2026 sinken die Strompreise in der Schweiz. Trotzdem bleiben Photovoltaikanlagen eine lohnende Investition. Dank neuer Gesetzgebung und dynamischer Tarife lohnt sich ein genauerer Blick auf Solarenergie und Stromkosten.
Für das Jahr 2026 rechnet die Schweizerische Elektrizitätskommission (ElCom) mit einem durchschnittlichen
Preisrückgang von etwa 4 Prozent bei den Stromtarifen. Grund dafür sind auslaufende Lieferverträge aus der Preisspitze von 2022 und 2023 sowie sinkende Energieeinkaufskosten auf dem Markt. Ein typischer Haushalt
zahlt voraussichtlich 27,7 Rappen pro kWh, was einer jährlichen Einsparung von rund 58 Franken entspricht.
Keine langfristigen Preisrückgänge beim Strom
Besonders bemerkenswert: Einige Anbieter setzen auf dynamische Tarife, bei denen sich die Strompreise alle 15 Minuten je nach Netzbelastung verändern. Bereits jetzt haben einige Haushalte die Wahl zwischen stabilem und dynamischem Tarif. In der Praxis sorgen diese Veränderungen dafür, dass der durchschnittliche Strompreis zwar sinkt, langfristige Preisrückgänge aber nicht erwartet werden.
Photovoltaik dank Solaroffensive zukunftssicherer
Die bestehende Solarpflicht für bestimmte Neubauten ist ein entscheidender Schritt hin zur Solaroffensive: Neubauten mit einer anrechenbaren Fläche ab 300 m² müssen seit Anfang 2023 mit Solartechnik ausgestattet werden. Die Festlegung variiert je nach Kanton: So sind im Wallis 40 Prozent der Fläche als PV-Anlage vorgeschrieben, im Aargau lediglich 20 Prozent.
Gemeinschaftliche Nutzung von Solarstrom
Parallel dazu hat das neue Schweizer Stromgesetz 2025 grünes Licht gegeben für Technologien wie den virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Diese ermöglichen die gemeinschaftliche Nutzung von Solarstrom, auch über einzelne Zähler hinaus – eine grosse Chance besonders für bestehende Mehrparteienhäuser. Ab 2026 ergänzen lokale Elektrizitätsgemeinschaften dieses Modell: Mitglieder können dann Strom untereinander tauschen und so von vergünstigten Netznutztarifen profitieren.
Förderung vom Solaranlagen
Seit April dieses Jahres gelten ausserdem erhöhte finanzielle Anreize für Solaranlagen: Neben der weiterhin bestehenden Einmalvergütung (EIV) von bis zu 30 Prozent der Installationskosten steigt der Neigungsbonus für integrierte PV-Anlagen auf CHF 400/kW, für freistehende auf CHF 200/kW. Dazu kommen die kantonalen und regionalen Zuschüsse oder Boni, die oft zusätzlich zur Bundesförderung gewährt werden.
Geringere Hürden für Solaranlagen
Und last, but noch least ist für Fassaden-PV zukünftig kein Baubewilligungsverfahren mehr nötig, sondern nur noch ein einfaches Meldeverfahren. Ein weiterer Anreiz für Solaranlagen: Seit 2025 können Betreiber grosser Anlagen (>150 kW) statt einer Einmalvergütung eine garantierte Stromvergütung über 20 Jahre einfordern, und ab 2026 wird die Vergütung für Einspeisestrom bei kleineren Anlagen (≤ 150 kW) an den Marktpreis gekoppelt.
Fazit
2026 verspricht ein günstiges Jahr für Stromnutzerinnen und -nutzer zu werden: Die Preise sinken – mit wenigen Ausnahmen, und innovative Tarife eröffnen Optionen zur Kostenoptimierung. Gleichzeitig machen gesetzliche Vorgaben und regionale Solaroffensiven die Investition in Solaranlagen zunehmend attraktiv. Ob Sie Stromkosten senken oder aktiv zur Energiewende beitragen wollen: Solarenergie bleibt ein zukunftsfähiger Baustein.
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