Ein Gefühl der Sicherheit im eigenen Zuhause zählt zu den menschlichen Grundbedürfnissen, doch die neuesten Daten des Bundes beunruhigen: In der Schweiz wurden 2024 insgesamt 46’070 Einbruch- und Einschleichdiebstähle erfasst. Das sind über 11 Prozent mehr als im Vorjahr.
Durchschnittlich 126 Mal pro Tag wird in der Schweiz eingebrochen. Vor diesem Hintergrund rückt der
Einbruchschutz zunehmend in den Fokus – nicht nur als technische Herausforderung, sondern auch als strategische Aufgabe für Haus- und Wohnungsbesitzer.
Steigende Einbruchszahlen mit regionalen Schwerpunkten
Der nationale Trend zeigt deutlich nach oben: 2024 wurden 11,2 Prozent mehr Einbrüche verübt als im Vorjahr. Insgesamt beläuft sich die Zahl auf 46’070. Allein in der Stadt Zürich wurden 2’815 Einbruchdiebstähle registriert. Spitzenreiter ist der Kanton Solothurn mit einem Anstieg von rund 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Diese Haushalte sind gefährdet
Einbrecher nutzen zunehmend organisierte Vorgehensweisen und profitieren von Informationsquellen wie den sozialen Medien, um Abwesenheitsmuster zu erkennen. Häufige Schwachstellen sind Fenster, Terrassen-
oder Balkontüren sowie schlecht gesicherte Kellerschächte. In Mehrfamilienhäusern dienen häufig gemeinschaftlich genutzte Bereiche wie Waschküchen als Einstiegspunkt.
Strategien und Massnahmen für einen erfolgreichen Schutz
Ein effektiver Einbruchschutz setzt auf vier Säulen:
1. Mechanischer Schutz: Hochwertige Türen und Fenster mit geprüften Widerstandsklassen, Mehrfachverriegelungen sowie Verbundsicherheitsglas bieten erhöhte Sicherheit. Für Keller- und Lichtschächte gibt es spezielle Gitter und andere Sicherheitsabdeckungen.
2. Elektronische Systeme: Nutzen Sie Alarmsysteme wie Bewegungsmelder, Glasbruchsensoren und Kameras. Idealerweise sind Ihre Alarmanlagen vernetzt, also mit Wachdiensten oder Sicherheitszentralen verbunden.
3. Organisatorische und präventive Massnahmen: Bewegungslichter im Aussenbereich, Schilder mit Hinweisen wie «alarmgesichert» und ein überschaubarer Garten haben nachweislich abschreckende Wirkung. Bitten Sie Ihre Nachbarn, während Ihrer Abwesenheit Aufmerksamkeit walten zu lassen und bieten
Sie ihnen Ihrerseits dasselbe an.
4. Persönliches Verhalten: Simulieren Sie Anwesenheit, auch wenn Sie in den Ferien weilen. Dies ist beispielsweise mit einer App-gesteuerten Innenbeleuchtung oder Rollladenbewegung möglich. Pausieren Sie die Postzustellung, damit Ihr Briefkasten nicht überquillt. Wertgegenstände im Haus sollten sicher deponiert werden.
Fazit
Zugegeben: Eine umfassende Sicherung kann schnell mal ein paar tausend Franken kosten. Verglichen mit
einem Einbruch, der nicht nur materielle Schäden verursacht, sondern auch psychische Belastungen mit sich bringt, lohnt sich der Aufwand durchaus. Übrigens: Sicherheitsfirmen und die Kantonspolizei bieten oft Gratisberatungen an.
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