Ist die Optimierung des Einkommens auch in Ihrem Haushalt ein grosses Thema? Dann zahlt es sich aus, die Möglichkeiten zum Steuersparen zu nutzen – zum Beispiel mit der beruflichen Vorsorge. Der Einkauf in die Pensionskasse lohnt sich zwei Mal: finanzielle Unabhängigkeit im Alter, tiefere Steuern in der Gegenwart. Das entlastet nicht nur das Haushaltsbudget, sondern gibt auch Zuversicht für Ihre finanzielle, selbstbestimmte Zukunft.

Alle Jahre wieder sitzt man vor der Steuererklärung, sieht, wie die Steuerrechnung höher und höher wird, und fragt sich, ob man nicht doch etwas hätte unternehmen können, damit der Betrag geringer ausfällt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Steuerbelastung gering zu halten – zum Beispiel mit der beruflichen Vorsorge. Je nach Pensionskasse, aktueller Vorsorgelösung und Höhe des Gehalts kann es sich lohnen, die Möglichkeiten der Steuereinsparungen zu nutzen und damit den Druck auf das Haushaltsbudget zu verringern.

Steht der Herbst vor der Tür, ist das der perfekte Zeitpunkt, die Vorsorge zu überprüfen. Wie hoch sind die Leistungen Ihrer Pensionskasse? Ist es für Sie von Vorteil, zusätzliches Geld in die Pensionskasse einzuzahlen?

Steuern sparen durch Einkauf in die Pensionskasse

Viele denken beim Thema Steuersparen durch Altersvorsorge an die 3. Säule. Dabei besteht auch mit der 2. Säule die Möglichkeit, Steuern zu sparen. Ein Pensionskasseneinkauf kann zum Beispiel dann Sinn machen, wenn bereits der Maximalbetrag in die Säule 3a (für Versicherte mit Pensionskasse: 6826 Franken; ohne Pensionskasse: 34 128 Franken bzw. maximal 20% des Nettoeinkommens) einbezahlt wurde.

Aus dem Pensionskassenausweis ist ersichtlich, ob man bereits mit dem maximal möglichen Altersguthaben rechnen kann. Sollte dies nicht der Fall sein, kann zusätzlich in die Pensionskasse einbezahlt und die Steuerlast reduziert werden. Die Einkaufssumme darf vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Der Zeitpunkt für die Einzahlung steht Ihnen offen.

Folgendes gilt es zu beachten:

  • Lebensunterhalt: Was einbezahlt wird, kann in der Regel nicht vor dem Pensionsalter bezogen werden. Das Geld können Sie vor der Pensionierung nur beziehen, wenn Sie sich selbständig machen, selbstbewohntes Wohneigentum kaufen oder definitiv ins Ausland ziehen. Folglich sollte nur das Geld investiert werden, das nicht für den Lebensunterhalt benötigt wird.
  • Obere Grenze: Es kann nicht mehr einbezahlt werden als die vollen reglementarischen Leistungen Ihrer aktuellen Kasse.
  • Vorbezug: Wurde das Eigenheim mit einem Vorbezug aus der Pensionskasse finanziert, muss dieser zuerst zurückbezahlt werden, bevor steuerlich relevante Einkäufe getätigt werden können.
  • Situation der Kasse: Die finanzielle Situation der Pensionskasse sollte unter die Lupe genommen werden – und bei einer Unterdeckung sollte kein Geld einbezahlt werden, um mögliche Verluste zu vermeiden.
Tipp

Verteilen Sie grössere Einkaufssummen auf mehrere Jahre. So wird die Progression mehrmals gebrochen, was eine Steuerersparnis zur Folge hat.

Wann lohnt sich der freiwillige Einkauf in die Pensionskasse?

  • Wenn Sie nach dem 25. Lebensjahr in die Pensionskasse eintreten.
  • Wenn Sie eine Lohnerhöhung erhalten haben.
  • Wenn sich Ihr Vorsorgeplan durch Erhöhung der Sparbeiträge verbessert hat.
  • Wenn Sie in eine Pensionskasse mit höheren Leistungen wechseln.
  • Wenn Sie fehlende Versicherungsjahre infolge einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit ausgleichen möchten, z. B. wegen Schwangerschaft, Studium, Arbeitslosigkeit oder Auslandsaufenthalt.
  • Wenn Sie eine Frühpensionierung planen.
  • Wenn Sie mehr als 3 Jahre vor der (vorzeitigen) Pensionierung stehen.
  • Wenn Sie eine Vorsorgelücke infolge einer Scheidung schliessen möchten.
 
Bildquelle: iStock, Halfpoint

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Ob der Einkauf in die Pensionskasse in Ihrer individuellen Situation Sinn macht, können Sie gemeinsam mit unseren Experten herausfinden. Fordern Sie jetzt eine Beratung an und erfahren Sie mehr über Ihre Sparmöglichkeiten – entweder gemütlich bei Ihnen zu Hause, direkt bei uns vor Ort oder bequem per Video-Chat. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

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