Swiss Life-Chefökonom Marc Brütsch und Swiss Life Wealth Managers-CIO Dr. Peter Kaste beleuchten im aktuellen Quartalsvideo, was uns im 4. Quartal 2025 an den Finanzmärkten erwartet, und erläutern, was für Anlegerinnen und Anleger wichtig ist.
Zollschock für die Schweiz und US-Geldpolitik im Fokus
Auch im 3. Quartal 2025 beeinflusste die US-Politik die Finanzmärkte: Die Schweiz wurde mit einem der höchsten Zollsätze belegt – ein Schock für die Schweizer Wirtschaft.
Die Schweizer Finanzmärkte haben jedoch erstaunlich gelassen reagiert und auch weltweit haben sich die Märkte als sehr robust erwiesen. Was bedeutet das für Anlegerinnen und Anleger und wie stehen die Zeichen für das nächste Jahr? Erfahren Sie es jetzt im Video direkt von unseren Experten.
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- Der Zollstreit belastet die Schweizer Wirtschaft, vor allem in den exportorientierten Branchen. In den wirtschaftlichen Daten, wie dem wöchentlichen Indikator zur Wirtschaftsaktivität (WWA) des SECO, ist dies bisher aber noch nicht sichtbar.
- Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie leidet unter der Zollschere: Konkurrenten aus anderen Ländern zahlen niedrigere Zölle. Besonders betroffen sind «Swiss Made»-Hersteller wie Uhren- und Käseexporteure, während Weltmarktführer Zölle teilweise weitergeben können und «Swissness»-Produzenten oft bereits im Ausland produzieren.
- Die Prognose zum BIP-Wachstum wurde nach unten korrigiert. Kurzfristig belasten sinkende Exporte in die USA, langfristig verstärkt Produktionsverlagerung den Effekt. Entscheidend wird sein, wie lange die Zollschere besteht.
- Die Schweizer Finanzmärkte reagierten trotz Zollschock gelassen. Im August zählte der Aktienmarkt (in CHF) zu den besten weltweit.
- Die Rally wird durch starke Unternehmensgewinne getragen – besonders in den USA, aber auch in Europa besser als erwartet. Ausländische Anlegerinnen und Anleger litten jedoch unter dem schwachen US-Dollar.
- In den USA hat sich das Wachstum nur leicht verlangsamt, der Arbeitsmarkt kühlt ab und die Inflation bleibt hoch.
- In Europa profitiert die Bauwirtschaft von der lockeren Geldpolitik, die Unternehmerstimmung in der Eurozone erreichte zuletzt ein Mehrjahreshoch.
- Das Fed senkte am 17. September die Zinsen, trotz gut laufender Wirtschaft und eher steigenden Inflationsaussichten. Kurzfristig profitieren Aktien von höheren Unternehmensgewinnen, langfristig steigen die Inflationserwartungen.
- Die expansive Geldpolitik und die fallenden Realzinsen belasten den US-Dollar und machen Anleihen mittel- bis langfristig weniger attraktiv. Kurzfristig profitieren sie von niedrigeren Leitzinsen. Unsere Blogserie erklärt, wie Währungen funktionieren, und zeigt die besondere Rolle des US-Dollar für Währungen weltweit.
- Gold profitiert von steigenden Inflationserwartungen und fallenden Realzinsen besonders und gehört 2025 zu den stärksten Anlageklassen. Die Politik der US-Regierung verstärkt die Gold-Rally weiter. Hintergründe zum Thema Gold finden Anlegerinnen und Anleger in unserer Deep-Dive-Blogserie.
- In turbulenten Zeiten gilt für Anlegerinnen und Anleger: Ruhe bewahren und ihrer langfristigen Strategie treu bleiben. Wer sein Geld bei niedrigen oder negativen Realzinsen auf Sparkonten oder in Anleihen parkiert, verliert real an Kaufkraft. Anlegerinnen und Anleger mit entsprechendem Anlagehorizont, Risikofähigkeit und Risikobereitschaft können mit einem dynamischeren Profil nach wie vor mehr aus ihrem Geld machen.
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Hinweis: Die aufgeführten Angaben dienen lediglich Informationszwecken und sind ohne Gewähr und Haftung. Sie begründen weder ein Angebot, eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Erwerb oder zur Veräusserung von Finanzinstrumenten oder zum Abschluss von anderen Rechtsgeschäften. Dieser Beitrag enthält zukunftsgerichtete Aussagen, welche unsere Einschätzung und unsere Erwartungen zu einem bestimmten Zeitpunkt ausdrücken. Dabei können verschiedene Risiken, Unsicherheiten und andere Einflussfaktoren dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Resultate sich von unseren Erwartungen deutlich unterscheiden. Die vergangene Performance ist kein Indikator für laufende und zukünftige Entwicklungen und Ergebnisse. Investitionen in Finanzprodukte sind mit unterschiedlichen Risiken verbunden, wozu auch der potenzielle Verlust des eingesetzten Kapitals gehört.