Wie finden Kinder einer Grossfamilie ihre Rolle, was verstehen sie unter Selbstbestimmung? Im Haus der Familie von Anita Rageth und Rico Tiefenthal in Sils im Domleschg sorgen nebst Hündin Finja und drei Katzen auch noch vier Mädchen und zwei Knaben für Betrieb – und fordern Zuwendung, Action und Verständnis.

Die Kinder mögen Gipfeli, das hat Rico Tiefenthal am Telefon verraten. Und tatsächlich, innerhalb von Minuten haben die sechs alle verputzt. Das Holzhaus, welches der Vater selbst gebaut hat, verrät die Kinderschar: Auf der Veranda stehen bunte Stühlchen und ein Puppenhaus – ein paar verstreut herumliegende Crocs weisen darauf hin, dass jemand rasch ins warme Haus gelangen wollte. Drinnen knistert ein behagliches Feuer im Holzofen.

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Nachdem die letzten Brösmeli weggetupft worden sind, verziehen sich die Kinder in ihre Zimmer, die sie sich jeweils zu zweit teilen. Luan und Lias ein Bubenzimmer, Lara und Lea ein Teenagerzimmer. Dass gerade die beiden Schleckmäulchen der Familie das dritte Kinderzimmer bewohnen, hat sich so ergeben.
«Wir haben eine grosse Familie, weil die Schwangerschaft und die Geburt der Ältesten relativ einfach verlaufen ist und ich auch bei Lea wieder eine uuuschöne Schwangerschaft hatte», erzählt Anita Rageth. Diese hätten ihr «immer uuuviel Energie gegeben». Rico, der nur mit einem Bruder aufgewachsen ist, findet seine grosse Familie «megacool», planen könne man so etwas nicht, «es hat sich einfach ergeben», sagt der 42-Jährige. Der gelernte Zimmerman ist glücklich, dass er einen Beruf wählen konnte, der ihm gefällt. «Selbstbestimmung heisst für mich, dass mir niemand vorschreibt, was ich machen soll.»

Während der Fotograf im Wohnzimmer ein kleines Studio aufbaut, werden die Kinder gefilmt. Den Ort, an dem sie das Gespräch führen wollen, dürfen sie selbst bestimmen. Die beiden Ältesten wollen nicht, dass man ihr Zimmer sieht, Lynn möchte als Einzige auf der Veranda vor ihrem geliebten «Poppihaus» aufgenommen werden, der zwölfjährige Lias wählt sein Zimmer. «Das Tollste an den vielen Kindern ist, zu sehen, dass jedes anders ist, obwohl ich das Gefühl habe, dass ich alle gleich erziehe», freut sich Anita.
Nach der Geburt von Lias wollte sie etwas für sich selbst machen und begann die Ausbildung zur Waldspielgruppenleiterin. Mittlerweile hat die 39-Jährige in Sils eine eigene Gruppe auf die Beine gestellt, die sie mit einer Freundin leitet. «So dürfen wir den Kindern unsere Freude an der Natur weitergeben. Das ist meine Selbstbestimmung, dass ich meine Werte nicht nur meinen Kindern weitergeben, sondern etwas breiter streuen kann.»

Text: Yvonne Eckert
Bild: Giorgio von Arb

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Nino Aerni, Verkaufsleiter, Generalagentur Wil

Kontakt: 071 913 70 22; Nino.Aerni@swisslife.ch

«Für Grossfamilien ist es besonders wichtig, sich vor Risiken zu schützen. Aber auch kleinere Familien sollten sich vor den Folgen von Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit oder Tod schützen. Partnerin oder Partner, Mutter oder Vater – wir alle sind Risiken ausgesetzt. Egal welchen Standpunkt Sie annehmen. Es ist wichtig, die richtigen Fragen zu stellen: Ist der aktuelle Versicherungsschutz ausreichend und angemessen? Wie steht es um die Lebenshaltungskosten, die laufenden Ausbildungskosten, Miet- oder Hypothekarzins, wenn einem Elternteil etwas zustösst? Eine auf Ihre Bedürfnisse massgeschneiderte Beratung schaff Klarheit – und Sicherheit. Damit genau das geschützt ist, was Ihnen am Herzen liegt.» swisslife.ch/risiken-absichern

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