Lebensträume packt man heute viel eher an als früher. Vier Tricks, wie man seine grossen Wünsche umsetzt.

Die Menschen wollen gesund bleiben, eine glückliche Familie haben und das Leben geniessen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Und sie wollen Träume verwirklichen. Anders als frühere Generationen schieben sie ihre grossen Wünsche nicht mehr bis zur Pensionierung auf.

Mütter und Väter realisieren, dass sie die Zeit mit den Kindern nicht nachholen können, wollen aber trotzdem auch arbeiten. Und wieder andere wollen zum Beispiel mit der Weltreise nicht bis 60 warten und so riskieren, dass sie zu Ferien zusammenschrumpft. Deshalb integrieren sie ihren Traum bereits früher in ihr Leben.

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Vier Tricks

Doch wie lassen sich solche Träume verwirklichen? Die Kurzantwort: Mit Herz, Hirn und wissenschaftlich begründetem Vorgehen. Wie das funktioniert, zeigt folgendes Beispiel: Angenommen Ihr grosser Traum ist eine lange Reise durch die USA. Die Route geht über 20’000 Kilometer und kostet ebenso viel Geld. Ein Trip, der sich nicht eben buchen - aber mit diesen vier Tricks umsetzen lässt. 

  • In Etappen planen
    Grosse Wünsche immer etappieren. Erst über viele kleine Schritte sind sie zu verwirklichen. Dabei helfen Ihnen einfache Regeln, die emotional aufgeladen sind - z.B. der Vorsatz, jeden Monat mindestens 500 Kilometer weit zu kommen. Dies geht nahtlos in den nächsten Punkt über.  
  • Geduld belohnen
    Jeden für die Reise gesparten Betrag halten Sie als neue Distanz mit einer Nadel auf einer Reiseroute  fest. Mit 500 Franken kommen Sie demnach 500 Kilometer weit bis nach Paris, mit weiteren 500 Franken bis an den Atlantik etc. Das ist eine wiederkehrende Motivation und hilft spielerisch, den Traum langfristig umzusetzen”, sagt Verhaltensökonom Andreas Staub. Denn jede neue Nadel in der Karte spricht direkt Ihr Belohnungszentrum im Hirn an. Das Warten bis zur Verwirklichung des Traums wird dadurch regelmässig und unmittelbar mit Freude verbunden.
  • Gewohnheiten aufbauen
    Bevor Sie ihren Traum leben, geht es oft um das Sparen von Zeit und/oder Geld, also einen Verzicht. Durch Gewohnheiten oder “automatische” Handlungen wie z.B. einen Dauerauftrag aufs Sparkonto integrieren Sie das Engagement für Ihr Vorhaben einfach in den Alltag und kommen so Ihrer Traumverwirklichung näher.
  • Motivation von aussen
    Kommunizieren Sie Ihr Vorhaben im Freundeskreis und in der Familie. Die “Veröffentlichung” erzeugt soziale Verbindlichkeiten. Das wirkt als zusätzliche Motivation von aussen. Zudem gilt: auch geteilte Vorfreude ist doppelte Freude. Diese positiven Effekte geben zusätzliche Energie, um das grosse Ziel zu erreichen. 

Diese Taktik setzt auf positive Emotionen und ist wissenschaftlich fundiert (siehe Box). Es lässt sich auf unterschiedliche Träume anwenden, sei es zum Beispiel auf eine Auszeit, den Aufbau eines zweiten beruflichen Standbeins als Beraterin oder die Pflege einer zeitintensiven Leidenschaft wie das Fliegen. Wichtig für das Erreichen des Traums ist neben der Gesundheit vor allem die Unterstützung im privaten wie im beruflichen Umfeld.

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Der entscheidende Schritt

Bleibt ein letzter wichtiger Punkt bei der Verwirklichung eines Traums: Mut. Es braucht Entschlossenheit, um den Stein effektiv ins Rollen zu bringen und so den Traum umzusetzen. Lassen Sie sich für diesen Moment die Zeit, die Sie brauchen. Das Wichtigste ist, den Traum aufrecht zu erhalten und nicht unter den Teppich zu kehren. Denken Sie immer wieder konkret darüber nach, was Sie als nächstes tun können, um der Verwirklichung einen kleinen Schritt näher zu kommen. Sollte Sie plötzlich der Mut verlassen, dann rufen Sie sich in Erinnerung, wie sich die Erfüllung des Traums anfühlt. Und dann machen Sie Nägel mit Köpfen. Es lohnt sich! Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Verwirklichung Ihres Traums.

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Deshalb funktionieren die Tricks
Willenskraft alleine reicht nicht aus, um seine Träume zu erreichen. Noch wichtiger bei der Umsetzung sind positive Emotionen - und zwar unabhängig von Alter oder Geschlecht. Der Grund ist das menschliche Gehirn, wie der Zürcher Verhaltensökonom Andreas Staub von Fehr Advice sagt: “Menschen entscheiden hauptsächlich emotional und intuitiv. Deshalb lieben wir umgehende Belohnungen.” Sie lösen sofort positive Gefühle aus.

Dafür verantwortlich ist das Belohnungssystem im Hirn. Es funktioniert am effektivsten im Hier und Jetzt. Bereits kleine Dinge wie neue Nachrichten auf dem Smartphone können dieses System anregen. Ein grosser Traum hingegen schafft das nicht unmittelbar. Anfangs liegt er noch zu weit weg, um die weit entfernte Erfüllung direkt als Belohnung zu empfinden.

Swiss Life

Swiss Life engagiert sich für ein «selbstbestimmtes Leben» - auch als Arbeitgeberin. Mitarbeitende werden darin unterstützt, die Herausforderungen des heutigen Berufslebens über alle Berufsphasen hinweg als Chance zu nutzen. Hierfür lancierte Swiss Life die Initiative „Berufsleben aktiv gestalten“ und entwickelte u.a. flexible Arbeits- und Entwicklungsmodelle sowie Time-out-Modelle, die den Mitarbeitenden Möglichkeiten schaffen, Träume zu verwirklichen. Wie das konkret funktioniert, zeigt demnächst eine Serie mit Portraits von Swiss Life Mitarbeitenden, die ihre Träume umgesetzt haben oder leben.

Bilder: Giorgia Müller Photography 

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