Eine Auswahl an Projekten, die durch die Stiftung Perspektiven unterstützt werden.

Das 36. DAVOS FESTIVAL - YOUNG ARTISTS IN CONCERT findet unter dem Motto Aequalis statt

30 Hauptkonzerte und zahlreiche kostenfreie Veranstaltungen, Festivalwanderungen und Musikerlebnisse lockten das Publikum von nah und fern an. Vom 7. bis 21. August stellte der DAVOS FESTIVAL Intendant, Dirigent und Organist Marco Amherd seine zweite Festivalausgabe unter das Motto Aequalis. Das diesjährige Festival widmete sich den Themen Gleichheit, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit. Anlass zu dieser facettenreichen Auseinandersetzung bietet ein 50-jähriges Jubiläum: 1971 wurde in der Schweiz das Wahl- und Stimmrecht für Frauen eingeführt.

«Ich bin kein grosser Fan von Konzertprogrammen, welche sich "nur" der Schönheit der Musik widmen und ihren Entstehungskontext ausblenden. Die Biographie von Komponistinnen und Komponisten prägt ihr Werk. Emanzipation, Feminismus und Gleichberechtigung wurden zu Recht in den letzten Jahren als immer dringlichere Themen wahrgenommen. Ich fand es spannend zu ergründen, wie sich dazu musikalische Pendants entwickeln lassen, und ich glaube, dass einige Konzerte mit ungewohnten Sichtweisen überraschen werden», fasst der 32-jährige Intendant aus dem Wallis seinkünstlerisches Konzept zusammen.

Link zum Radiobeitrag von Julia Kaiser, erschienen bei SWR2 Tonart (18. August 2021)

Das Davos Festival ist über die Landesgrenze hinaus bekannt als Plattform für begabte junge Musiker und Musikerinnen der klassischen Musik. Es wurde im Jahre 1986 von Michael Haefliger gegründet. Seither verwandelt es Davos während zwei Wochen im August in ein Mekka der Kammermusik. Der Geist und die Aussagekraft der jungen Künstler locken Musikliebhaber aus der ganzen Schweiz ins Landwassertal. 

In der Swiss Cancer Foundation engagieren sich Unternehmen und Persönlichkeiten im Kampf gegen Krebs. Die Stiftung unterstützt Forschungs- und Behandlungsprojekte mit finanziellen Mitteln und weiteren Leistungen und bezweckt die direkte und indirekte Förderung der Krebsforschung, die Unterstützung der Krebsbehandlung von Patienten sowie die Unterstützung aller Massnahmen im Kampf gegen die Krebskrankheit. Swiss Cancer Foundation hilft bestehenden Institutionen und Organisationen wie namentlich der Krebsliga Schweiz und der Stiftung Krebsforschung Schweiz mit finanziellen Mitteln und anderen Leistungen in ihrem Kampf gegen die Krankheit Krebs. Zur Mittelbeschaffung steht die Swiss Cancer Foundation in engem und dauerndem Kontakt mit Unternehmungen und Führungspersönlichkeiten. Diese Donatoren unterstützen die gemeinnützigen Bestrebungen der Swiss Cancer Foundation durch namhafte Beiträge, Zuwendungen und Naturalleistungen und werden seitens der Stiftung dazu entsprechend motiviert. Die Donatoren sind Mitglieder der Vereinigung «Donatoren Swiss Cancer Foundation».

Die Stiftung Arbeitskette wurde 1977 gegründet mit dem Zweck, Menschen mit gesundheitlichen und/oder sozialen Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. 1994 eröffnete sie den ersten Gastronomiebetrieb mit Integrationsarbeitsplätzen in der Schweiz, das bekannte Restaurant Limmathof. Seither sind weitere Restaurants wie die Alpenrose in Zürich-West, das Stürmeierhuus in Schlieren oder das Café 1842 im Zürcher Niederdorf sowie ein grosser Catering-Service dazugekommen. In der Arbeitskette werden Menschen ausgebildet, die noch keinen Zugang zu einer Lehrstelle oder Anstellung im ersten Arbeitsmarkt gefunden haben. Ihnen werden Arbeitsplätze mit angepasster Unterstützung angeboten, d.h. Mitarbeitende mit besonderen Bedürfnissen werden in Teams integriert, die sie beraten und begleiten. Je nach Programm erhalten diese Menschen auch Hilfe bei der Suche nach einer Anstellungen im ersten Arbeitsmarkt. Die Integrationsarbeit ist oft eine Übersetzungs- und Vermittlungsarbeit zwischen allen Beteiligten. Vor allem wenn Lernende im Zentrum stehen.

Die Stiftung Arbeitskette ist ein Sozialunternehmen, ein Gastronomieunternehmen, ein Arbeitgeber, ein Ausbildner und ein Pionier zugleich. Und sie vermittelt zwischen den unterschiedlichen Anspruchsgruppen (IV, ihrem eigenen Betrieb, Eltern, Berufsschule, Therapeuten und evtl. das betreute Wohnen), um das gemeinsame Ziel zu erreichen, nämlich den Berufsabschluss und die Arbeitsmarktfähigkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen.

