«Der Jugend gehört die Welt!», heisst es. Heute wollen mehr Jugendliche als je zuvor diese Welt politisch mitgestalten . Letzte Woche schrieb der Autor und Kabarettist Bänz Friedli an dieser Stelle über seine Erfahrungen als jüngster Gemeinderat der Schweiz. In dieser Woche kommen drei JungpolitikerInnen zu Wort – sie erzählen über ihre Arbeit, ihre Motivation und ihre Ziele. Heute beantwortet die Hochbauzeichnerin Laura Hartmann (*1997) unsere Fragen.

Die Jugend geht – Beispiel Friday for Future – wieder auf die Strasse, macht laut und vernehmlich auf Ihre Anliegen aufmerksam. Das freut auch den Schweizer Autor und Kabarettisten Bänz Friedli, der letzte Woche an dieser Stelle über die Renaissance der politischen Jungen schrieb: «Diese Jungen können einstecken und austeilen. Sie können debattieren. Und wenn sie die Generation ihrer Eltern kritisieren, uns, sollten wir uns hüten, sie für unanständig zu halten. Wenn 'Anstand' Stillstand bedeutet, Rückschritt gar, dann braucht es Unanständige. Sie mögen unverfroren sein, aber sie sind nicht frech. Sie mögen unverschämt klingen – schamlos sind sie nicht. Oft utopisch, aber nie illusorisch. Diese Jungen bleiben dran. Sie geben ihre ganze Freizeit her, lassen sich in Gremien wählen. Und führen den Diskurs weiter, dessen ich so müde bin.»

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Eine dieser Jungen, die sich politisch stark engagiert, ist Laura Hartmann.

Laura, Du bist seit 2018 als Mitglied der Jungen SVP (JSVP) Gemeinderätin in Bülach/ZH. Wie wurdest Du politisch sensibilisiert?
Zuhause habe ich oft mit meinem Vater über aktuelle Ereignisse und Politik diskutiert. 2016 meldete ich mich spontan für die eidgenössische Jugendsession in Bern an. Dieser Event hat mich sehr beeindruckt; daraufhin bin ich der Jungen SVP beigetreten, um weiterhin mit Gleichaltrigen über Politik diskutieren zu können.

Gibt es neben Dir noch weitere Junge im Gemeinderat?
Ja, wir haben noch zwei weitere Gemeinderäte, die unter 30 sind, aber der Altersdurchschnitt des 28köpfigen Gemeinderates (Legislative) in Bülach, liegt aktuell bei 50 Jahren.

Was ist wichtiger: Die Partei oder Deine eigene politische Überzeugung?
Definitiv die eigene politische Überzeugung. Gerade in der Kommunalpolitik wird man als Person und nicht als Partei gewählt.

Was ist Dein politisches Ziel?
Mit meinem Engagement will ich zeigen, dass Politik auch etwas für junge Erwachsene ist. Ich möchte, dass jeder seine politischen Privilegien wahrnimmt, sich eine Meinung bildet und auch wählen geht.

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Mit meinem Engagement will ich zeigen, dass Politik auch etwas für junge Erwachsene ist.

Autor und Kabarettist Bänz Friedli machte es vor 35 Jahren vor – als jüngster Gemeinderat zog er damals in die Legislative einer Berner Vorortsgemeinde. Heute gehen die Jungen – Stichwort Klimakrise – wieder auf die Strasse und engagieren sich auch wieder vermehrt in der Politik. Lesen Sie dazu morgen, was der Berner Jungpolitiker Tobias Vögeli dazu meint.

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Markus Glauser, Verkaufsleiter, Generalagentur Biel-Seeland

Kontakt: 032 328 89 89, Markus.Glauser@swisslife.ch

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