Verkaufen, sanieren oder lieber noch abwarten? Wer eine Immobilie besitzt, steht früher oder später vor Entscheidungen, für die der aktuelle Marktwert nicht genügt. Eine strategische Immobilienanalyse zeigt nicht nur, was ein Objekt aktuell wert ist, sondern auch, welche Chancen, Kosten und Risiken in ihm stecken.
Eine Immobilienbewertung beantwortet vor allem eine Frage: Welcher Preis ist unter den momentanen Marktbedingungen realistisch? Für viele Entscheidungen reicht das jedoch nicht aus. Wer beispielsweise vor einer grösseren Sanierung steht, sollte wissen, wie sich verschiedene Optionen auf den zukünftigen Wert und die eigenen Finanzen auswirken können.
Im Unterschied zu einer einfachen Schätzung richtet eine Immobilienanalyse den Blick nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die künftige Entwicklung. Sie berücksichtigt den technischen und energetischen Zustand, rechtliche Rahmenbedingungen, Entwicklungspotenzial und wirtschaftliche Risiken. So zeigt sie beispielweise, welche Investitionen künftig nötig werden könnten.
Machbarkeit versus Wirtschaftlichkeit
Bei älteren Immobilien steht oft Investitionsbedarf an. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Investitionen in welcher Reihenfolge wirtschaftlich sinnvoll sind. Dabei gewinnen energetische Faktoren zunehmend an Bedeutung: Ein neues Heizsystem etwa kann die Attraktivität einer Immobilie verbessern. Aber ein Austausch lohnt sich nicht, wenn in absehbarer Zeit eine weitere umfassende Sanierung (Dach, Fenster, Fassade) oder sogar eine Umnutzung der Immobilie ansteht.
Kann das Dachgeschoss ausgebaut werden? Ist eine zusätzliche Wohnung möglich? Welche Nutzung erlaubt die geltende Bau- und Zonenordnung? Auch solche Fragen können für die Entscheidung zwischen Behalten, Erweitern und Verkaufen entscheidend sein und sind Bestandteil einer Immobilienanalyse. Neben dem baurechtlichen Potenzial liegt der Fokus auch auf dem wirtschaftlichen Potenzial: Was ist angesichts der Kosten und Risiken tatsächlich umsetzbar und sinnvoll?
Verschiedene Szenarien gegeneinander abwägen
Denn nicht alles, was baurechtlich möglich ist, ist wirtschaftlich auch sinnvoll. Der eigentliche Nutzen einer Immobilienanalyse zeigt sich deshalb im Vergleich verschiedener Möglichkeiten.
Beispiel: Ein Ehepaar besitzt eine ältere Liegenschaft und steht vor verschiedenen Optionen. Die entscheidende Frage lautet nun nicht nur, welche Variante den theoretisch höchsten Immobilienwert ergibt, sondern auch, wie lange eine Sanierung oder ein Umbau dauert, wie hoch die Risiken sind und welche persönlichen Ziele das Paar verfolgt. So kann sich beispielsweise herausstellen, dass eine Sanierung zwar langfristig attraktiv wäre, ein sofortiger Verkauf aber besser zur eigenen Lebens- oder Vermögensplanung passt.
Fazit: Erst verstehen, dann entscheiden
Eine Immobilienanalyse ermittelt das Potenzial einer Liegenschaft. Dabei berücksichtigt sie Zustand, Investitionsbedarf, Erweiterungs- oder Umnutzungsmöglichkeiten sowie die Ziele der Eigentümer.
Grundlage für jede Immobilienanalyse ist eine fundierte Marktwertschätzung, Steckenpferd der Expertinnen und Experten von Swiss Life Immopulse. Erst damit ist der nächste Entscheidungsschritt möglich: Was mache ich am besten aus meiner Immobilie – verkaufen, investieren oder behalten?
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