Laila ist 29 und studiert an der Pädagogischen Hochschule. Schon im kommenden Sommer soll ihr Traum in Erfüllung gehen: eine Anstellung als Lehrerin im reduzierten Pensum. Denn aktuell ist Laila nicht nur Vollzeit-Studentin, sondern auch Vollzeit-Mutter. Mit dem Einstieg in den Teilzeitjob erhofft sie sich mehr Zeit für sich und die Familie.

Einen Wecker? Den braucht Laila nicht. Vielmehr ist es der kleine Sohn Lino, der sie jeden Tag gegen 7 Uhr aus dem Bett holt. Dann beginnt Lailas Tag – ihr Tag als Studentin und Mutter in Vollzeit.

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Wenn der Kleine morgens aufwacht und mich anlacht, das gibt mir Kraft.

Während Laila den Tag in der Pädagogischen Hochschule verbringt, freut sich der kleine Lino fast täglich auf seine Grosseltern. Dass ihre Eltern auf Lino aufpassen, während sich Laila voll und ganz auf den Lehrstoff konzentrieren kann, bedeutet der sympathischen Studentin viel. Lino mit 13 Monaten bereits in die Kita zu geben, kommt für sie nicht in Frage. Er könne schliesslich noch nicht reden und erzählen, was den ganzen Tag passiert ist.

Um abzuschalten und Zeit für sich zu haben, macht Laila viel Sport. Gerade in den Momenten der Ruhe kommen ihr manchmal Zweifel: War es richtig, so früh schwanger zu werden und das Studium ein Jahr zu unterbrechen? Nimmt sie Lino durch ihr Studium wichtige Zeit, die er mit seiner Mutter braucht?

Doch diese Zweifel bleiben nicht lang. Im nächsten Moment weiss Laila: Ihre Entscheidung für das Studium und ihren Sohn war die beste, die sie hätte treffen können. Sie ist stolze Mutter, kann durch die wertvolle Unterstützung durch ihre Eltern und das Teilzeitpensum ihres Freundes ein anspruchsvolles Studium absolvieren und wird schon bald ihren Traumberuf ausüben. Für Laila eine grossartige Ausgangslage, die sie überglücklich macht.

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Laila ist 29 Jahre alt und lebt mit ihrem Freund und ihrem 13 Monate alten Sohn Lino in einer 3-Zimmer-Wohnung in Zürich. Mit 25 Jahren, als Kauffrau in einer Bank, wollte Laila mehr aus ihrer beruflichen Karriere machen. So entschied sie sich für ein Lehramt-Studium an der Pädagogischen Hochschule und beendet dieses im Sommer mit einem Bachelor-Abschluss. Laila möchte anschliessend in Teilzeit als Lehrerin arbeiten – ein Beruf, der schon immer ihr Traum war. Auch ihr Freund ist in Teilzeit als Lehrer tätig. Er arbeitet 70 Prozent in einer Schule in Kloten.

Ich freue mich riesig, wieder mehr Zeit als Mami zu verbringen und mehr auf mich zu schauen.

Laila beendet ihr Studium im kommenden Sommer. Dann möchte sie ihren Teilzeitjob als Lehrerin an der Primarstufe antreten – maximal mit 40- oder 50 Prozent. Das reduzierte Pensum ermöglicht es ihr, wieder mehr Zeit mit der Familie und als Mutter zu haben, mehr Sport zu machen und kleine Auszeiten zu geniessen. 

Auch Lailas Freund und gleichzeitig Vater von Lino sieht die Vorteile des reduzierten Pensums. Er arbeitet bereits als Lehrer in Teilzeit und könnte in Zukunft, sobald Laila ebenfalls berufstätig ist, einen Tag die Woche auf Lino aufpassen.

Im Moment haben wir die 3. Säule auf die Seite geschoben. Wir brauchen das Geld zum Leben.

Über die private Vorsorge hat sich Laila bereits Gedanken gemacht, als sie vor ihrem Studium als Kauffrau in einer Bank tätig war. Damals hat sie sich jedoch gegen die 3. Säule entschieden, um das Geld lieber für Reisen und das anstehende Studium zu sparen. Auch heute sorgt Laila noch nicht mit der 3. Säule vor. Die finanziellen Mittel reichen nicht mal für kleine Sparbeträge aus. Sobald Laila jedoch in den Beruf als Lehrerin einsteigt, möchte sie die private Vorsorge in die Hand nehmen, um auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben mit ihrer Familie zu führen.  

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