Ein gepflegter Garten oder Balkon erweitert den Wohnraum nach draussen, steigert die Aufenthaltsqualität und kann auch zum Werterhalt der Immobilie beitragen. Gleichzeitig sind Aussenbereiche heute stärker gefordert als noch vor wenigen Jahren: heisse Sommer, Trockenphasen und der Wunsch nach naturnaher Gestaltung verändern die Ansprüche an Pflege und Bepflanzung.
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) betont, dass Gärten, Dächer und Balkone zur Biodiversität beitragen und das lokale Klima positiv beeinflussen können. Für Eigentümer zahlt sich langfristig vor allem eine Gestaltung aus, die nicht nur gut aussieht, sondern auch zum Standort passt. Statt auf empfindliche Zierpflanzen mit hohem Wasser- und Pflegebedarf zu setzen, lohnt es sich, robuste und standortgerechte Arten zu wählen.
Auf Balkonen, Terrassen und Fenstersimsen lassen sich eine Vielzahl von Nutzpflanzen sowie fast alle
einheimischen Wildpflanzen kultivieren. Solche Pflanzen fördern die Biodiversität und dienen Insekten als Nahrungsquelle. Für Eigentümer ist das doppelt interessant: Der Pflegeaufwand bleibt oft überschaubar, und gleichzeitig entsteht ein Aussenbereich, der lebendig und dauerhaft attraktiv wirkt.
Einheimische Pflanzen sind oft die bessere Wahl
Wer Garten oder Balkon pflegeleichter machen will, fährt meist gut mit einheimischen Pflanzen. Sie
sind an die hiesigen Bedingungen angepasst und kommen in der Regel optimaler mit den lokalen Klima- und Bodenverhältnissen zurecht. Gleichzeitig unterstützen sie Insekten und andere Tiere deutlich besser als viele exotische Zierpflanzen. Ganz frei in der Wahl ist man ohnehin nicht: Seit September 2024 sind einige gebietsfremde Pflanzen wie der Schmetterlingsstrauch, der Kirschlorbeer oder der Blauglockenbaum verboten.
Gerade bei sonnigen Balkonen und exponierten Gartenbereichen wird die richtige Pflanzenauswahl immer wichtiger. Begrünte Flächen verbessern das Mikroklima, spenden Schatten, erhöhen die Wasserspeicherkapazität des Bodens und unterstützen die Versickerung bei Niederschlägen. Ein gut geplanter Aussenbereich sieht nicht nur schön aus, sondern reagiert auch besser auf Hitze und Trockenheit. Statt viele durstige Einzelpflanzen in kleinen Gefässen zu pflegen, ist es oft sinnvoller, auf grössere Pflanzgefässe, widerstandsfähige Arten und eine standortgerechte Kombination zu setzen.
Der Umwelt zuliebe: torffrei gärtnern
Ein weiterer Punkt, der für Eigentümer immer relevanter wird, ist die Wahl der richtigen Erde. Das BAFU empfiehlt, torffreie Produkte zu verwenden und beim Kauf von Sackerden und Pflanzen gezielt auf die Kennzeichnung zu achten. Torf ist aus Umweltsicht problematisch, weil für seinen Abbau Moore zerstört werden. Gleichzeitig verweist das Amt darauf, dass einheimische Pflanzen oft gar keine sauren Torfsubstrate benötigen.
Eine grüne Oase entsteht nicht nur durch Pflanzen, sondern auch durch die richtige Aufteilung. Im Garten helfen Staudenflächen, Kräutersäume, kleinere Naturbereiche oder einfache Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen, Leben in den Aussenraum zu bringen und gleichzeitig monotone, pflegeintensive Flächen zu vermeiden. Solche Kleinstrukturen bieten Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten und lassen sich oft einfach und kostengünstig mit Material aus der näheren Umgebung anlegen.
Auch auf kleinen Balkonen ist viel möglich
Ihnen fehlt ein eigener Garten? Keine Sorge: Auch kleine Balkone lassen sich naturnah begrünen. Schon eine durchdachte Mischung aus Kräutern, Wildpflanzen, Beeren oder Gemüse kann den Balkon funktionaler und wohnlicher machen. Was dem Standort entspricht, gedeiht meist zuverlässiger. Ein gut gestalteter Balkon erhöht den Wohnwert deutlich, ohne dass daraus zwangsläufig ein zeitintensives Hobby werden muss.
Fazit
Für Wohneigentümer lohnt sich Garten- und Balkonpflege heute besonders dann, wenn sie nicht nur dekorativ, sondern auch durchdacht ist. Einheimische Pflanzen, torffreie Erde, klimaangepasste Gestaltung und weniger monotone Flächen machen den Aussenbereich oft pflegeleichter, robuster und ökologisch wertvoller. Wer seinen Aussenbereich jetzt bewusst plant, schafft sich eine grüne Oase, die schön aussieht, sich im Alltag gut integrieren lässt und langfristig zur Qualität der Immobilie beiträgt.
IMMOPULSE Newsletter
Möchten Sie über alle Neuigkeiten von Immopulse informiert werden, dann melden Sie sich gleich für unseren monatlichen Newsletter an.
Kontaktieren Sie unsere Immobilienexperten
Gerne beraten wir Sie.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt mit Freunden teilen!