Ich bin Unternehmer. Lohnt sich eine Kaderversicherung für mich und unser Führungsteam?

Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung der Kaderversicherung. Dabei ist sie gerade im Kampf um Fachkräfte ein grosser Vorteil. Eine gute Vorsorgelösung der 2. Säule ist sowohl für Kader als auch für Unternehmer attraktiv.

Exzellente Kader und Fachkräfte sind unabdingbar für den Unternehmenser­folg. Diese «Schlüsselmitarbeitenden» bilden das Rückgrat der Firma und sind nur schwer ersetzbar. Wer sich im Markt als attraktiver Arbeitgeber positionieren kann, hat im Kampf gegen den Fachkräf­temangel einen Wettbewerbsvorteil. Die berufliche Vorsorge bietet Unterneh­mern über die Kaderversicherung ge­wichtige Argumente, um die Besten für sich zu gewinnen. Denn: Wer ein hohes Einkommen erzielt, will auch gut ver­sichert sein. Viele Pensionskassen schöp­fen die gesetzlichen Möglichkeiten für Leistungsverbesserungen und Optimie­rungen in der Steuerplanung aber noch zu wenig aus. Eine Kaderversicherung bietet nicht nur für die versicherten Angestellten attraktive Vorteile, sondern auch für Sie als Unternehmer.

original

Drohende Finanzierungslücke

Jedes Unternehmen ist verpflichtet, die Mitarbeitenden ab einem Einkommen von 21 150 Franken pro Jahr für die Risiken Tod und Invalidität sowie für die Pensionierung zu versichern. Löhne über 84 600 Franken können freiwillig versichert werden (sog. Überobligatorium). Ohne zusätzliche Versicherung des darüber hinausgehenden Einkom­mens sind die Kader und Sie selbst im Alter mit einer Finanzierungslücke von 40 und mehr Prozent massiv schlechter gestellt als während der Erwerbsphase. Als Eigentümer des Unternehmens kön­nen Sie mit einem gut ausgebauten Vor­sorgeplan Unternehmensgewinne steuer­günstig in Ihr privates – wenn auch bis zur Pensionierung noch gebundenes – Privatvermögen überführen.

Höhere Sparbeiträge durch den Arbeitgeber

Sie als Arbeitgeber sind im Rahmen der 2. Säule (Pensionskasse) verpflichtet, sich mindestens hälftig an den Beiträgen zu beteiligen. Im Kampf um Fachkräfte kann es auch für KMU mit bis zu 50 An­gestellten ein entscheidender Vorteil sein, als Arbeitgeber mehr als die Hälfte der Pensionskassenbeiträge zu überneh­men. Denn nicht nur Lohn und allfällige Boni sind wichtige finanzielle Anreize. Die Angestellten nehmen zusätzliche höhere Beiträge in die Altersvorsorge als wichtige Lohnnebenleistungen wahr. Knapp ein Drittel aller Firmen mit der Grösse von 10 bis 250 Mitarbeitenden nutzt diese Möglichkeit und beteiligt sich über den vorgeschriebenen Anteil hinaus an den Beiträgen für die Pensionskasse.

Freiwillig höhere Sparbeiträge durch die Versicherten

Voraussetzung für eine Zusatzversi­cherung ist, dass die Bedingungen für eine ganze Kaderstufe nach objektiven Grundsätzen einheitlich sind. Für Ka­derangestellte kann es speziell interessant sein, freiwillig höhere Sparbeiträge zu leisten. Dazu können Sie in Ihrem Vorsorgewerk bis zu drei verschiedene Wahlsparpläne einrichten. Ihre Kader haben dann die Möglichkeit, zum Bei­spiel 12, 14 oder gar 16 Prozent ihres versicherten Lohnes steuergünstig in die Pensionskasse einzubringen und gleichzeitig die Leistungen in der Vorsor­geplanung zu verbessern.

Wählbare Anlagestrategie

Es ist zudem möglich, in der 2. Säule ren­diteträchtigere Anlagestrategien zu ver­folgen. Lohnbestandteile über 126 900 Franken dürfen innerhalb von maximal zehn definierten Anlagestrategien indivi­duell durch die Versicherten angelegt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung, ob solche soge­nannte «1e­-Pläne» im Rahmen einer  unternehmensspezifischen Lösung an­geboten werden.

Anderes Schlussalter bei der Kaderversicherung

Wird das Schluss­ respektive Pensionie­rungsalter in der Kaderversicherung  früher definiert als in der «Basisvorsorge», kann der Versicherte bei einem Kapitalbezug der Altersleistungen ab­hängig vom Wohnkanton zudem die Steuerprogression brechen – ein weiterer Pluspunkt der Kaderversicherung.

×