PluSport Behindertensport Schweiz ist die Dachorganisation und das nationale Kompetenzzentrum des schweizerischen Behindertensports. Der Verband, der vor bald 60 Jahren gegründet wurde, zählt rund 12'000 Mitglieder und sieht seine Aufgabe in der Förderung des Sports für Menschen mit einer Behinderung. 90 regionale Sporclubs und rund 100 Sportcamps bieten ein breitgefächertes Angebot an traditionellen und trendigen Sportarten. Zu den Höhepunkten gehört neben dem Worldcup Ski Alpin in St. Moritz jedes Jahr der PluSport-Tag in Magglingen, der grösste Behinderten-Sporttag der Schweiz. Für eine hohe Qualität in den Trainings und Camps sorgen regelmässige Ausbildungskurse für die Leiterinnen und Leiter. PluSport fördert als zukunftsorientierter Verband den Nachwuchs und setzt sich als Co-Stifter von Swiss Paralympic dafür ein, dass ambitionierte Athletinnen und Athleten an nationalen und internationalen Titelwettkämpfen teilnehmen können.

Alle Menschen sollen unabhängig von ihren Voraussetzungen die Möglichkeit haben, regelmässig Sport zu treiben. Dabei werden diverse gesellschaftliche Gruppen mit dem langfristigen Ziel der gegenseitigen Inklusion angesprochen und unterstützt. Insbesondere ältere Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung laufen Gefahr, isoliert zu werden. Gemeinsamer Sport und Bewegung holen Betroffene ab und sorgen für Integration, Lebensfreude und Gesundheit. PluSport schafft auch Angebote für die ältere Generation. Jährlich besuchen rund 400 über 50-jährige Menschen die angebotenen Sportcamps und können damit von einem einmaligen Erlebnis profitieren. Die Camps richten sich ausschliesslich an ältere Mitmenschen mit einer Behinderung, die gerne aktiv sein möchten, aber auch gerne einmal ausspannen. Die abwechslungsreiche Woche bietet Aktivität, Spass und gemütliches Beisammensein.

Auch in den Clubs von PluSport bewegen sich über 6’000 Menschen über 50 Jahre. Darüber hinaus organisiert PluSport viele weitere Freizeitaktivitäten, die von älteren Menschen gerne genutzt werden. PluSport ist überzeugt, dass mit diesem Bewegungs- und Freizeitangebot dazu beigetragen wird, älteren Menschen mit einer Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erhalten, und sie somit vor Vereinsamung und Isolation zu schützen.

Vor über hundert Jahren, im Jahr 1908, wurde in Zürich der Verein für Mutter- und Säuglingsschutz gegründet. Den Verein gibt es unter dem Namen Inselhof Triemli noch heute, und er hat seine grundlegenden Ziele beibehalten: Er setzt sich für Frau, Mutter, Kind und Familie ein.

Die Geschichte des Vereins Inselhof Triemli ist ein Stück Frauengeschichte. Nur dank des Engagements namhafter Pionierinnen konnte der Grundstein für dieses Werk gelegt werden. Der Inselhof ist nach dem 1927 eröffneten Mütter- und Säuglingsheim an der Inselhofstrasse in Zürich-Riesbach benannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam das Mütterheim einem fundamentalen Bedürfnis lediger Frauen entgegen, die ein Kind bekamen.

Der Verein Inselhof erkannte in seiner rund 100-jährigen Tätigkeit immer wieder die Zeichen der Zeit und schuf Angebote, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit zugeschnitten waren. Aus einem «Haus für gefallene Mädchen» hat sich im Lauf der Jahr­zehnte ein Sozial-Medizinisches Zentrum mit renommierter Geburtskli­nik entwickelt. So führte der Verein von 1968 bis 2004 die Frauenklinik Maternité auf dem Triemli-Areal. Die renommierte Klinik wurde 2005 an die Stadt Zürich übergeben. Seit der Übergabe der Frauenklinik konzentriert sich der Verein auf die Umsetzung der Idee eines Kompetenzzentrums für Kinder, Mütter und Väter. Im Lauf der Vereinsgeschichte ist es mehrmals zu existenziellen, finanziellen und politischen Herausforderungen gekommen, die jeweils dank des grossen Engagements der Mitglieder und in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand gemeistert werden konnten. Verschiedene Angebote unter einem Dach, die einander ergänzen und unterstützen, machen das Zentrum zu einem kompetenten Partner für komplexe Fragestellungen.

Das Zentrum Inselhof setzt sich zum Ziel, weiterhin Weg weisende Im­pulse in der Arbeit mit Kindern, Müttern, Vätern sowie Menschen aus deren Umfeld zu setzen. Die Leistungen des Zentrums erfüllen einen wichtigen öffentlichen Auftrag.