Seit 15 Jahren ist Tanja La Croix DJ. Anfangs trauten ihre meist männlichen Kollegen der schönen jungen Frau nicht so viel zu. Doch der teilweise mangelnde Respekt habe ihr den nötigen Ansporn gegeben, um sich in der Männerdomäne zu beweisen.

Für Tanja La Croix spielt es keine Rolle, ob sie in einem angesagten Club auflegt, an einer Beachparty oder an einem Firmenevent. Hauptsache, sie kann das Publikum mit ihrem Sound zum Tanzen, Lachen und Flirten animieren: «Ich gehe von der ersten Sekunde an mit und gebe meine Energie ans Publikum weiter. Die meisten bleiben nicht lange sitzen.» Die DJ hat keine feste Regeln, wie sie ihre Sets beginnt oder aufhört, sondern geht auf ihr Publikum ein. Ihr Sound sei dafür gemacht, dass Leute aufeinander zugehen, sagt sie.

Begonnen hat alles, als Tanja in ihrer Jugend eine Vorliebe für House-Musik entwickelte und später an einer Party auf DJ Antoine traf. Der Funke sprang auf die junge Frau über. Sie kaufte sich zwei Plattenspieler, ein kleines Mischpult und machte ihre ersten Drehversuche im Kinderzimmer, teilweise stand sie bis zu 9 Stunden am Tag an den Turntables. 

 
Die Life-Stories-Serie

Hinter jeder starken Frau steht vor allem eine: sie selbst. Auf unserem Blog stellen wir in diesem Jahr Frauen vor, die uns beeindrucken. Die Selbstbestimmerinnen-Serie: Was Frauen antreibt, was sie bremst, was sie bewegt, was sie inspiriert.

Bis zu ihrem ersten öffentlich Auftritt in der Beiz eines Freundes verstrichen ein paar Monate, in denen sie auch Unterricht bei einem erfahrenen DJ nahm. Ihr Sound kam an, sie wurde immer öfter für Partys gebucht. Bald hatte Tanja La Croix keine Zeit mehr, um ihrem Beruf als Model nachzugehen. Doch diesen Wechsel hat sie nie bereut.

Authentizität ist der Ostschweizerin sehr wichtig, beim Produzieren der Musik hat sie freie Hand, auch ihre Website hat sie selbst gestaltet. «DJ», das klingt zunächst vielleicht nach Feiern ohne Ende, aber der Job sei nicht nur «echli Party mache, herumfliegen und reisen». Wenn Tanja nicht auflegt, erledigt sie administrative Arbeiten, legt Tourdaten fest, schreibt Konzepte, kreiert Storyboards für Videoclip und bereitet ihre Radioshows vor. 

 
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Tanja Wettach, 37, war Model und ist international als House-DJ und Produzentin bekannt. 2010 war sie Botschafterin der Streetparade, 2011 erhielt sie den Swiss Nightlife Award in der Kategorie Best House DJ. Die Tochter eines Schlagzeugers und einer Kauffrau ist mit Musik aufgewachsen. Sie spielte Flöte und Klavier und war vier Jahre Mitglied einer Guggenmusik. Als Jugendliche war sie fasziniert von House und begann 2004 mit Auflegen.

 
 

Als Tanja La Croix 2004 mit Auflegen begann, waren die meisten DJs männlich. Sie musste nicht nur damit umgehen, dass sie viel unterwegs war und erst frühmorgens ins Bett kam, sondern auch damit, dass man der schönen jungen Frau nicht so viel zutraute. Der teilweise mangelnde Respekt habe ihr jedoch den nötigen Ansporn gegeben, um sich in der Männerdomäne zu beweisen.

Höhepunkte gab es in ihrer Karriere einige, doch der Gedanke an ihren Auftritt an der Streetparade 2010 lässt Tanja La Croix noch heute angenehm erschauern. Kaum hatte sie damals auf dem Bürkliplatz mit Auflegen begonnen, öffnete sich der Himmel. Die DJ gab ihr Bestes und 60’0000 Menschen dankten es ihr, indem sie bei strömendem Regen weiter tanzten. «Ich war von der Kopfhaut bis in die Zehen durchflutet mit Glück», erinnert sie sich. 

 
 
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Meine Musik soll Happiness und ein Miteinander vermitteln

Auf langen Spaziergängen und beim Stand-up-Paddeln kann Tanja La Croix abschalten und Energie tanken. Zudem versucht sie, so oft wie möglich ihre Familie zu besuchen, die ihr sehr wichtig ist. Und damit sie (mehr) Zeit mit ihren Freunden verbringen kann, lädt sie diese mittlerweile öfter an ihre Partys ein.

Ein Leben ohne Auflegen kann sich momentan nicht vorstellen, «was aber nicht heisst, dass ich ewig DJ sein werde», ergänzt sie. Und wenn man sie vor sich sieht, 180 Zentimeter gute Laune, dann ist klar: Tanja La Croix kann mixen und remixen wie sie will, es kommt immer happy heraus.

www.tanjalacroix.ch

Bilder: Dominik Kohler, Ellin Anderegg, Sarto Photography

Text: Yvonne Eckert

 
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Elena Pizzetti, Vorsorgeberaterin KMU

Kontakt: 091 821 22 74, Elena.Pizzetti@swisslife.ch

«Frauen arbeiten häufiger in Teilzeitpensen und haben durchschnittlich tiefere Löhne im Vergleich zu den Männern. Bei manchen kommt wegen der Mutterschaft ein Erwerbsunterbruch hinzu. Das Risiko von Vorsorgelücken ist bei Frauen höher als bei Männern.» Wichtig ist, dass Frauen sich eine Übersicht verschaffen, wie viel sie bereits auf der Seite haben und welche finanzielle Situation sie im Alter erwarten können. Bei Lücken ist es empfehlenswert, kurz-, mittel- und langfristige Sparziele zu definieren. Insbesondere die dritte Säule bietet viele Möglichkeiten, die finanzielle Vorsorge selbstbestimmt zu gestalten. swisslife.ch/passende-beratung

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