Zweimal pro Jahr finden die Claims Days statt. Eine beliebte Fachtagung rund um die Themen Arbeit, Reintegration und Erwerbsunfähigkeit, welche Swiss Life für ihre Kunden und Mitarbeitenden schon seit über fünf Jahren organisiert.

Philosophie vs. Wirtschaft: Wie uns die Pandemie verändert

Der Mensch und Mitarbeitende stehen bei der Eventserie «Claims Days» im Mittelpunkt. Sowohl Herausforderungen am Arbeitsplatz als auch Themen wie Erwerbsunfähigkeit oder Reintegration erhalten damit gerade in Zeiten der Pandemie eine prominente Plattform.

Am diesjährigen «Claims Days»-Herbstanlass diskutierten verschiedene Referentinnen und Referenten über die Auswirkungen von COVID-19 auf unsere Gesellschaft, den Beruf und unseren Alltag.

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Dr. phil. Barbara Bleisch

Philosophin, Journalistin und Autorin

«Ich arbeite, also bin ich.»

Zeitsouveränität dank Home-Office

Die Philosophin und Moderatorin von SRF «Sternstunde Philosophie» Barbara Bleisch erklärte, dass unsere Alltagsroutine durch das Home-Office stark durcheinandergeraten sei. Viele definieren sich über den Beruf. Die Frage «Was machst du so?» sei in Gesprächen sehr zentral. Ganz nach dem Motto: «Ich arbeite, also bin ich.» Das ist die neue Überidentifizierung. Man nennt sie auch «workism». Die soziale Abschottung durch das Home-Office schränkt uns diesbezüglich stark ein. Teilweise mache uns das Home-Office unsichtbar und auch die sozialen Kontakte wie der Mittagslunch mit Kolleginnen und Kollegen oder das Feierabendbier fehlten.

Allerdings betonte Barbara Bleisch in ihrem Referat auch, dass uns das Home-Office auch die Zeitsouveränität gibt. Die Vermischung von Privatem und Beruflichem habe dadurch stark zugenommen. Gleichzeitig bedeute das für die meisten von uns mehr Selbstbestimmung. Und diese Freiheit ist in der praktischen Philosophie einer der wichtigsten Treiber.

«Mehr zu Hause, aber weniger hier»

Im Podiumsgespräch standen sich die Philosophin und Swiss Life-Chefökonom Marc Brütsch gegenüber. Brütsch erklärte eingangs, dass er sogar bei pessimistischen Voraussagen häufig eher zu optimistisch sei. Für ihn bedeute «workism» eher etwas Positives. Allerdings konstatierte er, dass seine Frau häufig betone, er sei zwar dank dem Home-Office mehr zuhause, jedoch weniger hier. Die Sinnfrage stelle man sich heute im Umfeld von «workism» sicher häufiger, betonte Barbara Bleisch. «Wer wollen wir gewesen sein?» Diese Frage habe an Bedeutung gewonnen. Und sie hat Einfluss auf unser Leben. Wir überlegen uns heute häufiger, wie unser jetziges Tun später wahrgenommen werden könnte, und gehen möglicherweise achtsamer mit Ressourcen um.

«Selbstbestimmung als Schlüssel zum Erfolg»

Im interaktiven Teil am Nachmittag plädierten Dr. Patrick Mollet, Co-Owner und Consultant von «Great Place to Work Switzerland», und René Behr, Chief People Officer von IWC, für eine vertrauensbasierte Arbeitskultur und mehr Selbstbestimmung durch die Mitarbeitenden. Dies seien wichtige Schlüssel zum Erfolg. Sowohl die Rolle der Führungskräfte als auch diejenige des Arbeitsplatzes müssten neu überdacht und definiert werden.

«Claims Days» – eine Erfolgsgeschichte

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Dank der Hybridveranstaltung erreichten wir mehr Interessenten als in anderen Jahren.

Der Organisator der «Claims Days» ist zufrieden mit der diesjährigen Herbstveranstaltung. «Ich bin froh, dass wir endlich wieder einmal eine Präsenzveranstaltung durchführen konnten», freute sich Andreas Hildebrand, Organisator der «Claims Days». «Die Hybridveranstaltung hat uns einiges an Mehraufwand gekostet. Doch wir konnten dadurch auch mehr Interessenten erreichen», sagte Andreas Hildebrand.

Claims Day - Sinn und Zweck

Eindrücke aus früheren Claims Days

Kontakt

Andreas Hildebrand