auch nach aussen.

Und was löst das bei dir aus?
Auch ich bin sehr stolz, Teil eines Unternehmens zu sein, das die soziale Verantwortung trotz erhöhtem marktwirtschaftlichem Druck ernst nimmt und es schafft, so viele engagierte Leute einzubinden. Ich hatte das selber nicht erwartet. Noch vor Kurzem war ich in sozialen und staatlichen Unternehmen tätig und dachte, diese Kultur sei vor allem dort verankert. Für mich ist es eine meiner grossen Überraschungen und Freuden, dass dieses Engagement bei meinem aktuellen Arbeitgeber Swisscom noch viel ausgeprägter ist.

 

Mélina Zaugg, Kommunikation Unternehmenskunden

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