Die Immobilienwirtschaft zählt auch 2025 zu den tragenden Säulen der Schweizer Wirtschaft: Sie schafft Arbeitsplätze, generiert Wertschöpfung und sorgt dafür, dass Unternehmen und Haushalte über den nötigen Raum verfügen. Damit ist sie nicht nur ein starker Wirtschafts-, sondern auch ein entscheidender Standortfaktor.
Nach Angaben des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) macht die Immobilienwirtschaft rund 16 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) aus, was einem Volumen von etwa 118 Millionen
Franken entspricht. Die Branche umfasste zuletzt knapp 592'000 Vollzeitstellen. Das sind rund 14 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz – ein Anteil, den kaum eine andere Einzelbranche erreicht.
Der Immobilienmarkt in der Schweiz wird überwiegend durch Wohnhäuser bestimmt: Bis 2022 wurden rund 2,8 Millionen Gebäude mit einer Geschossfläche von fast 1,1 Milliarde Quadratmeter erfasst. Der Gesamtwert dieser Liegenschaften lag bei etwa 3,1 Billionen Franken. Etwa zwei Drittel aller Bauten dienen dabei dem Wohnen. Private Haushalte sind demnach die Hauptnutzer der Immobilienwirtschaft.
Steuerliche Bedeutung des Immobilienmarkts
Auch steuerlich zeigt sich die Relevanz der Immobilienbranche: Der Immobilien-Sektor trägt laut dem «Digitalen Atlas der Immobilienwirtschaft Schweiz» rund 17,4 Milliarden Franken an Steuereinnahmen bei, was etwa elf Prozent der Schweizer Fiskaleinnahmen entspricht. Dabei sind die regionalen Unterschiede markant: In ländlichen Kantonen wie etwa dem Kanton Glarus kann die Immobilienwirtschaft bis zu 22 Prozent des kantonalen BIP ausmachen, während der Anteil in Städten wie Basel-Stadt bei nur rund acht Prozent liegt.
Gemäss dem Raiffeisen Schweiz Transaktionspreisindex waren die Preise im ersten Quartal 2025 für Einfamilienhäuser um rund fünf Prozent, jene für Eigentumswohnungen um rund 3,5 Prozent höher als im Vorjahr. Wobei der Markt auch hier regionale Schwankungen aufweist. Die Nachfrage bleibt robust – begünstigt durch Rückgänge bei den Finanzierungskosten und ein weiterhin knappes Angebot.
Steigende Investitionen in Immobilien
Mit der Lockerung der Zinspolitik hat sich die Attraktivität von Immobilieninvestments erhöht: So verzeichnete der Schweizer Immobilieninvestmentmarkt gemäss einer UBS-Studie zwischen Januar und April 2025 ein Volumenwachstum von rund 1,8 Milliarden Franken – mit Aussicht auf weitere 700 Millionen Franken. Immobilien werden dank stabiler Mieterträge, vergleichsweise moderater Volatilität und langfristiger Wertstabilität zunehmend als defensives Anlagevehikel gesehen.
Gleichzeitig bleibt der Druck im Mietwohnungsmarkt laut einem PWC-Bericht vom August 2025 hoch: Besonders in urbanen Zentren wie Zürich, Genf und Basel steigen die Neuvertragsmieten, in Basel-Stadt etwa um rund 3,9 Prozent für Bestandsbauten im 2. Quartal 2025. Die schweizweite Leerstandsquote lag im Juni 2025 bei nur 1,0 Prozent – knapp vorbei an einer schweizweiten Wohnungsnot. Gleichzeitig bleibt die Neubautätigkeit in vielen Regionen hinter der Nachfrage zurück, was das Angebot weiter verknappt.
Schlussfolgerungen
Die Schweizer Immobilienwirtschaft bleibt ein wichtiges Fundament für die Gesamtwirtschaft. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen: Das Wachstum verlangsamt sich, Verknappung wird chronischer und Investitionsentscheidungen müssen regional viel differenzierter getroffen werden. Während sich Marktteilnehmer zunehmend auf Qualität, Nachverdichtung, Umnutzung und Flexibilität fokussieren müssen, bleiben Immobilien für Anleger attraktiv. Wer heute in der Immobilienbranche aktiv ist, investiert nicht nur in Mauern und Dächer, sondern in das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft.
IMMOPULSE Newsletter
Möchten Sie über alle Neuigkeiten von Immopulse informiert werden, dann melden Sie sich gleich für unseren monatlichen Newsletter an.
Wir verkaufen Ihre Immobilie.
Kompetent. Sicher. Erfolgreich.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt mit Freunden teilen!