Am 10. März beginnen in der National League die Play-offs. Bevor es soweit ist, hatten wir die Möglichkeit, das Team der ZSC Lions beim Training zu begleiten. Nebst Spielerlegende Mathias Seger (40) und Newcomer Raphael Prassl (20) nahmen auch Sportchef Sven Leuenberger und Trainer Hans Kossmann auf dem roten Sofa Platz. Wir haben die spannendsten Antworten aus den Interviews für Sie gesammelt.

Die Play-offs stehen vor der Tür, seid ihr bereit?
«Wir sind ready! Wir haben vor der Olympiapause gut gespielt und in den letzten zwei Wochen hart trainiert, alle sind in guter Form», meint Prassl. Seger pflichtet bei: «Vor der Olympiapause gab es einen Aufwärtstrend, den setzen wir jetzt fort. Wir freuen uns auf die Play-offs.»

Sind Teamgeist und Selbstbestimmung vereinbar?
Sportchef Leuenberger erklärt: «Für mich persönlich bedeutet Selbstbestimmung Freiheit und die damit verbundenen Möglichkeiten, Entscheidungen selber treffen zu können, also auch im Berufsleben. In Bezug auf einen Sportverein ist es extrem wichtig, Teamgeist und die Selbstbestimmung des Einzelnen zu vereinen. So ist es einerseits essentiell, dass die Spieler die Vorgaben des Trainers akzeptieren, andererseits sollten die Spieler in ihrer Freizeit wissen, was sie körperlich und mental brauchen. Dementsprechend sollten sie individuell an sich arbeiten.» Trainer Hans Kossmann sieht das ähnlich: «Jedes Teammitglied hat einen ganz eigenen Charakter und auch eine spezielle Rolle in der Mannschaft. Man muss seine Rolle erfüllen und Verantwortung übernehmen, aber trotzdem sich selber bleiben.»

Was ist das Geheimnis einer langen, erfolgreichen Sportlerkarriere?
Der 40-jährige Verteidiger Mathias Seger meint: «Wer lange im Eishockey dabei sein will, muss gesund leben und hart trainieren, aber gleichzeitig den eigenen Körper nicht überstrapazieren. Was es genau braucht, ist sehr individuell.» Diese Individualität beschreibt Sven Leuenberger wie folgt: «Einzelne Spieler sind fünf Minuten nach dem Training schon unter der Dusche, andere laufen lange aus, dehnen und gehen anschliessend noch zum Krafttraining. Jeder hat andere Bedürfnisse und jeder Körper funktioniert anders. Ich selbst hatte ein Hüftleiden, auf das ich beim Training Rücksicht nehmen musste.»

Wie sieht es mit den Plänen nach der Karriere aus?
Matthias Seger erklärt: «Geplant ist eine schöne Reise mit der Familie und darauf freue ich mich auch sehr, doch im Moment dreht sich in meinem Kopf alles um die Play-offs. Ich fokussiere mich auf das Jetzt.» Raphael Prassl gibt zu: «Auch wenn ich schon in die dritte Säule einbezahlt habe, mache ich mir noch nicht allzu viele Gedanken über meine längerfristige Zukunft, ich bin ja schliesslich erst 20 Jahre alt. Mein Fokus liegt im Moment hauptsächlich auf meiner Profikarriere. Trotzdem gehe ich nebenbei zur Schule, um mich für später abzusichern.» Bei der Antwort auf diese Frage lacht Trainer Kossmann und sagt: «Ich war ja eigentlich schon fast pensioniert und habe wieder Arbeit als Trainer gefunden. Ich freue mich aber auch darauf, die Zeit danach mit Reisen, Familie und Arbeit rund um unser Einfamilienhaus zu füllen.»

Wir halten fest: Die ZSC Lions sind bereit für die Play-offs. 
Und auch wenn die einzelnen Teammitglieder an ganz unterschiedlichen Punkten in ihrer Karriere stehen, setzen sie sich mit dem Thema «Selbstbestimmung» auseinander und sehen die Wichtigkeit dieser Thematik auch im Sport.

Wir wünschen den ZSC Lions an dieser Stelle viel Erfolg für die kommenden Spiele und drücken die Daumen!

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