Die Frage „Mieten oder kaufen?“ ist ein Dauerbrenner-Thema. Beides hat seinen Sinn und Reiz, auch und gerade mit Blick auf ein selbstbestimmtes Leben. Nimmt man Vor- und Nachteile etwas genauer unter die Lupe, hat eine der beiden Optionen spannende Pluspunkte zu bieten.

Top-fünf-Vorteile Mieten 

  • Höhere Mobilität: Der Ort ist schnell gewechselt, denn die Nachmietersuche ist normalerweise kein Problem. Dadurch kann man Chancen wie einen neuen Job rascher wahrnehmen oder auch einfach nervigen Nachbarn entgehen.

  • Schnelle Anpassung an geänderte Lebensumstände: Eine Scheidung stellt für viele Immobilienbesitzer ein Worst-case-Szenario dar, denn der Verkauf kann dauern. Aber auch andere Veränderungen wie ein Job in einer anderen Stadt, ein geringeres Salär oder ein höheres Alter sind mit Wohneigentum nicht einfach.

  • Renovationen und Instandhaltungen: Sie gehen auf Kosten des Besitzers, das eigene Portemonnaie bleibt verschont.

  • Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen: Zinsentwicklungen, Preissteigerungen oder Immobilienblasen? Diese Themen betreffen Mieter auch, aber in viel geringerem Masse als Eigentümer.

  • Flexible Sparmöglichkeiten: Überzählige finanzielle Mittel? Diese können in allfällig lukrativere und flexiblere Anlagen investiert werden (z. B. Aktien, Anleihen oder Fonds). 

54% der Schweizer sparen heute für ihre Traumimmobilie. Jeder Dritte möchte sich in den nächsten zehn Jahren Wohneigentum leisten.

Top-fünf-Vorteile Kaufen 

  • Sicherheit: Kein Vermieter, der Ihnen kündigt.

  • Zinstief: Eine Wohnung zu kaufen, ist oft wesentlich günstiger, als dasselbe Objekt zu mieten. Dieser Gedanke ist einer der Hauptgründe, wieso die Eigentümerrate in der Schweiz seit 1970 von 31% auf 40% zugenommen hat.

  • Altersvorsorge: Wer im Alter in einer abbezahlten Immobilie lebt, braucht keine Mieterhöhungen zu fürchten und hat so eine Sorge weniger.

  • Wertsteigerung: Eigentum ist eine solide Anlage, die darüber hinaus die Chance auf Wertsteigerungen bietet – sofern die Lage stimmt.

  • Selbstbestimmte Lebensgestaltung: Die persönliche Freiheit, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sei es ein Haustier, das das Leben bereichert, rote Wände im Wohnzimmer oder einfach die Möglichkeit, Gastgeber im eigenen Heim zu sein.

Shot of a mature couple with their little daughter working in an organic garden

Käufer sind glücklicher – und engagierter 

Es gibt noch einen weiteren Grund, der für Wohneigentum spricht: Immobilienbesitzer sind die glücklicheren Menschen. Das ist zumindest die Kernaussage einer Umfrage des Bundesamts für Statistik (BFS 2016). Zum gleichen Ergebnis kommt eine Studie der deutschen Universität Hohenheim (2017). Demnach führt ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung zu positiven Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Wohneigentümer kaufen beispielsweise mehr regionale Lebensmittel, haben mehr Freunde in der Region, kümmern sich häufiger um die Geschehnisse in der Nachbarschaft und auch ihre Spendenbereitschaft ist höher. 

Ein gutes Gefühl ist wichtig – gute Planung auch 

Es sind vor allem „weiche“ Faktoren, die für eine Zukunft mit Wohneigentum sprechen. Damit alle damit verbundenen positiven Wirkungen richtig zum Tragen kommen, müssen aber auch die „harten Fakten“ vertrauensvoll und sicher abgeklärt sein. 

Goldene Regeln: 

  • Früh planen
  • Bedarf realistisch einschätzen und auch Alternativen andenken
  • Rechnung aufstellen, dabei mindestens 20% Eigenkapital einkalkulieren
  • Sparplan aufsetzen, um Eigenkapital anzusparen
  • Hypothek wählen und Tragbarkeit bis ins Detail betrachten
  • Laufende Kosten nicht unterschätzen, denn diese haben Einfluss auf die Tragbarkeit

Beratungstermin vereinbaren

Allein schon aufgrund der Komplexität der beiden letztgenannten Punkte lohnt sich eine Beratung, die auf die individuelle Lebenssituation und die Wünsche der angehenden Immobilienbesitzer eingeht.

Quellen: BFS, Wohnraumstudie 2018, Studie Universität Hohenheim (2017)

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