Die Immobilienpreise sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen – und der Trend hält an: Für 2025 wird ein Preisanstieg von 3.6 Prozent für Eigentumswohnungen und 3,8 Prozent für Einfamilienhäuser erwartet.
Gemäss einer aktuellen Studie des Immobilienberaters Wüest Partner haben sich Einfamilienhäuser in den letzten zehn Jahren um jährlich rund 3,6 Prozent verteuert. Heisst konkret: Kostete ein Haus 2015 eine Million Franken, hat sie heute einen Marktwert von 1,36 Millionen Franken. Bei Eigentumswohnungen lag der jährliche Anstieg bei immerhin 2,9 Prozent.
Grosse regionale Unterschiede
Einige Regionen schwenken dabei obenaus: Bei den Wohnungen sind dies die Kantone Zug (Wertzuwachs 70 Prozent) und Zürich (Wertzuwachs 50 Prozent), bei den Einfamilienhäusern die Kantone Uri (Wertzuwachs 80 Prozent) und Nidwalden (Wertzuwachs 77 Prozent). Grund für die regionalen Unterschiede sind neben Faktoren wie Platz, Infrastruktur und Steuern vor allem Jobs.
Angebot hinkt der Nachfrage hinterher
Kommt hinzu: Die Wirtschaft wächst, die Bevölkerung wächst, aber der Wohnungsbau geht zurück. Die Nachfrage nach Wohneigentum überschreitet das Angebot deutlich. Aktuell wird zwar wieder vermehrt gebaut, aber von einem Bauboom kann keine Rede sein. Gerade bei Einfamilienhäusern gibt es wenig Hoffnung auf Besserung, im Gegenteil: Sie werden zunehmend durch rentablere Mehrfamilienhäuser ersetzt.
Höchste Preissteigerungen in der Innerschweiz und Graubünden
Bei den aktuellen Preisen die Nase vorn haben die Regionen Zürich, Zürichsee, Zug, Genf, Basel-Stadt, die Schwyzer Bezirke March und Höfe sowie Davos. Dort kostet ein Einfamilienhaus durchschnittlich über 2,25 Millionen Franken. Die stärksten Preissteigerungen der letzten zehn Jahre verzeichnen Arosa und Chur – hier haben die Preise um über 70 Prozent zugelegt.
Der Run auf Wohneigentum hält an
Voraussetzung für einen derartigen Preisanstieg ist, dass die Immobilien in gutem Zustand sind und über einen hohen Ausbaustandard verfügen. Im Schnitt muss dafür mit jährlichen Unterhaltskosten von etwa einem Prozent des Marktwerts gerechnet werden. Das lohnt sich: Für 2025 rechnet Wüest Partner mit einer weiteren Preissteigerung – bei Eigentumswohnungen um 3,6 Prozent, bei Einfamilienhäusern um satte 3,8 Prozent. Wer Anfang 2015 eine Wohnung gekauft hat, hat also bereits heute einen Wertzuwachs von 33 Prozent erzielt.
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