Was bringen Arbeitgeberbeitragsreserven dem Unternehmen?

Die Arbeitgeberbeiträge an die Pensionskasse müssen nicht zwingend jährlich fliessen. Es ist auch möglich, in guten Jahren vorauszusparen. Und in schlechteren Jahren davon zu zehren. Das spart Steuern und schont in schwierigen Zeiten die Liquidität.

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Die meisten Unternehmen überweisen ihre Arbeitgeberbeiträge an die Sozialver­sicherungen monatlich in gleichbleiben­den Tranchen zusammen mit den ent­sprechenden Abzügen auf den Löhnen ihrer Mitarbeitenden. Doch das ist nicht zwingend. Zumindest bei der berufli­chen Vorsorge ist es zulässig, «vorauszu­sparen» und grössere Beiträge an die Vor­sorgeeinrichtung seines Unternehmens zu zahlen. Das kann sich in guten Jahren lohnen. Denn die Pensionskassenbei­träge werden normalerweise deutlich besser verzinst als auf dem Firmenkonto. Und in Jahren mit überdurchschnitt­lichem geschäftlichem Erfolg lassen sich dadurch auch die Ertrags-­ bzw. Gewinn­steuern senken. 

Freiwillige Vorauszahlungen gelten als Aufwand

Denn solche sogenannten Arbeitgeber­beitragsreserven dürfen im Einzahlungs­jahr als Aufwand verbucht werden, was in der Folge den Gewinn reduziert. Die Steuerbehörden akzeptieren dabei freiwillige Vorauszahlungen bis zum Fünffachen des jährlichen Arbeitgeber­beitrags. Das spart nicht nur kräftig Steuern, sondern stärkt das Unterneh­men auch im Hinblick auf künftige, mög­licherweise weniger erfolgreiche Jahre.

Arbeitgeberbeitragsreserven gleichen Gewinnschwankungen aus

Sinken die Gewinne in einem Jahr oder fährt das Unternehmen gar einen Verlust ein, so kann es auf die aktuelle Zahlung der Arbeitgeberbeiträge an die 2. Säule vorübergehend verzichten. Stattdessen erfüllt das Unternehmen seine Verpflich­tungen aus der geäufneten Arbeitgeber­beitragsreserve. Dies schont die Liqui­dität in schwierigen Zeiten. Auch für die Eigentümer des Unternehmens lohnt sich dieses Vorgehen. Denn regelmässige Ausschüttungen sind wegen des progres­siven Tarifs der Einkommenssteuern günstiger als hohe Dividenden oder Be­züge im einen und tiefe Ausschüttungen im anderen Jahr.

Rückzahlung an den Arbeitgeber ist ausgeschlossen

Doch aufgepasst: Arbeitgeberbeitrags­reserven dienen ausschliesslich der Prä­mienzahlung oder allenfalls einer Leis­tungsverbesserung. Zudem dürfen sie im Sanierungsfall beigezogen werden. Eine Rückzahlung an den Arbeitgeber ist hingegen ausgeschlossen.

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