Insgesamt sind die Immobilienpreise in der Schweiz im vergangenen Jahr nur moderat gestiegen. Während die Preise in einigen Regionen anzogen, gab es in anderen sogar Rückgänge. Eine aktuelle Studie zeigt: Die Unterschiede sind markant.
Gemäss der Studie von New Home und dem Swiss Real Estate Institute, bei der die sechs Regionen mit den meisten Transaktionen unter die Lupe genommen wurden, stiegen die Preise für Wohneigentum um durchschnittlich 2 Prozent. Auffällig: Eigentumswohnungen verzeichneten mit 2.2 Prozent einen stärkeren Anstieg als Einfamilienhäuser, deren Preise nur um 1.6 Prozent zulegten.
Wo die Preise am meisten gestiegen sind
Der moderate Anstieg bei Häusern ist insbesondere in den boomenden Regionen Zürich und Zentralschweiz zu beobachten.
- Zentralschweiz: Hier wurden mit durchschnittlich 1.78 Millionen Franken die teuersten Einfamilienhäuser verkauft. Gleichzeitig gab es mit 8.5 Prozent den stärksten Preisanstieg.
- Zürich: Die Region verzeichnete eine Preissteigerung von 3.9 Prozent bei Einfamilienhäusern und bleibt damit eine der teuersten Wohngegenden der Schweiz.
Während in der Ost- und Nordwestschweiz die Preise weitgehend stabil blieben, gingen sie in der Südschweiz, dem Espace Mittelland und dem Tessin um über 2 Prozent zurück.
Niedrige Bodenpreise in St. Gallen
Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass sich auch die Bodenpreise für Einfamilienhausgrundstücke regional unterschiedlich entwickelt haben:
- Zürich: Mit einer jährlichen Steigerung von 4.7 Prozent verteuerten sich Grundstücke hier am stärksten.
- St. Gallen: Die Preiszunahme war mit 0.9 Prozent pro Jahr am geringsten.
Damit legten die teuersten Städte der Studie fast fünfmal so stark zu wie die preisgünstigsten.
Eigentumswohnungen: Zentralschweiz holt auf
Die teuersten Eigentumswohnungen befinden sich weiterhin in der Region Zürich, wo der Durchschnittspreis bei 1.18 Millionen Franken liegt. Allerdings wächst die Zentralschweiz mit 7.7 Prozent Preisanstieg besonders
dynamisch – womöglich wegen der niedrigeren Steuern, die Käufer zunehmend anziehen.
Im Gegensatz zu Einfamilienhäusern verteilte sich der Preisaufschwung bei Eigentumswohnungen breiter über die Regionen – nur im Tessin gab es einen leichten Preisrückgang. Betrachtet man die letzten zehn
Jahre, sind die Preise in Zürich dreimal so stark gestiegen wie in Lugano und den umliegenden Gemeinden.
Fazit
Während Zürich weiterhin der teuerste Immobilienmarkt der Schweiz bleibt, zeigt sich ein klarer Trend: Die Zentralschweiz zieht mit rasant steigenden Preisen nach. Käufer sollten diese Entwicklungen im Auge behalten, insbesondere mit Blick auf zukünftige Zinssenkungen, die den Markt weiter beeinflussen könnten.
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