Sie will alles und zeigt auch, dass es möglich ist: Flexible Arbeitsmodelle und eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit sind für Melanie Gujan essentiell.

Schön und gemütlich ist es, das Zuhause von Melanie Gujan und ihrer Familie, mit Fingerspitzengefühl skandinavisch-chic eingerichtet. Ein Hobby der Head of Marketing Communications. «Ich liebe es, durch Brockenhäuser zu ziehen. Oft funktioniere ich die Sachen dann um oder male sie an und verschenke sie weiter», erzählt die 44-Jährige. Melanie ist eine energiegeladene Person. Nur zu gut kann man sich vorstellen, wie sie in ihrer Freizeit mit der Familie Berge erklimmt, in Gletscherseen springt, biken oder skifahren geht. Hauptsache, es ist nicht langweilig – aber Melanie Gujans Leben ist mit viel Familie (drei Kinder) und viel Beruf (90 Prozent) so nahtlos, aber doch flexibel durchorganisiert, dass diese Gefahr sowieso kaum besteht.

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Inwiefern kann man sich das vorstellen – 90 Prozent arbeiten, das aber doch flexibel?
Die 90 Prozent sind im Normalfall auf vier Tage verteilt. Ich kann aber auch am Freitagmorgen, wenn die Kinder in der Schule sind, mal noch Mails checken oder einen Anruf machen.

Hat diese Flexibilität eine Rolle gespielt, als Sie sich für Swiss Life entschieden haben? Oder haben Sie sich das ausbedungen?
Flexibilität und Selbstbestimmung sind für mich sehr wichtig, beruflich und privat, und ja, klar, hat dies bei der Wahl des Arbeitgebenden eine Rolle gespielt – Swiss Life ist da mit verschiedenen Arbeits- und Entwicklungsmodellen sehr progressiv. Ich glaube, es hat viel mit Vertrauen zu tun – im beruflichen Alltag zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten. Es ist immer ein Geben und Nehmen und es ist wichtig, dass man die Erwartungshaltungen untereinander gut klärt.

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Mein Mann und ich haben uns Beruf und Familienleben von Anfang an geteilt.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zentral in Ihrem Leben – wie haben Sie sich in der Partnerschaft aufgeteilt?
Mein Mann und ich haben uns Beruf und Familienleben von Anfang an geteilt. Als die Kinder kleiner waren, habe ich lange 70 Prozent gearbeitet und er 80 bis 90 Prozent. Seit drei Jahren – seit ich bei Swiss Life bin – haben wir es etwas umgekehrt. Er ist zwei Tage zu Hause, ich einen Tag.

13 Wochen Schulferien – das ist für die Kinder sehr schön, für die Eltern eher eine Herausforderung. Wie läuft das bei Ihnen?
Ich profitiere bei Swiss Life vom Time-out-Modell «FerienFlex» – das heisst, ich kann pro Jahr bis zu zehn zusätzliche Ferientage kaufen. Das gibt mir viele einzelne Tage, die ich nutzen kann, wenn die Kinder Ferien haben. Und mein Mann hat einen ähnlichen Ansatz: Er arbeitet 60 Prozent und kann die darüber hinaus geleisteten Arbeitsstunden mit Ferien ausgleichen. Zusammen können wir so die 13 Wochen Schulferien recht gut abdecken.

Inwiefern hat Home-Office Ihre Situation verändert?
Home-Office hat natürlich einiges vereinfacht, weil mein Mann und ich zum Beispiel die Morgen- und die Abendbetreuung der Kinder aufteilen. Wenn ich am Donnerstag den Morgen übernahm, konnte ich um acht Uhr aus dem Haus und war dann erst viertel nach neun im Büro. Und im Home-Office gehen die Kinder viertel vor acht aus dem Haus und ich sitze spätestens um acht vor dem Computer. Von daher glaube ich, ist das schon auch ein Benefit.

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Ich habe bis jetzt noch nie auf einem Berggipfel eine Mail beantwortet.

Sind Sie an Ihren freien Tagen wirklich strikt und arbeiten gar nicht, auch wenn im Geschäft gerade etwas Wichtiges läuft?
Ich habe bis jetzt noch nie auf einem Berggipfel eine Mail beantwortet (lacht). Wenn in den Ferien etwas ganz Dringendes gemacht werden muss, organisiere ich es in der Regel so, dass das zu Randzeiten passiert – vielleicht am Morgen früh oder am späteren Nachmittag. Was in meinem Fall vielleicht noch wichtig ist: Ich habe eine super Stellvertretung und sie hat keine Kinder. Das heisst, sie nimmt meist antizyklisch Ferien, da ergänzen wir uns super.

Gibt es bestimmte Tage oder Ereignisse mit Ihren Kindern, die Sie nie wegen der Arbeit verpassen wollen?
Ja, die gibt es und da bin ich kompromisslos. Zum Beispiel der Kindergartenstart oder der Schulanfang, auch an allen Geburtstagen der Kinder möchte ich zu Hause sein. Früher waren unsere Geburtstagspartys auch zum Teil recht aufwendig (lacht) – seit Corona ist es an dieser Front zumindest etwas ruhiger geworden.

Fotos: Lukas Mäder
Text: Michèle Roten

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Melanie Gujan, 44, ist Head of Marketing Communications bei Swiss Life. Sie wohnt mit ihrem Mann und den drei Kindern (12, 9 und 6 Jahre alt) im Zürcher Oberland. In ihrer Freizeit geht sie joggen, um abzuschalten, und wenn immer möglich verbringt die Familie Zeit in ihrem Ferienhaus in Trin, Graubünden.

Berufsleben aktiv gestalten

Swiss Life engagiert sich für ein selbstbestimmtes Leben und geht in diesem Sinne auch als Arbeitgeberin mit «Berufsleben aktiv gestalten» einen seit 2016 bewährten und stetig weiterentwickelten Weg weiter. Mit flexiblen Arbeits- und Entwicklungsmodellen fördert Swiss Life Schweiz ihre Mitarbeitenden darin, die Chancen der heutigen und der künftigen Arbeitswelt eigenverantwortlich zu gestalten. Dabei liegt der Fokus auf «Employability – Arbeitsmarktfähigkeit durch stetige Weiterentwicklung», «Diversity – Vielfalt als Erfolgsfaktor» und «Work Ability – Arbeitsfähigkeit durch Vereinbarkeit, Motivation und Gesundheit» – über alle Lebensphasen hinweg.

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