Frédéric Bräms Job bei Swiss Life besteht darin, immer wieder einen neuen Job zu haben.

Frédéric Bräm war gerade in den Ferien – beim Gang durch die Lobby am Hauptsitz von Swiss Life Schweiz im Zürcher Binzquartier fällt neben vielen Grüssen mehr als ein «Hey, bist du zurück?». Aix-en-Provence, erklärt er, schön wars, aber, er tätschelt schmunzelnd seinen Bauch, jetzt sind ein paar Wochen Fasten angesagt. Der bald 63-Jährige kennt fast alle hier – einerseits, weil er schon seit 26 Jahren dabei ist, andererseits, weil er als Projektleiter flexibel einsetzbar arbeitet und so mit Mitarbeitenden aus den unterschiedlichsten Bereichen in Kontakt kommt. Es ist eine Arbeitsform, die Frédéric Bräm wie auf den Leib geschneidert passt – der begeisterte Alpinist («Früher konnte es nicht hoch genug sein, heute sind es eher Genusswanderungen») liebt es, Neues zu entdecken und unbeschrittene Pfade zu gehen. 

Herr Bräm, könnten Sie kurz Ihren beruflichen Weg schildern?
Hey, der ist ziemlich wild. Ich habe die Handelsschule abgeschlossen und mich danach mit Informatik beschäftigt, allerlei Programmiersprachen gelernt, die es heute natürlich längst nicht mehr gibt (lacht). Dann habe ich lange im Verkauf einer Gummifirma gearbeitet, bis ich Gummi wortwörtlich nicht mehr riechen konnte und in die Sozialarbeit wechselte, in eine Jugendstrafanstalt. Danach arbeitete ich in einer kleinen Softwareschmiede, bis ich 1996 zu Swiss Life kam.

Frédéric Bräm lehnt sich an einen Stehtisch.
Ich lerne immer wieder Neues dazu.

In welcher Position sind Sie bei Swiss Life eingestiegen?
Ich war immer an der Schnittstelle Business/IT, bis ich irgendwann den Absprung zu den «Finänzlern» machte. Und dort bin ich jetzt seit einigen Jahren und fühle mich wohl.

Die Art, wie Sie arbeiten, hat sich verändert – Sie sind heute sozusagen ein Allrounder, begleiten ganz unterschiedliche Projekte. Wie kam es dazu?
Das hat sich ergeben, als ich für die Qualitätssicherung zuständig war und bei einem spezifischen Produkt ein paar Anmerkungen hatte. Da wurde ich gebeten, das Ganze gleich bis zur Produktionsreife zu begleiten, und das habe ich auch gemacht – und dann fragte unser CFO, Roman Stein: Willst du nicht auch gleich den zweiten Teil machen? Und irgendwie ging es dann einfach so weiter, als Nächstes kam eine Mutterschaftsvertretung, dann ein Projekt im Rechnungswesen. Neulich habe ich bei einem grossen Projekt bei Human Resources mitgewirkt, das war Neuland für mich und sehr spannend.

Frédéric Bräm steht vor dem Swiss Life-Gebäude.

Sie müssen innert kurzer Zeit ein Team kennenlernen und das Team Sie – fiele Ihnen das genauso leicht, wenn Sie erst 30 wären?
Ich glaube, da hilft mir mein Alter tatsächlich sehr. Ich habe keine hierarchischen Ambitionen mehr, sondern will für Swiss Life etwas bewegen. Ich muss auch niemandem mehr etwas beweisen. Generell bringt das Alter sehr viel mehr Gelassenheit. Ausserdem bin ich schon sehr lange dabei, kenne die Organisation und die Strukturen, das hilft natürlich ebenfalls.

Was ist das Beste an dieser Art, zu arbeiten?

Ich lerne immer wieder Neues dazu. Und die Wertschätzung und die Unterstützung des Managements sind ausserordentlich, so habe ich das noch in keiner anderen Firma erlebt. Dass mir so viel Vertrauen geschenkt wird, ist toll.

Was sind die Herausforderungen?
Ein Projekt ist für mich immer eine Reise. Sie geht irgendwo los, dann müssen alle Leute erst mal einsteigen und ihren Platz einnehmen. Ich bin verantwortlich, dass wir als Team alle gut und motiviert zusammen am Ziel ankommen. Je nach Vorhaben merkt man dann, dass diese Fahrt für einige etwas sehr schnell oder holperig ist, und es ist meine Aufgabe, dass die ebenso dabeibleiben wie die, die das Tempo eigentlich noch mehr erhöhen möchten.

Portraitbild von Frédéric Bräm

Frédéric Bräm (Jahrgang 1959) stiess 1996 zu Swiss Life, damals in der Informatik. Es folgten Wechsel zum Geschäftsbereich «Einzelversicherung» (heute Privatkundengeschäft) und dann zu «Finanzen und Aktuariat». Dort hat er inzwischen diverse Aufgaben und Funktionen an der Schnittstelle zwischen Business und IT inne.

Wie eignen Sie sich die verschiedenen Skills und Kompetenzen an, die Sie für die unterschiedlichen Projekte brauchen?
Das Wichtigste ist natürlich, dass ich immer mit sehr kompetenten Mitarbeitenden aus dem jeweiligen Bereich zusammenarbeite. Und dann: lesen. Ich lese aber sehr gern, das fällt mir also leicht.

In zwei Jahren erreichen Sie das Rentenalter – möchten Sie dann aufhören oder weiterarbeiten?
Solange es mir gefällt – und man mich hier brauchen kann (lacht) –, bleibe ich sehr gerne noch lange bei Swiss Life.

Fotos: Lukas Mäder
Text: Michèle Roten

Berufsleben Aktiv Gestalten

Swiss Life engagiert sich für ein selbstbestimmtes Leben und geht in diesem Sinne auch als Arbeitgeberin mit «Berufsleben aktiv gestalten» einen seit 2016 bewährten und stetig weiterentwickelten Weg weiter. Mit flexiblen Arbeits- und Entwicklungsmodellen fördert Swiss Life Schweiz ihre Mitarbeitenden darin, die Chancen der heutigen und der künftigen Arbeitswelt eigenverantwortlich zu gestalten. Dabei liegt der Fokus auf «Employability – Arbeitsmarktfähigkeit durch stetige Weiterentwicklung», «Diversity – Vielfalt als Erfolgsfaktor» und «Work Ability – Arbeitsfähigkeit durch Vereinbarkeit, Motivation und Gesundheit» – über alle Lebensphasen hinweg.

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